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Schlüsselkompetenz: Teamfähigkeit

Warum sie so wichtig ist

Sarah Grewing 07.10.2014
Teamfähigkeit. In Stellenanzeigen ist sie heute fester Bestandteil des Anforderungsprofils – und das in allen Tätigkeitsfeldern und branchenübergreifend. Hinter diesem kleinen Begriff verbergen sich viele verschiedene Kompetenzen. Einen guten Teamplayer zeichnen etwa Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Konfliktfähigkeit und Zuverlässigkeit aus – um nur einige Eigenschaften zu nennen. Wir haben mal bei unseren Partnerunternehmen nachgefragt, wie Teamarbeit bei ihnen aussieht – und interessante Antworten erhalten.

Yvonne Herbst, Consultant Talent Sourcing bei Munich Re, weiß zum Beispiel, dass ein intensiver Austausch gerade in interdisziplinären Teams eine große Rolle spielt: „In unserem globalen Unternehmen sind mehr als 11.000 Menschen mit unterschiedlichsten Qualifikationen beschäftigt. Mathematiker, Juristen, Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler arbeiten an der Seite von Geologen, Piloten und Psychologen“, erklärt die HR-Expertin. „Damit die Zusammenarbeit funktioniert, gilt es sich themenübergreifend mit Kollegen zu vernetzen und zu verstehen, dass verschiedene Blickwinkel bei der gemeinsamen Entwicklung von Lösungen helfen. Das gilt nicht nur für einzelne Standorte, sondern bei ganz Munich Re, weshalb wir auch Strukturen mit virtuellen Teams geschaffen haben, die grenzübergreifend zusammenarbeiten. Videokonferenzen, E-Mails, Business Networks, Dienstreisen – all dies gehört in einem internationalen Unternehmen einfach dazu.“

Teamfähigkeit ist Schlüsselkompetenz
Teamfähigkeit ist in allen Tätigkeitsfeldern und branchenübergreifend gefragt!

Und Teamarbeit funktioniert trotz großer Distanzen auch bei der Commerzbank: Das Team von Andi Doppler, Leiter Recruiting, besteht aus 12 Kollegen, von denen sich nur vier bei ihm in der Frankfurter Zentrale befinden: „Hier funktioniert vieles auf Zuruf und vieles bekommt man einfach direkt mit: die Telefonate der Kollegen, Freude und Ärger. Zudem stimmen sich die Kollegen untereinander in Sachen Urlaub, Telefon oder auch bei kurzfristigen Abwesenheiten ab“, erklärt Doppler. „Anders verhält es sich mit dem Rest meines Teams: Zunächst sind alles Einzelkämpfer, denn jeder sitzt an einem anderen Standort. Haben sie einmal Fragen, ist der erste Weg das Telefonat oder eine E-Mail. Als Chef bin ich das verbindende Glied und habe mindestens einmal wöchentlich Kontakt mit allen. Wichtig ist vor allem, dass das Team mich jederzeit erreichen kann.“

Auch bei der Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorfarbeiten Teams abteilungsübergreifend und international miteinander. Leyla Samadi, Leiterin Employer Branding, HR People & Talent Management, erklärt, warum es dabei insbesondere auf eine gute Führung ankommt: „Für eine erfolgreiche Teamarbeit ist unter anderem die Festlegung eines hauptverantwortlichen Teamleiters wichtig, der die Koordination von Verantwortungsbereichen und Zuständigkeiten innerhalb des Teams übernimmt und Aufgaben klar an die Teammitglieder verteilt. Der Teamleiter sollte die anderen Teammitglieder zudem frühzeitig und regelmäßig über Updates und Veränderungen informieren“, erläutert Samadi. „Darüber hinaus sind Kommunikation, Aufmerksamkeit sowie Vertrauen das A und O unserer Teams.“ Und Leyla Samadi macht abschließend den wohl wichtigsten Aspekt deutlich: „Last but not least soll Teamarbeit Spaß machen und auch mal Raum für ganz andere, ‚verrückte‘ Ideen geben.“