DE EN

Digital Talent – sicher in allen digitalen Lebenslagen?

Wie verhalte ich mich im Karrierekontext richtig in den Digitalen Medien. Diese Frage klären Experten von Bertelsmann und der Deutschen Telekom beim careerloft Kamingespräch.
Nico Rose und Andrea Morgan-Schönwetter über Sicherheit im Internet
Nico Rose (via Skype) und Andrea Morgan-Schönwetter beim careerloft-Kamingespräch

Für die Generation Y ist der alltägliche Gebrauch der Digitalen Medien eine Selbstverständlichkeit. Als sogenannte Digital Natives sind sie mit Internet, Smartphone und Co. aufgewachsen. Dennoch zeigen sich gerade in puncto Berufsleben und Karriereplanung häufig Unsicherheiten im Umgang mit den Digitalen Medien. So stellen sich auch Digital Talents die Frage: Wie verhalte ich mich im Karrierekontext richtig in den Digitalen Medien?

Das careerloft-Kamingespräch sollte Antworten liefern. Hier bekamen die Eventteilnehmer und ich von Experten der Deutschen Telekom und Bertelsmann wertvolle Tipps an die Hand, wie wir uns sicher und richtig in den Digitalen Medien bewegen.

Das Wichtigste zuerst!

Die Frage zum Bewerbungsprozess, die uns alle am meisten beschäftigte: Beeinflussen persönliche Inhalte von Facebook, Instagram, Snapchat oder einem öffentlichen Blog die Entscheidungsfindung der Personaler? „Recruiter und Personalverantwortliche interessieren sich hauptsächlich für die Leistungen in Schule und Studium sowie für das soziale Engagement“, so Andrea Morgan-Schönwetter, Leiterin des Recruitings von IT Professionals bei der Deutschen Telekom. „Das bedeutet, dass sich Personalverantwortliche in erster Linie das Profil in Karrierenetzwerken, sprich XING oder LinkedIn, ansehen, um ergänzende Informationen zu erhalten.“

Merke: Authentizität ist für die Unternehmensvertreter eines der wichtigsten Merkmale.

Viele von uns wollten trotz alledem wissen, wie sie sich in sozialen Netzwerken darstellen sollten und in welchem Umfang Privates und Berufliches vermengt werden dürfen.

„Zwei Fragen sollte man sich bei Onlineprofilen immer stellen: ‚Wen möchte ich mit meinem Profil erreichen?‘ und ‚Was will ich mit meinem Profil bewirken?‘ “ erläuterte Nico Rose, Senior Director Corporate Management Development bei Bertelsmann, der via Skype am Kamingespräch teilnahm.

Andrea Morgan-Schönwetter trennt Privatleben und Beruf ganz bewusst: „Mein Blog beispielsweise, ist nicht öffentlich und nur ausgewählten Personen zugänglich.“ Ganz anders hält es Nico Rose: „Ich trenne Beruf- und Privatleben in den Digitalen Medien nicht, denn beides macht mich schließlich als Person aus! Im Grunde sollte man aber seinem Bauchgefühl vertrauen und sich vor allem selbst treu bleiben.“

Tipps für professionelles Networking

Persönlicher Austausch beim Kamingespräch im Berliner Loft
Gemeinsames Essen und Get-together beim careerloft-Kamingespräch

Und wie vernetzt man sich am besten mit interessanten Unternehmen? Tim Kummerfeldt, Recruiter bei der Deutschen Telekom, gab Auskunft. Tims Tipp: ein mehrstufiges Vorgehen. „Zum einen sollte man den ersten Kontakt über ein Karrierenetzwerk, wie XING, LinkedIn oder careerloft suchen. Hier gilt zu beachten: NIE eine Kontaktanfrage ohne eine kurze Nachricht stellen! Zum anderen bieten Webinare, Online- oder Unternehmensmessen eine gute Gelegenheit für eine persönliche Kontaktaufnahme“, so Tim. „Ist der Kontakt erst einmal hergestellt, ist es wichtig, diesen am Leben zu erhalten und aufzubauen.“ Darin waren sich alle Referenten einig. Denn für den Bewerber stelle dies einen enormen Mehrwert dar, da er so sehr viele Informationen über das Unternehmen, die Unternehmenskultur sowie seine potenziellen Aufgaben erhalten könne.

Tipp: Auf Vollständigkeit und Aktualität achten!

Ein wichtiger Punkt auf den unbedingt geachtet werden muss, ist die Vollständigkeit des Profils.Ein Profil sollte immer, wirklich immer, vollständig und auf dem aktuellsten Stand sein. Falls man in mehr als einem Karrierenetzwerk angemeldet ist, müssen die Profile auf jeden Fall identisch sein. 


Nichts ist schlimmer als voneinander abweichende Angaben.

I​n den Digitalen Medien gilt ebenso der Grundsatz „Qualität vor Quantität“. Das bedeutet, dass nicht alle Zeugnisse, Zertifikate oder Seminarnachweise in einem Profil enthalten sein müssen, sondern nur die wirklich relevanten.

Allen Teilnehmern und auch mir wurden beim Kamingespräch viele Unsicherheiten im professionellen Umgang mit den Digitalen Medien genommen. Ich hoffe, ich konnte dies mit diesem Bericht auch an diejenigen weitergeben, die nicht am Event teilnehmen konnten.

Euer Lorenz