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Auf dem Weg zum Experten: Profilieren durch Kommunikation

Katja Mayer 15.03.2012
Du hast ein Thema gefunden, das dich begeistert und für das du neue Impulse setzen willst? Du möchtest dich in einer bestimmten Branche profilieren? Das Web 2.0 hat den Prozess, wie man zum Experten wird, völlig umgekrempelt.

Du hast ein Thema gefunden, das dich begeistert und für das du neue Impulse setzen willst? Du möchtest dich in einer bestimmten Branche profilieren? Das Web 2.0 hat den Prozess, wie man zum Experten wird, völlig umgekrempelt: War früher das Verfassen eines Sachbuchs krönender Höhepunkt einer Expertenlaufbahn und öffentliche Anerkennung die Krönung der fachlichen Leistung, beginnt die Experten-Karriere heute schon im Regelfall mit dem Posten von Videos, dem Zitieren von Studien, dem Verlinken von Infografiken und Präsentationen – und dem Schreiben eines eigenen Blogs.

Blog oder Online-Foren: Profilieren im Web

Verkünde dein 
Expertenwissen. 
Werde selbst zum Publizisten

Das Blog: Das Weblog ist die ideale Plattform für Neuigkeiten aus deinem Interessengebiet, die du aktuell aufbereitest. Dafür solltest du natürlich eine ansprechende Schreibe besitzen: fürs breite Publikum locker-flockig, für Fachleute und die Industrie sachlich-distanziert, für den Wissenschaftsbetrieb entsprechend akademisch fundiert. Das Layout darf ruhig etwas frecher sein, sollte aber immer Seriosität ausstrahlen. Es muss zu dir, deiner Persönlichkeit und deinem Thema passen.

Die Themen für deinen Blog findest du deinem Berufswunsch entsprechend: Wenn du ins Personalwesen einsteigen willst, kannst du beispielsweise über die Bedeutung der demografischen Entwicklung für den Arbeitsmarkt bloggen, aktuelle Forschungsergebnisse zitieren und eigene Überlegungen anstellen, wie sich künftige Probleme lösen lassen. Wenn es dich wiederum in die Entwicklung neuer Produkte zieht, kannst beispielsweise coole internationale Innovationen vorstellen, wie sie entstanden sind oder du zitierst dazu aktuelle Entscheidungen aus Genehmigungsverfahren und dokumentierst damit, dass du bei deinem Thema rundherum auf dem Laufenden bist.

Wichtig ist jedoch, dass du regelmäßig schreibst, denn du lieferst mit deinem Blog zugleich eine relevante Arbeitsprobe ab. Lass dich also nicht treiben, recherchiere und schreibe nie schlampig, sondern folge einem Plan, nach dem du deinen Auftritt auf- und ausbaust. So fällt dir auch das regelmäßige Schreiben leichter. 

Zeige deine Kompetenz und nimm an Diskussionen teil

Die Foren: Internet-Foren gibt es mittlerweile für (fast) jedes Interessengebiet – auch zu fachlich anspruchsvollen Themen. Da diese Foren Beiträge nahezu endlos speichern, sind deine Diskussionsbeiträge auch nach Jahren noch auffindbar. So versammelt sich deine Expertise unter deinem Nutzerprofil – und ist gleichzeitig frei zugänglich.

Gerade für Schreib-Anfänger haben Foren den Vorteil, dass die Themen schon vorgegeben sind. du selbst brauchst also erstmal nur zu antworten und zeigst trotzdem dein Wissen. Im Gegensatz zum eigenen Blog ist im Forum auch schon eine gewisse Nutzerzahl vorhanden, die diskutiert – und für die Weiterverbreitung deiner Anregungen sorgt. Natürlich kannst du auch eigene Threads starten und damit neue, interessante Aspekte aufgreifen. Auch das ist ein gutes Mittel zur Profilierung.

Wichtig in dieser Umgebung: Du solltest die Beiträge zu deinen Kompetenzbereichen verfolgen, um auf Anregungen zu reagieren oder neue Hinweise gleich aufzunehmen und zu verarbeiten. Bevor du dich für ein Forum entscheidest, prüfe aber vorher noch, ob dort auch andere Experten diskutieren und das Niveau stimmt. Denn das strahlt auch immer auf dich ab – im Positiven wie im Negativen.

Hol dir den Google-Juice!

Auch wenn du all diese Empfehlungen umsetzt: Um im Netz möglichst weit oben gefunden zu werden, brauchst du noch ein bisschen Google-Juice. Also technischen Treibstoff, der dich in den Trefferlisten der Suchmaschinen relevanter werden lässt. Das gelingt zum einen, indem du alle deine Web-Präsenzen untereinander vernetzt und verlinkst. Dabei solltest du dich aber noch für eine Hauptseite entscheiden, auf die alle anderen verweisen. Das kann Dein Xing-Profil sein oder dein Blog. Verweisende Links werten dieses dann für Google & Co. auf und bringen die Seite nach oben.

Ein weiterer Trick ist, in seinen Artikeln und Überschriften dazu, möglichst häufig Schlüsselbegriffe – sogenannte Keywords – unterzubringen, nach denen Personaler deines Wunschunternehmens oder dein künftiger Chef suchen würde. Denn sucht er dann tatsächlich danach, wird er früher oder später auf dein Profil stoßen. Und genau das war ja der Plan.

Am Ende wirst du freilich nicht nur von deinem Chef in spe, sondern auch von immer mehr anderen Menschen wahrgenommen, weil sie deinen Namen bei der Suche nach dDeinen Themen finden. Kurz darauf werden sie – entsprechende Qualität vorausgesetzt – deine Blogbeiträge kommentieren und verlinken. Damit mutiert die Suchmaschinenoptimierung zum Selbstläufer, potenziert sich – und du stehst schließlich als Experte ganz oben. Chapeau!

Weiterführende Informationen findest du hier, denn zu diesem Thema gibt es viele gute Tipps, die wir hier gar nicht alle nennen können. Bloggst du über ein bestimmtes Interessengebiet? Bist du auf dem besten Wege, dich zu profilieren? Erzähl uns mehr und verlinke natürlich!