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Unsicherheiten im Studium sind kein Karrierehindernis!

Manchmal weiß man einfach nicht, ob man sich für den richtigen Weg entschieden hat oder wohin die Reise beruflich gehen soll. Wir zeigen euch, warum ihr trotzdem optimistisch in die Zukunft blicken könnt.

Women's Career Week

Event "Women@work"
"Women@work" mit unseren Partnerunternehmen The Boston Consulting Group, SAP, Bertelsmann und Commerzbank

Selbst wenn man einen peniblen Karriereplan angefertigt hat – oftmals steht man irgendwann im Studium an einem Punkt, an dem man sich fragt, ob man in seinem Studiengang überhaupt richtig ist. Und selbst wenn ihr diese Frage für euch geklärt habt, wisst ihr noch längst nicht, welche Branche die beste für eure eigene berufliche Laufbahn ist. Aber keine Sorge – diese Unsicherheiten sind völlig normal und kein Karrierehindernis! Im Rahmen der Women’s Career Week an der Technischen Universität Berlin fand am 8. Januar 2014 das Event „Women@work“ statt. Vier Vertreterinnen unserer Partnerunternehmen The Boston Consulting Group (BCG), Bertelsmann, Commerzbank und SAP haben vor 50 Studentinnen über ihre persönlichen Erfahrungen und Lebensläufe referiert und Rede und Antwort gestanden.

Steile Lernkurve in Unternehmensberatung

Ines Noack, Consultant bei BCG, hat selbst an der Technischen Universität Berlin zunächst Informations- und Kommunikationssysteme studiert. Doch trotz diverser Praktika in verschiedenen Unternehmen konnte sie sich nicht dafür begeistern, später in einem entsprechenden Beruf zu arbeiten. Deshalb hat sie sich nach ihrem Studium für die Unternehmensberatung entschieden: „Wenn man noch nicht zu 100 % weiß, was man will, sich aber trotzdem eine steile Lernkurve und viel Feedback für seine Arbeit erhofft, ist man in der Unternehmensberatung genau richtig.“

Der Job biete ihr die Möglichkeit, viele verschiedene Themen und Fragestellungen zu bearbeiten, und sei deshalb sehr abwechslungsreich. Genau aus diesem Grund, so sagt sie, sei die Unternehmensberatung für Studienabgänger aller Fachrichtungen sehr interessant: Wirtschaftswissenschaftler, Juristen – und sogar Naturwissenschaftler. Denn diese hätten oftmals ein sehr gutes analytisches Verständnis.

Als Ingenieurin bei Bertelsmann

Auch Nancy Steffen, SAP-Beraterin in der Versorgungswirtschaft bei Bertelsmann, hatte bis zum Ende ihres Wirtschaftsingenieurwesen-Studiums lediglich Erfahrungen in Industrieunternehmen gesammelt und mit IT nur wenig am Hut. Schließlich hat sie sich gefragt, wo überhaupt ihre Interessen liegen, und gemerkt, dass sie durchaus sehr IT-affin ist. Die Umorientierung war kein Problem: „Jedes Studium erfordert es, sich immer wieder in neue Themen einzuarbeiten. Wenn man die Motivation dazu hat, ist es kein Problem, sich noch einmal auf etwas anderes einzustellen.“ Außerdem, so sagt sie, schaffe ein Mix aus Kollegen, die aus den unterschiedlichsten Studiengängen kommen, ein sehr positives Arbeitsklima.

Event "Women@work"
"Women@work" mit Vertretern unserer Partnerunternehmen

Bunte Mischung bei Commerzbank

 „Egal, was man studiert hat – es geht immer um die Frage, wo überhaupt Ihre Stärken und Schwächen liegen. Und diese Frage sollte man sich im Laufe seiner Karriere immer wieder neu stellen“, bestätigt Dr. Anke Sax, Bereichsleiterin IT Steering bei der Commerzbank. Auch ihre Mitarbeiter kämen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Eine bunte Mischung, von der sie selbst ein großer Fan sei, denn gerade in der IT-Branche seien Querdenker unbedingt gefragt.

Praktika können durchaus bei einer Orientierung helfen. Sie dienen nicht ausschließlich dazu, Kenntnisse und Fähigkeiten im späteren Beruf zu erlernen, sondern helfen manchmal eben auch dabei, den einen oder anderen Arbeitsplatz auszuschließen.
Es ist also durchaus erlaubt, während seiner Studienzeit das eine oder andere Mal unsicher zu sein. Wichtig dabei ist jedoch, dass ihr euch nicht ewig mit Selbstzweifeln plagt. Hinterfragt diese Gefühle ganz gezielt: Woran liegt es, dass ihr nicht wisst, wo ihr euch beruflich in Zukunft seht? Wo liegen eure Interessen, Stärken und Schwächen? Und das ganz unabhängig von euren bisherigen Qualifikationen. Was erwartet ihr von eurem zukünftigen Job?

Typischer Männerberuf? Als Frau bei SAP arbeiten

Ilona Ryvkin studierte Mathematik und ist bereits seit 16 Jahren als Programmiererin tätig. Die derzeitige Software Developerin bei SAP weiß besonders um die Herausforderungen, die Frauen in typischen Männerberufen meistern müssen. Sie ermuntert Studenten dazu, einfach ihrer Leidenschaft nachzugehen: „Versucht etwas zu finden, das Euch Spaß macht. Seid einfach Ihr selbst und macht das, was Euch interessiert.“

Und Interessen verlagern sich im Laufe des Lebens nun einmal. Die beruflichen Werdegänge unserer Referentinnen zeigen, wie man trotz zeitweiliger Unsicherheiten eine tolle Karriere machen kann. Seht Unentschlossenheit während des Studiums nicht als Schwäche. Sie kann sich durchaus positiv auf eure berufliche Laufbahn auswirken, wenn ihr euch rechtzeitig und immer wieder fragt, wo genau eigentlich eure Interessen liegen. Denn nur so könnt ihr einen Beruf finden, der nicht nur zu eurem Studienabschluss, sondern vor allem gezielt zu eurer Persönlichkeit passt.