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Studieren und gründen

StudySmarter macht vor, wie es geht

Tobias Klem 05.03.2018
Studieren und gründen geht nicht? Geht doch! Es ist alles bloß eine Sache der Organisation. Das beweisen die Jungs von StudySmarter, einer innovativen Lernplattform für Studenten. Christian Felgenhauer, Mitgründer und CEO, gibt uns einen Blick hinter die Kulissen ihrer Gründung und erzählt, wie Business und Studium miteinander zu kombinieren sind. Mutig sein und sich Herausforderungen stellen scheinen dabei auf jeden Fall Grundkompetenzen zu sein.
Die Gründer von StudySmarter
Die Gründer von StudySmarter: (v. l.) Simon Hohentanner, Maurice Kudhir, Christian Felgenhauer und Till Söhlemann

Hallo Christian, danke das du dir Zeit für unser Interview genommen hast. Bevor wir auf das Projekt von dir und deinen Mitstreitern zu sprechen kommen, lass uns kurz darüber quatschen, wie du auf Careerloft aufmerksam geworden bist. Du bist ja schließlich Careerloft-Stipendiat. Was hat dich bewogen, dich für ein Stipendium zu bewerben?

Ich bin durch Freunde im Studium auf Careerloft aufmerksam geworden, die bereits Stipendiaten waren. Im Studium ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, sich über die vielfältigen Karrieremöglichkeiten während des Studiums und auch danach zu informieren und unterschiedliche Unternehmen persönlich kennenzulernen. Überzeugt hat mich vor allem das Mentoring-Programm und die super Studienförderung!

Kannst du das etwas ausführen?

Der direkte, persönliche Austausch mit den Partnerunternehmen war für mich eine echte Bereicherung – beruflich sowie persönlich. Ich bin noch heute mit vielen Mitarbeitern in Kontakt, die ich über Careerloft kennengelernt habe. Die Auswahl an Events ist ebenfalls großartig! Sie decken sehr breite Themenfelder ab und ich habe bei jedem einzelnen spannende neue Erkenntnisse gewonnen und Freundschaften geschlossen!

Klingt gut? Dann bewirb dich auch auf ein Careerloft-Online-Stipendium!

Nun aber zu euch und eurem großen Projekt: StudySmarter. Wie habt ihr zusammengefunden und wer hatte die zündende Idee zu StudySmarter?

Neben unserem Studium haben wir das Entrepreneurship-Manage&More-Programm der UnternehmerTUM in München absolviert. Dort lernten wir uns kennen und arbeiteten in ersten Projekten zusammen. So ein Programm war für uns perfekt: Wir alle waren offen für eine Gründung neben dem Studium, hatten unterschiedliche Studienhintergründe und brachten alle nötigen Kernkompetenzen mit.

StudySmarter @ Work
Hörsaal gegen Büro getauscht - die Jungs von StudySmarter bei der Arbeit

„Die Idee hinter StudySmarter entstand durch unsere eigenen Erfahrungen im Studium. Wir haben ein Problem bei uns und bei vielen Freunden gesehen: Trotz eines sehr hohen Lernaufwands waren die Prüfungsergebnisse oftmals enttäuschend.“

Das liegt oft nicht einfach daran, dass man zu wenig gelernt hat. Uns ist aufgefallen: Es gibt großes Optimierungspotenzial in Sachen Lernstruktur und -effizienz.

Dabei handelt es sich übrigens nicht bloß um ein Luxusproblem. Deutschlandweit bricht jeder vierte der 2,8 Millionen Studierenden sein Studium ab. Das verursacht einerseits Kosten für den Staat in Milliardenhöhe und macht auf der anderen Seite Studierenden oft das Erreichen ihrer akademischen und beruflichen Ziele zunichte.

Wie kann StudySmarter Studenten denn konkret helfen, ihr großes Ziel, den Abschluss, zu erreichen?

StudySmarter ist eine intelligente Lernplattform, die Studierende während ihres gesamten Studiums unterstützt. Unsere kostenfreie Lernplattform steigert sowohl die Lernmotivation als auch die Lerneffizienz.

„Wir legen daher seit dem ersten Tag den konsequenten Fokus auf Nutzerbedürfnisse. Noch bevor die erste Zeile gecoded war, haben wir beispielsweise hunderte Interviews mit Studierenden geführt und auf Grundlage dieser Ergebnisse die Entwicklung gestartet.“

Studierende laden ihre Lernunterlagen auf StudySmarter hoch und erhalten sofort eine automatisch erstellte Mind-Map, die einen idealen inhaltlichen Überblick vermittelt. Im nächsten Schritt können sich die Nutzer ohne Mehraufwand eine eigene Zusammenfassung erstellen und Notizen sowie Karteikarten direkt mit ihren Kommilitonen austauschen. Hiermit ersparen sie sich enorm viel Zeit! Ausgeprägte Statistik- und Gamification-Features geben unseren Nutzern den perfekten Überblick über ihren Lernfortschritt und garantieren Erfolgsmomente während des Lernens.

 

StudySmarter unterwegs
(v. l.) Till, Simon und Christian von StudySmarter

So, wie du es erzählst, mag man meinen: Das ist alles ganz easy. Aber so ein riesen Projekt  stellt einen als studentischen Gründer sicher auch vor große Herausforderungen, oder?

Klar, problematisch waren die begrenzten Ressourcen, denn wir wollten eine Plattform bauen, die den ganzen Lernprozess unterstützt und nicht nur eine Funktion beinhaltet. Aber wir habe es gemeistert: effizienter Organisationsform, sehr vieler langer Nächte und großartiger Unterstützung sei Dank.

Mittlerweile steht die Plattform, der Entwicklungsprozess ist aber ein Fortlaufender. Wie bekommt ihr trotzdem alles unter einen Hut – das Lernen für die Uni und die Bewältigung der anstehenden Aufgaben? Ihr habt doch sicher schon einiges für 2018 geplant, oder?

Wir legen aktuell den Fokus ganz klar auf StudySmarter! Denn in den letzten Monaten haben wir gesehen: Wir haben wirklich die Chance, das Leben aller Studierender in Deutschland zu verbessern und einfacher zu machen!

„Unser Appell an alle Gründungswilligen: Traut euch! Es wird nie die ideale Idee oder den idealen Zeitpunkt geben, aber ihr werdet es sicher nicht bereuen. Die gemachten Erfahrungen sind wirklich einzigartig und werden euch das ganze Leben weiterhelfen. Für uns ist das Gefühl, wenn die ersten User die eigene Plattform tatsächlich nutzen, unschlagbar!“

Unternehmerisch haben wir in diesem Jahr einiges geplant: die Intelligenz der Plattform erhöhen, die Mobile-App veröffentlich und neue Features, um den Lernprozess optimal zu unterstützen, sowie die Erweiterung der Community stehen dabei ganz oben auf der Agenda.

Noch abschließend die Frage: Inwieweit helfen euch eure theoretischen Grundlagen aus dem Studium, für die ihr Zeit und Lernaufwand investiert habt, bei der Arbeit und wie viel ist „learning by doing“?

Simon Hohentanner
Simon Hohentanner ist Co-Founder und COO bei StudySmarter.

Es ist immer eine Kombination. Das Wissen aus dem Studium bietet ein sehr gutes Grundgerüst und man weiß auch meist, wo man nachschlagen muss. Sehr hilfreich waren zudem die Erfahrungen aus diversen Praktika, weil man dort bereits an unterschiedlichen Projekten mitgearbeitet hat. Natürlich wird man auch mit einer Reihe Herausforderungen konfrontiert, die man noch nie gesehen hat. Da muss man dann improvisieren. Aber genau das macht den Reiz der Gründertätigkeit aus: Man weiß nie, was einen morgen erwartet. 

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