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careerloft zu Gast bei der SAP in Walldorf

Sonnig, spannend und sehr zu empfehlen

Pola Moitroux 09.11.2012

 

Tim Fahrendorff bei SAP in Walldorf
Tim vor dem SAP-Gebäude in Walldorf
Tim (Foto oben) und ich machten uns Mitte Oktober auf den Weg von Berlin nach Walldorf, um der SAP AG einen persönlichen Besuch abzustatten. Wir reisten bereits am Abend vorher an, um am Dienstag genug Zeit zu haben, den führenden Anbieter von Unternehmenssoftware ganzheitlich unter die Lupe zu nehmen.

Die SAP AG mit Stammsitz in Walldorf hilft ihren 195.000 Kunden weltweit rentabler zu wirtschaften sowie innovativ und nachhaltig zu wachsen. Der Besuch bei dem Technologie–Riesen wurde zu einer echten Herausforderung, da wir uns viel vorgenommen hatten: Sechs Interviewpartner und die Besichtigung des kleinstadtartigen SAP Areals mit mehr als 12.000 Mitarbeitern an einem Tag. Dies und viele kleine Technik Spielereien zwischendurch haben diesen Vor-Ort-Besuch zu einem wahren „Run“ werden lassen. 

Sales-Trainee bei der SAP

Unsere erste Gesprächspartnerin an diesem Tag war Simone Krautschneider, die zurzeit ihren Sales Trainee bei der SAP macht. Sie beantwortete uns die brennende Frage, ob man grundsätzlich IT-Kenntnisse für einen Job bei der SAP mitbringen muss mit einem beruhigenden Nein. Sie erklärte uns ausführlich, dass eine IT-Affinität sicherlich von Vorteil sei, man aber alles weitere über Mobility und IT-Innovationen im Lauf der Zeit in persönlichen Gesprächen mit Kollegen und Experten lernt. Abhängig ist das natürlich von der Abteilung und Stelle, so finden natürlich auch die wahren IT-ler unter Euch weiterhin einen Platz in Walldorf – jedoch auch BWL-er und alle anderen Fachrichtungen. 

Im Gespräch berichtete uns Simone von den Vorzügen eines Traineeship bei der SAP, wie z.B. von der lockeren Atmosphäre innerhalb des Konzern, der open door policy, sowie dem unbefristeten Vertrag, den jeder Trainee bekommt, wenn er den Bewerbungsprozess (Bewerbung, Telefoninterview, Assessment-Center) erfolgreich bestanden hat. Aus eigener Erfahrung erzählte sie, dass Offenheit, Kommunikationsbereitschaft sowie Auslandserfahrung ausschlaggebende Vorteile bei einer Bewerbung sind.

Talentsuche bei der SAP

Genau zu diesem Thema trafen wir kurze Zeit später Susan Bor, Global Recruiting HR Operations, die seit einigen Jahren für die Talentsuche bei der SAP AG verantwortlich ist. Wir trafen sie in einem der Kreativräume, in denen sich Teams zum Brainstorming und Entwickeln treffen können. Es sah aus wie ein großes, buntes Spielzimmer voller Flipcharts, bunter Zettel, Designhocker und einem Schrank voller 

Simone Krautschneider
Simone Krautschneider, Sales Trainee

Legosteine. Im Video seht ihr, dass wir das Interview mit der gebürtigen Schottin auf Englisch hielten. Durch den globalen Charakter der SAP ist die Weltsprache längst auch Firmensprache geworden. Am Standort wechselt man je nach Bedarf zwischen Deutsch und Englisch. Susan Bors Team ist über die ganze Welt verstreut; so sehr, dass man bei den regelmäßigen Teammeetings mindestens eine Person im Pyjama vorfindet.

Die Talentsuche beschreibt sie bildhaft als einen Prozess, den man auch gut mit Dating vergleichen kann. Es geht nicht mehr nur um die harten Fakten des CVs, der „Fit“ ist immer entscheidender – und zwar auf beiden Seiten. Es geht darum, dass sich sowohl Bewerber als auch Unternehmen gegenseitig intensiv kennenlernen müssen, bevor man eine Bindung eingehen kann. Hat man sich für SAP entschieden wird einem jedoch viel geboten. Durch die Globalität des Konzerns ist Reisen enorm wichtig; wer die Welt sehen will und sich dafür einsetzt, bekommt bei SAP auf jeden Fall die Gelegenheit dazu. Außerdem sei es wichtig, die Unternehmensphilosophie zu verstehen. Es gehe nicht darum, um jeden Preis Gewinn zu machen und dabei die Mitarbeiter auszubeuten. Mit Nachdruck stellt Susan Bor klar, dass sich die SAP für einen anderen Weg entschieden hat; die Motivation, die daraus entsteht etwas zu tun, um die Welt wirklich „besser laufen“ zu lassen, sei der eigentliche Erfolgsfaktor des Unternehmens. 

SAP und Nachhaltigkeit

Diesen Anspruch an die eigene Arbeit unterstrich dann unser nächster Interview-Partner, der sich im entfernten Gebäude 18 unseren Fragen stellte. Daniel Schmid ist seit 2009 Head of Sustainability Operations bei der SAP, nachdem er quasi über Nacht das Angebot bekam, die SAP zu einem vorbildlichen, nachhaltigen Unternehmen zu machen. Seitdem entwickelt er verschiedene Strategien um alle Dimensionen der Nachhaltigkeit anzusprechen. Bei SAP stehen drei Dimensionen im Vordergrund: Die Wirtschaftliche, die Ökologische und die Sozial-Gesellschaftliche. Anhand von verschiedenen Indikatoren (Mitarbeiterzufriedenheit, Treibhausgasemissionen, Energieverbrauch, etc.) wird jedes Quartal gemessen, ob und wie weit die Zielsetzung eingehalten wird. Der Bericht dazu wird für alle Interessenten auf www.sapsustainabilityreport.com  veröffentlicht.  

Projekt in Afrika

Besonders ein Projekt im Norden Ghanas beeindruckte uns nachdrücklich, da der Erfolg dieser Idee sehr überzeugend ist. Die Nüsse des dort wachsenden Sheanuss-Baum werden seit Jahren von Frauen gesammelt und an den Erstbesten im Dorf verkauft. Seit ein paar Jahren unterstützt SAP zusammen mit der NGO „Planet Finance“ die Frauen vor Ort mit einfacher Software (läuft auf einem Handy) und gibt ihnen somit die Möglichkeit, Preise zu vergleichen und Teil der internationalen Wertschöpfungskette zu sein. Ihr Einkommen wurde bereits im ersten Halbjahr um bis zu 80% gesteigert. Dieses Projekt zeigt, dass SAP nicht nur Software für komplexe Unternehmensanforderungen entwickelt, sondern auch simple Lösungen für Menschen, die über das Niveau an Bildung und Technologie verfügen wie wir in Deutschland.

Justina Kurzawa, Ayodele Ogunsulire und Matthew Lara
Billard-Match mit Justina Kurzawa, Ayodele Ogunsulire und Matthew Lara

Dieses Herangehen ist sinnbildlich für die generelle Mentalität bei der SAP. „Das kriegen wir hin“, sagte Daniel Schmid, sei die grundsätzliche Einstellung und „nötig für Kreativität und Innovation“. Er spricht von Fehlertoleranz und einem gesunden Herausfordern unabhängig von Hierarchie und Seniorität bei der SAP. Grundsätzlich sieht er die größte Gefahr des Erfolgs in dem Erfolg der Vergangenheit und appelliert hiermit an den Ansporn, Werte beizubehalten und gleichzeitig gemeinsam mit der Marke im Rücken innovativ und kreativ zu sein. 

Gespräch mit Werkstudenten

Die letzten Stunden an diesem Tag waren reserviert für die Generation Y höchstpersönlich: Werkstudenten Justina Kurzawa und Ayodele Ogunsulire sowie Matthew Lara, Praktikant. Die drei waren ein bunt zusammen gewürfelter Haufen aus verschiedenen Abteilungen und erzählten ohne Blatt vor dem Mund über ihre Erlebnisse bei SAP. Sie überhäuften ihren Arbeitgeber mit Lob und merkten lediglich an, dass die Menge an Meetings ab und zu mal den Rahmen sprenge, was sich aber ja bei einem so großen, dezentralen und globalen Großkonzern nicht wirklich vermeiden ließe.  Abschließend forderten wir die drei in einem der vielen „Beschäftigungsräume“ noch zu einer Partie Tisch-Kicker heraus, bevor Philipp uns noch die letzten überzeugenden Argumente von SAP lieferte: Die eigene Einkaufsmall, den Tennisplatz, den Beachvolleyballplatz sowie das hauseigene Fitnessstudio. 

Die Besichtigungstour endete dann am Bahnhof in Walldorf, wo wir geschafft aber beeindruckt in den Zug fielen. Die SAP hat uns einen sehr authentischen Einblick in ihre Welt gegeben und wir bedanken uns bei allen Anwesenden für den tollen Tag!

Liebe Grüße, 

Tim & Pola

Tim Fahrendorff, Pola Moitroux und Matthew Lara
Die Loftikanten Tim und Pola mit Matthew Lara