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Planer mit Improvisationstalent: Nicolay Merkt, Geschäftsführer von Fashion ID, im Interview

Zwei Dinge ziehen sich durch den beruflichen Werdegang von Nicolay Merkt: seine Heimatstadt Köln und das globale Netz. Herr Merkt entdeckte bereits während seines Jura-Studiums an der Universität zu Köln das aufkommende Internet für sich. Nach Stationen bei verschiedenen Startups, einem Softwarehersteller und der Deutsche Post DHL Group, wechselte der Volljurist 2014 zu Peek & Cloppenburg. 2015 wurde er zudem Geschäftsführer der Fashion ID GmbH & Co. KG.
Nicolay Merkt, Geschäftsführer der Fashion ID GmbH & Co. KG
Nicolay Merkt, Geschäftsführer der Fashion ID GmbH & Co. KG

 Wir sprachen mit Nikolay Merkt über seine Arbeit bei Fashion ID, die Herausforderungen im Online-Modehandel und den perfekten Kandidaten für Peek & Cloppenburg.

Planung oder Improvisation. Was ist in Ihrem Job häufiger gefragt?

Als Geschäftsführer ist es meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass eine sorgfältige Planung die Grundlage unserer Arbeit im Unternehmen ist. Ab und an muss ich natürlich in meiner Rolle kurzfristig „Feuer löschen“ und schnell Entscheidungen fällen. Wo die Planung fehlschlägt, ist also echte Improvisation gefragt – das sollte aber eher die Ausnahme als die Regel sein.

Wie sieht Ihr Arbeitstag bei Fashion ID aus?

Ich habe viele Termine als Schnittstelle in die Organisation der übrigen Unternehmensgruppe, nehme an Lenkungsausschüssen und Projektkoordinationsmeetings teil. Außerdem bin ich nach wie vor für die operative Steuerung des Produktmanagements in der Fashion ID verantwortlich.

Wie hebt sich Fashion ID von anderen Online-Shops ab?

Wir bieten ein hochgradig kuratiertes Sortiment und machen damit Modekompetenz erlebbar. Diesen Ansatz kombinieren wir mit hoher Kundenfreundlichkeit: Bei Fashion ID gibt es keine Hin- und Rückversandkosten, wir bieten eine kostenlose Hotline und schnelle Lieferzeit – die allermeisten Lieferungen sind bereits am nächsten Tag beim Kunden.

Was sind die Herausforderungen des Online-Modehandels?

Die Retourenquote von Bestellungen ist eine der zentralen Herausforderungen. Wir setzen hier aber dennoch auf kundenorientierten Service und erheben auch für den Rückversand keine Versandkosten. Abgesehen davon ist die Konkurrenz im Online-Modehandel sehr groß und der Wettbewerber „nur einen Klick entfernt“. Dementsprechend muss an stets ein attraktives Sortiment, gute Preise und eine nutzerfreundliche Webseite besitzen – was uns glücklicherweise sehr gut gelingt.

Warum ist P&C gerade für Männer ein interessanter Arbeitgeber?

Warum denn nicht? Wer sich für Mode und Handel begeistern kann, findet bei uns sicherlich eine passende und spannende Aufgabe, zum Beispiel im Controlling, in der Logistik, im Bereich Technology oder auch bei Fashion ID – ganz egal, ob Mann oder Frau.

Welche Eigenschaften sollte ein potenzieller Kandidat für Peek & Cloppenburg auf jeden Fall mitbringen?

Uns ist wichtig, dass sich ein Bewerber gut ins Team einfügt. Dazu muss er Leidenschaft für unsere Themen mitbringen und bereit sein, die berühmte „Extrameile“ zu gehen. Außerdem sollte der Kandidat ein Auge für Details mitbringen und präzise arbeiten. Handel ist Wandel: Ein Bewerber sollte also nie die Erwartung haben, dass das, „was man immer schon gemacht hat“, auch morgen noch Gültigkeit hat.

Welchen Tipp haben Sie für unsere Studenten?
Follow your heart: Habt keine Angst, neue und eigene Wege zu gehen und Dinge auszuprobieren, auf die ihr jetzt Lust habt. Die Chance kommt vielleicht nie wieder.

Vielen Dank für das Interview!