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Wenn der Wirtschaftswissenschaftler plötzlich zum Exoten wird

Irena Ackfeld 07.01.2015
Warum ein Pharma- und Chemiekonzern auch für WiWis interessant sein kann? Darüber berichtet Loftikantin Irena:

Einem Studenten der Wirtschaftswissenschaften stehen in der Industrie viele Karrierewege offen – aber eine Laufbahn in einem Pharma- und Chemiekonzern einzuschlagen, erscheint für die meisten WiWis auf den ersten Blick dann doch abwegig. Dass es das aber keinesfalls sein muss, erfuhren careerloft-Mitglieder kürzlich von unserer careerloft-Ansprechpartnerin bei Merck, Janika Pickartz, im Merck Webinar für Wirtschaftswissenschaftler. Dazu hatte sie sich tatkräftige Unterstützung aus dem Konzern mitgebracht: Gemeinsam mit drei Wirtschaftswissenschaftlern stellte sie verschiedene Karrierepfade im Konzern vor.

„Viele dumme Fragen an viele nette Kollegen stellen."

So etwa Daniel Szabo, DirectorStrategic Planning & Innovation Management bei Merck Millipore. Für die Pharma- und Chemiebranche hat sich der ehemalige VWL und International Business Student eher zufällig entschieden: Als er 2010 nach einem Praktikum im Bereich Business Development suchte, fand er eine interessante Stelle bei Merck. Dem Praktikum folgte ein Angebot zur Übernahme – ein klassischer Weg. Daniel rät Studenten daher dazu, unbedingt Praktika zu machen: „Denn auch in einem Großkonzern gilt: ist man einmal bekannt, ist der Einstieg wahrscheinlicher – auch dann, wenn man eigentlich fachfremd ist.“ Heute unterstützt Szabo selbst Merck-Praktikanten. Seine Schützlinge betreuen als eine Art selbständige Berater eigenständig kleine Projekte und müssen deshalb von Anfang an dazu bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Dass er als Nicht-Naturwissenschaftler zügig auch in komplexe Themen der Chemie- und Pharmabranche einsteigen musste, war für Daniel übrigens kein Problem: „Ich habe einfach viele dumme Fragen an viele nette Kollegen gestellt.“ 

Wirtschaftswissenschaftler als Exoten: Loftikantin Irena beim Webinar mit Merck
Loftikantin Irena beim Webinar mit Merck

„Macht einen guten Job, alles Weitere kommt von selbst.“

Sabrina Hufnagel entschied sich nach ihrem Abitur für ein Studium bei Merck: In Darmstadt ließ sie sich innerhalb von drei Jahren zur Diplom-Betriebswirtin ausbilden. Nach dem Abschluss wechselte sie in den Einkauf, zunächst in den Bereich IT. Dann über kurze Umwege in den Bereich des operativen Einkaufs. Dort ist sie heute als Teamleitung tätig und trägt die Verantwortung für 14 Mitarbeiter. Dass man Führung nicht über Nacht lernt, weiß man bei Merck: Vor dem Einsatz als Teamleitung, besucht jeder Mitarbeiter ein Förderprogramm für junge Führungskräfte. Sabrina nimmt außerdem an einem unternehmensübergreifenden Mentoring Programm speziell für weibliche Führungskräfte teil. Jungen Bewerbern empfiehlt sie, die eigenen Chancen realistisch einzuschätzen: „Greift nicht sofort nach den Sternen! Wenn Ihr nach dem Einstieg einen guten Job macht, kommt alles Weitere von selbst.“ 

„Werte spielen im Familienunternehmen Merck eine große Rolle.“

Der Karriereweg von Alexander Lind verlief ganz anders: Nach dem Abitur ließ er sich zunächst für einige Jahre bei der Bundeswehr verpflichten und wechselte dann ins BWL-Studium mit Schwerpunkt Finanzen und Logistik an der Universität in Mannheim. Alexander betont vor allem die Internationalität von Merck: Dank  eines Auslandspraktikums in Asien und eines Aufenthalts in Boston – während seines Traineeship bei Merck – konnte er bereits verschiedene Lebens- und Arbeitskulturen kennenlernen. Und auch heute ist sein Alltag als Manager im CFO Office international geprägt: „Es gibt Merck Standorte in über 60 Ländern, da finden fast alle Meetings auf Englisch statt.“ Trotz Unternehmensgröße und Notierung an der Börse merkt er übrigens täglich, dass Merck ein Familienunternehmen ist: „Im Konzern herrscht ein familiäres Klima, alle ziehen an einem Strang – und Werte spielen eine große Rolle.“

Wenn du diese Lebensentwürfe interessant findest, sind vielleicht der Direkteinstieg nach einem Praktikum oder das Traineeprogramm bei Merck etwas für dich. Aber auch eine Werkstudententätigkeit, das Schreiben deiner Abschlussarbeit oder Doktorarbeit sind möglich und werden bei Merck attraktiv vergütet – denn der Konzern bezahlt nach Chemietarifvertrag. Offene Stellen bei Merck findest du hier.

Liebe Grüße, ich freue mich aufs nächste Mal!

Irena