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Von Darmstadt einmal durch die Welt: Das GOglobal Program Finance bei Merck

Sarah Grewing 18.08.2016
Muss ein Job im Accounting oder Controlling trocken sein? Nein, ganz und gar nicht. Fabian erzählt von seinen vielfältigen Arbeitsstellen und wie er schließlich in China gelandet ist.

Fabian Braun ist 32 Jahre alt und schon seit sieben Jahren bei Merck. Angefangen hatte er im GOglobal Graduate Program Finance, das Trainee Programm im Bereich Accounting und Controlling. Nun lebt und arbeitet er bereits seit zweieinhalb Jahren in Peking.

Fabian, wie bist du zu Merck gekommen?

Das Traineeprogramm im Bereich Accounting und Controlling war für mich sehr attraktiv, denn neben einem Jahr in Darmstadt, verbringt man ein weiteres Jahr im Ausland. Außerdem finde ich es gut, dass Merck ein Familienunternehmen ist. Hier wird keine kurzfristige Perspektive verfolgt, sondern langfristig gedacht, um den Unternehmenserfolg zu sichern. Trotzdem merkt man, dass hier eine große Dynamik vorherrscht. Das gilt nicht nur für China, wo ich ja aktuell arbeite, sondern für das ganze Unternehmen.

Verrätst du uns, wo du bisher gearbeitet hast?

Fabian Braun, Merck
Fabian Braun

Im ersten Jahr des Traineeprogramms war ich in Darmstadt in unterschiedlichen Abteilungen im Finanzbereich, danach bin ich für ein Jahr nach Frankreich gegangen und habe dort das Produktionscontrolling für drei lokale Produktionsstandorte betreut. Als ich nach Darmstadt zurück kam war ich erst einmal im Subsidiary Controlling tätig, bis sich der Übergang zu Finance Operations ergab. Dort war ich für Legal Entity Projekte in Afrika, dem Mittleren Osten und Asien zuständig. Aktuell arbeite ich in Peking und betreue dort unter anderem unsere Investitionsprojekte im Healthcare und Life Science Bereich.

Man sieht, ich bin schon ziemlich viel herum gekommen und habe auch schon mit erdenklich vielen Ländern zusammengearbeitet. Das GOglobal Programm hat seinen Namen redlich verdient.

Wie ging es nach dem Trainee Programm für dich weiter?

Nach den zwei Jahren Traineeprogram habe ich zunächst wieder in Darmstadt im Finanzbereich gearbeitet. Wesentlicher Fokus war auf Legal Entity Projekten in Afrika – zum Beispiel in Kenia, Ghana, oder Äthiopien –als auch verschiedenen Investitionsprojekten in China. Nach circa zweieinhalb Jahren im Headquarter fragte ich meinen damaligen Chef, ob es für mich eine Möglichkeit geben würde, nochmals ins Ausland zu gehen. Und schon knapp zwei Monate später hatte ich drei verschiedene Angebote auf dem Tisch. Ich konnte wählen zwischen Singapur, China und unserem Hub in Tunesien – und entschied mich schließlich für den Job in Peking. Das war eine sehr positive Erfahrung für mich, denn ich bekam die Möglichkeit, das zu tun, was ich wollte und mich weiterzuentwickeln.

Auf welches Projekt oder Erfolg bist du besonders stolz?

Das wäre wohl der Aufbau der Produktionsstätte für Healthcare in Nantong, China. Als ich erstmals den Standort besuchte, war dort, wo unsere Produktionsstätte heute steht nur ein leeres Feld. Wir haben damals mit sieben Mitarbeitern in einem 60-Quadratmeter-Büro angefangen. Heute steht dort eine voll einsatzfähige Produktion mit 180 Mitarbeitern, 2018 werden es schon 400 sein. Das zu meistern hat natürlich nur durch einen enormen Teamgeist geklappt. Es war eine einzigartige Erfahrung so ein Projekt begleiten zu dürfen.

Für meinen direkten Verantwortungsbereich ist das der Aufbau unseres lokalen Finanzteams in Nantong und das Aufsetzen des Projektcontrollings.

Was würdest du sagen macht eure Abteilung aus?

Trotz eines extrem dynamischen Umfelds haben wir einen sehr guten Zusammenhalt im Team. Vor allem, wenn man gerade denkt, es klappt nicht, funktioniert es am Ende immer doch irgendwie, weil alle an einem Strang ziehen. Der Umgang miteinander ist immer sehr respektvoll und partnerschaftlich. Hier zählt echter Teamspirit!

Was hast du im letzten Jahr spannendes dazugelernt?

In Peking haben wir letztes Jahr ein neues Bürokonzept etabliert. Wir haben keine festen Arbeitsplätze mehr, sondern stattdessen nun eine Clean Desk Policy mit flexiblen und verschiedenen Arten von Arbeitsplätzen. Dieses Projekt habe ich geleitet, obwohl ich eigentlich im Finanzbereich tätig bin.

Es ging darum das neue Office-Konzept zu entwickeln und das Projektmanagement durchzuführen. Sehr wichtig war dabei das Thema Change Management. Wenn man von einem eigenen Tisch zu einem komplett flexiblen Büro übergeht, ist das für die Mitarbeiter und insbesondere auch das Senior Management eine große Veränderung.

Ich freue mich jeden Tag, wenn ich in unser Office in Peking komme, da es einerseits der Dynamik des chinesischen Marktumfeldes Rechnung trägt, andererseits aber auch unsere offene und dynamische Unternehmenskultur reflektiert.

Was gefällt dir besonders gut bei Merck und was macht dir an deinem Job nicht ganz so viel Spaß?

Wenn ich auf die letzten sieben Jahre zurückblicke, hat sich hier bei Merck sehr viel gewandelt. Auch wenn es manchmal schwierig war, war es ein sehr positiver Wandel in meinen Augen. Dieser Wandel reflektiert sich vielleicht am besten in unserem neuen Branding, das bunt, farbenfroh und frisch ist. Andererseits aber auch in vielen neuen Projekten und Initiativen die angestoßen wurden. Diese besondere Atmosphäre wie auch die vielfältigen Projekte, an denen ich beteiligt war und die teilweise auch Bestandteil dieser Veränderung sind, machen es so spannend, hier zu sein.

Was mir nicht so viel Spaß macht? Ich würde sagen die Luftwerte, die manchmal in Peking herrschen.

Wie kommst du denn normalerweise zur Arbeit?

In Peking nehme ich den Bus, auch wenn mich dafür manche Kollegen für verrückt erklären. Bei Taxifahrten ist es mir schon zweimal passiert, dass der Fahrer am Steuer eingeschlafen ist. Das mache ich daher nur ungern. Die U-Bahn ist meist zu voll und im Bus passieren wenigstens immer spannende Sachen. So kann man schon auf dem Weg zur Arbeit die Dynamik der Stadt erleben, das gefällt mir ganz gut.

Wie geht es nun weiter für dich?

Im Sommer komme ich wieder zurück nach Deutschland und werde eine neue Position im Headquarter übernehmen. Nach den chinesischen Metropolen freue mich wieder auf die „kleineren“ Städte in Deutschland. Man kann überall hin laufen und ist schnell in der Natur zum Joggen. Und natürlich freue ich mich auch schon wieder auf mein Lieblingsessen in der Darmstädter Kantine: Linsensuppe mit Rindswurst. Das habe ich in China bisher noch nicht gefunden.

Weitere Informationen zum Programm gibt es hier.

Oder informier dich persönlich und unkompliziert im Webinar mit Merck am 15. September 2016. Melde dich noch bis zum 14. September an!