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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Christian Focken 02.05.2018
Gute und gesunde Lebensmittel konsumieren, wer will das nicht. Entsprechend kritisch prüfen viele Verbraucher, was sie sich in den Einkaufswagen legen. Die Skepsis ist verständlich, denn selbst in hochentwickelten Ländern wie Deutschland sorgen Lebensmittelskandale immer wieder für Aufregung. Unser Partnerunternehmen Merck hat Analyseverfahren entwickelt, um Nahrungsmittel sicherer zu machen. 
Mann in weißem Kittel schaut prüfend auf Flüssigkeit in Reagenzglas

Schon zu den „Skandal-Klassikern“ gehören Salmonellen in Eiern, die trotz des Befalls in den Handel gelangen. Im Oktober 2017 war das großflächig der Fall. Kurz zuvor hatte das Pflanzengift Fipronil in Deutschland für Schlagzeilen gesorgt, weil Millionen belastete Eier in den Umlauf kamen. Schleichend, aber nicht weniger gefährlich ist die zunehmende Verunreinigung von Grund- und Trinkwasser durch Mikroplastik. Die Partikel sind so klein, dass man sie mit bloßem Auge nicht erkennen kann. Und auch beim Geschmack gehen die Alarmglocken nicht an. Dauerhaft aber können sich die Teilchen im menschlichen Körper ablagern und dort für bleibende Schäden sorgen.

Anzahl der Lebensmittelrückrufe steigt

Nehmen die Skandale in Deutschland zu und die Qualität der Lebensmittel ab, obwohl immer mehr Verbraucher auf Bioprodukte setzen und sich bewusster ernähren? Die Organisation Foodwatch konnte diesen Anstieg in einer Studie nun bestätigen. Mehr als 500 Mal haben Unternehmen in den vergangenen Jahren ihre Produkte aus dem Handel zurückrufen müssen. Die Vorfälle scheinen sich auch in den Köpfen der Verbraucher festzusetzen: Rund 49 Prozent gaben im Juli 2017 bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid an, dass die Qualität der Lebensmittel abnehme.

Auch Trinkwasser muss ständig kontrolliert werden. In Deutschland zum Beispiel gilt seit dem 1. November 2011, dass der Grenzwert von 10 Mikrogramm Uran pro Liter nicht überschritten werden darf. Erwachsene sind so ausreichend geschützt, für Säuglinge und Kleinkinder ist der Wert allerdings zu hoch angesetzt. Für sie könnte sowohl die Radioaktivität als auch die chemische Giftigkeit des Schwermetalls, das etwa die Nieren schädigt, bei entsprechender Trinkwasserbelastung eine Gefahr darstellen.

Krankwerden durch Lebensmittel

Ist es eine realistische Gefahr, durch Lebensmittel in Deutschland krank zu werden? Das Bundesamt für Risikobewertung meldet zumindest jedes Jahr rund 200.000 Krankheitsfälle, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Lebensmittelübertragungen zurückgehen. Beim Blick über die Landesgrenzen bekommt das Thema Lebensmittelsicherheit allerdings eine ganz andere, alarmierende Dimension: Denn nach UN-Angaben sterben weltweit rund 420.000 Menschen an Infektionen durch verseuchte Lebensmittel. Und allein 125.000 von ihnen sind Kinder.

Porträtfoto von Merck-Mitarbeiter Dieter Tanzer
Dieter Tanzer, Head of Analytical R&D bei Merck

Das Bewusstsein für gesunde Lebensmittel aber wächst nicht nur in den klassischen Industrienationen. In Indien zum Beispiel musste sich ein Lebensmittelkonzern vor Gericht verantworten, der ein Instantnudelgericht auf den Markt gebracht hatte, in dem verschiedene bedenkliche Substanzen wie Blei, Asche und der Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat nachgewiesen wurden. Eine Strafzahlung war die Folge. „Vor allem in Ländern wie China wird das Thema Lebensmittelsicherheit als immer wichtiger wahrgenommen“, sagt Dieter Tanzer, Head of Analytical R&D beim careerloft-Partnerunternehmen Merck. Gleichzeitig kommen weltweit immer mehr Chemikalien in der Lebensmittelproduktion zum Einsatz. Dieses und andere Probleme bei der Herstellung von Lebensmitteln machen nicht an den Landesgrenzen halt. Denn die Globalisierung mit ihren globalen Lieferketten macht aus einem nationalen Problem schnell ein Internationales.

Merck hilft mit Analyseverfahren

Ein wirksames Mittel, um die Gefahren zu minimieren, sind unabhängige Kontrollen und Analysen, die Qualität und Unbedenklichkeit von Lebensmitteln sicherstellen. Solche Verfahren werden von Merck entwickelt und von Unternehmen der Lebensmittel-, Arznei-  oder Getränkeindustrie eingesetzt. Sie können so schnell und einfach chemische Rückstände wie Pestizide und Mykotoxine feststellen, aber auch mikrobiologische Krankheitserreger wie Salmonellen oder Listerien. „Eine schnelle Analysemethode ist vor allem für Screenings geeignet. Beispielsweise kann man so Nitrat im Trinkwasser nachweisen. Mit einem Teststreifen lässt sich schnell überprüfen, ob der Wert im gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen ist“, sagt der Merck-Spezialist Tanzer.  

Willst du als Naturwissenschaftler Verantwortung übernehmen?

Wenn auch du für sichere Lebensmittel sorgen möchtest, bist du bei Merck genau richtig. Vielleicht hast du ja schon erste Erfahrungen als Praktikant oder in ähnlicher Position gesammelt. Bei Merck erwarten dich spannende Aufgaben und hervorragende berufliche Perspektiven. Alle aktuell ausgeschriebenen Stellen findest du auf der Karriereseite von Merck.

Steckbrief Dieter Tanzer

Name: Dieter Tanzer
Aktuelle Position: Head of R&D Advanced Analytical im Life Science Bereich, Applied Solutions
Bei Merck seit: 1991
Darum habe ich mich für Merck entschieden: In meiner Diplom- und Doktorarbeit habe ich bereits sehr viele instrumentelle analytische Methoden eingesetzt, die eine ausgesprochen hohe Qualität an Reagenzien erfordern und die Merck sehr zuverlässig bereitgestellt hat. Aufgrund des guten Rufs war Merck für mich schon während meiner Ausbildung die erste Wahl.
Meine aktuelle Aufgabe: Als Leiter einer Forschungs- und Entwicklungsarbeit Im Life Science Bereich bin ich für ein Team von circa 90 Personen zuständig, die auf fünf Standorte weltweit verteilt sind. Wir entwickeln Produkte für die Umwelt- und Lebensmittelsicherheit und unterstützen einen Geschäftsbereich mit einem Umsatz von einer halben Milliarde Euro.
Was ich besonders an meinem Job schätze: Die Vielfalt der Themen, die neben der Technologie- und Produktentwicklung mit seinen vielen Facetten auch die Unterstützung von Produktion, Marketing sowie Vertrieb umfasst. Besonders schätze ich dabei, dass wir mit unseren Produkten einen relevanten gesellschaftlichen Beitrag leisten können und wir den Erfolg unserer Arbeit direkt an der Kundenakzeptanz, der erfolgreichen Anwendung unserer Produkte beim Kunden, messen können.

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