DE EN

Sauberes Trinkwasser aus Leitung und Flasche: Merck ist Vorreiter der Wasseranalytik

Sarah Grewing 02.12.2016
Wasser – es sprudelt klar und frisch aus unseren Leitungen und wir können es bedenkenlos trinken, zumindest in den westlichen Industrienationen. In vielen anderen Ländern der Welt ist Wasser aus der Flasche als Trinkwasser unverzichtbar. Ob aus Leitung oder Flasche: Der Mensch braucht sauberes Wasser. Aber die Bandbreite der möglichen Verunreinigungen durch Mikroorganismen, organische und anorganische Stoffe ist riesengroß.
Merck, Life Sciences, Wasseranalyse
Mercks Lösungen und Anwendungen werden in der Trinkwasseranalyse und vielen weiteren Gebieten eingesetzt.

Schnelle und genaue Analysen sind gefragt. An ebensolchen arbeiten Dr. Cathrin Enke, Head of Franchise Analytical Point-of-Use, und ihr Team bei Merck. Seit 2011 ist die Expertin für Biochemie und Molekularbiologie, die unter anderem in Jena, Oxford und Marburg studierte, für Merck tätig. Mercks Lösungen und Anwendungen werden in der Trinkwasseranalyse und vielen weiteren Gebieten eingesetzt, etwa in Lebensmittelproduktionen, Wasserwerken oder Industrieanlagen. Ganz vorne dabei sind die photometrischen Testsysteme, die chemische Tests und Messgeräte beinhalten, zum Beispiel die Spektralphotometer-Familie Spectroquant® Prove.

Dr. Enke, welche Ziele verfolgt Merck mit der Produkt-Familie Spectroquant® Prove in wissenschaftlicher und unternehmerischer Hinsicht?

Wasser ist der Stoff des Lebens und wird uns im 21. Jahrhundert ähnlich stark beschäftigen wie der Zugang zu Lebensmitteln und Gesundheit. Die Fragen nach besserer Wasser-, Umwelt- und Lebensmittelanalytik werden weiter zunehmen. Dafür können wir unseren Kunden mit der Produkt-Familie Spectroquant® Prove hervorragende Problemlösungen anbieten. Als führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials nutzen wir unsere Synergien und liefern unseren Kunden ein attraktives Angebot für schnelle und einfache, aber auch umfassende Lösungen. Dazu entwickeln wir Chemikalien, Instrumente und Referenzmaterialien stets in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden.

Können Sie uns Einblicke in die Forschungs- und Entwicklungsprozesse neuer Produkte geben?

Wir adressieren den Umweltanalytik-Markt seit circa 40 Jahren mit unseren Chemikalien und Instrumenten und haben daher eine lange, positive Historie mit unseren Kunden. In den letzten Jahren haben wir unser Portfolio entlang der Markttrends und Innovationen kontinuierlich technologisch weiterentwickelt und die Bandbreite unseres Angebots ausgebaut. So haben wir etwa in der Spektralphotometer-Familie die neue Technologie der automatischen Erkennung von Küvetten im Schacht mittels Live ID entwickelt, um noch schneller und einfacher Ergebnisse zu liefern. Auch Markttrends wie Industrie 4.0 setzen wir mit der Vernetzung unserer Geräte und kabellosem Datentransfer um.

Dr. Cathrin Enke, Merck
Dr. Cathrin Enke, Head of Franchise Analytical Point-of-Use, Merck

Wie würden Sie die konkreten Vorteile von photometrischen Testsystemen gegenüber anderen Testverfahren zur Qualitätsprüfung von Wasser beschreiben?

Photometrie hat den Vorteil, dass die Methode universell für die Wasser-, Umwelt- und Lebensmittelanalytik einsetzbar ist. Während andere Methoden umfassende Probenvorbereitung benötigen und nicht in allen nötigen Konzentrationen Ergebnisse liefern können, kann die Photometrie dies abdecken. Ob nun Proben mit geringen Konzentrationen von Analyten vorliegen, wie zum Beispiel Bromat in Trinkwasser, oder hohe Konzentrationen zu messen sind, zum Beispiel CSB (chemischer Sauerstoffbedarf) in Abwasser: Unsere Testverfahren führen schnell und einfach zu einem Ergebnis. Zudem bieten wir zusätzlich zu unserem Spectroquant® Prove ein gesamtheitliches Angebot von Produkten an – von Testkits und Reagenzien bis hin zu Serviceleistungen wie der Bereitstellung von Parametern und Konzentrationen für sensitive Messungen.

Als globaler Anbieter für die Life-Science-Industrie entwickelt Merck unter anderem Lösungen für die Biotechnologie sowie Pharmaindustrie. Welche persönlichen Eigenschaften zeichnen die Mitarbeiter dabei besonders aus? Anders gefragt: Was ist ihr Antrieb, Neues zu entdecken?

Unser Antrieb ist es, Lösungen für die Probleme unserer Kunden anzubieten. Um uns ein umfassendes Bild ihrer Bedürfnisse zu machen, arbeiten wir eng mit ihnen zusammen. Wir betrachten zum einen die Anwendungen der Kunden und schauen zugleich sehr analytisch auf den Markt. Und wir wollen Maßstäbe setzen für eine innovative, technologiegetriebene Zukunft.

Das Spectroquant® Prove 300 Spektralphotometer ist für die Trinkwasser- und Getränkeanalyse optimiert. Sind diese neben der Analyse in Betriebsstätten auch für private Haushalte gedacht?

Wir richten uns mit unseren Paketen ausschließlich an professionelle Anwender, da diese zusammen mit Chemikalien und Lösungen verwendet werden, welche teils eingestuft und entsprechend entsorgt werden müssen. Zu unseren Kunden zählen große Industrien, kommunale Kläranlagen oder auch Thermalbäder. Privatpersonen profitieren somit indirekt von unseren Instrumenten, denn gute Wasserqualität in der Umwelt hat positive Auswirkungen auf uns alle.

Vielen Dank für das Interview!