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Karrieretipps für Naturwissenschaftler: die besten Tipps aus dem Webinar mit Merck

Karriere auch außerhalb des Labors – Naturwissenschaftler erhielten im Merck Webinar Tipps und Tricks zu Berufswahl und Bewerbung.

Denn Tatsache ist: Naturwissenschaftler haben zahlreiche Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt – auch abseits von Akademie und Forschung. Neben Tipps für die formale und inhaltliche Gestaltung von Bewerbungsunterlagen, erzählten Cathrin Enke, Global Product Manager, Christian-Hubertus Küchenthal, Head of Performance Material Business Services, sowie Matthias Zach, Berater Inhouse Consulting, von ihren Karrierepfaden und persönlichen Herausforderungen bei der Entscheidung gegen eine Laufbahn im Labor. Aber zunächst zu den Tipps und Tricks von Janika Pickartz, Employer Branding & Talent Sourcing bei Merck.

Naturwissenschaftler haben viele berufliche Optionen.
Naturwissenschaftler haben viele Optionen nach dem Studium.

1. Eine passende Stelle finden

Klingt logisch, ist aber nicht so einfach, wie viele denken. Naturwissenschaftler haben neben den klassischen Zielen Labor, Forschung und Entwicklung viele verschiedene Optionen. Gerade deshalb ist es wichtig, sich seine persönlichen Stärken und Schwächen bewusst zu machen und Ziele zu definieren. „Einen wichtigen Input liefern dabei Familie, Freunde und Bekannte. Sie schätzen eure Eigenschaften objektiver ein und können euch vielleicht auf Stärken hinweisen, die ihr selbst gar nicht bedacht habt“, erklärte Janika Pickartz den Teilnehmern. Mit den gewonnenen Einsichten könnt ihr euch anschließend online auf Karriereportalen und in Jobbörsen nach passenden Stellenangeboten umsehen. Infos zu Unternehmen erhaltet ihr wiederum auf den jeweiligen Unternehmenswebseiten oder Bewertungsportalen.

2. Das Anschreiben

Auch hier machen laut Janika Pickartz viele Bewerber vermeidbare Fehler. Ihre Tipps: „Die Unterlagen müssen unbedingt individuell an Unternehmen und Stellenprofil angepasst werden. Außerdem solltet ihr euch über die jeweiligen Unternehmensvorgaben für Bewerbungen informieren, kurz und knackig formulieren und euch auf das Wesentliche beschränken. Am Anfang des Anschreibens sollten diejenigen Eigenschaften und Erfahrungen angeführt werden, die euch besonders für die Stelle qualifizieren.“ 

3. Der Lebenslauf

Wohl der wichtigste Teil der Bewerbung, denn häufig werfen Personaler zuerst einen Blick auf den Lebenslauf, bevor sie sich überhaupt mit dem Anschreiben befassen. Gerade wenn ihr euch als Naturwissenschaftler auf eine eher untypische Position bewerbt, müsst ihr bereits hier überzeugen. Neben den Pflichtangaben solltet ihr daher unbedingt wichtige Stichpunkte aus der Stellenbeschreibungaufnehmen. Auch beigefügte Arbeitszeugnisse werden zum Teil erst gelesen, wenn der Lebenslauf vielversprechend ist. Zu bisherigen Tätigkeiten und Praktika solltet ihr hier also auch schon konkrete Aufgaben und Beispiele nennen. Hobbys und privates Engagement dürfen keinesfalls unterschätzt werden, denn sie vermitteln dem Recruiter einen Eindruck von eurer Persönlichkeit: „An dieser Stelle sollten insbesondere Nebentätigkeiten aufgeführt werden, die Qualifikationen für den Job mit sich bringen. Ein Kellnerjob erfordert zum Teil eine starke Belastbarkeit, die Tätigkeit als Babysitter zeigt Verantwortungsbewusstsein und die Mitgliedschaft im Verein ist ein Hinweis auf Teamfähigkeit“, erläuterte Janika Pickartz.

4. Das Bewerbungsfoto

Last but not least in der Bewerbungsmappe: Ein sympathisches Foto hinterlässt einen guten Eindruck, obwohl es keine Pflicht ist. Wenn ihr euch für ein Bild entscheidet, verwendet ein aktuelles, professionelles Foto, das zur angestrebten Position passt und auf dem ihr authentisch und gepflegt wirkt. 

5. Das Vorstellungsgespräch

Wenn eure Bewerbungsmappe überzeugen konnte, folgt sicher bald eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Das A und O für das erfolgreiche Bestehen ist hier der erste Eindruck. Janika Pickartz empfahl den Webinar-Teilnehmern für die Kleiderwahl: „Orientiert euch am besten an der zukünftigen Arbeitskleidung. Insgesamt sollte das Outfit sauber und gepflegt, nicht zu auffällig, aber doch etwas Besonderes sein. Mit einem schlichten und klassischen Business-Outfit kann man in der Regel nichts falsch machen.“

Für das Gespräch selbst – sei es persönlich oder telefonisch – ist das oberste Gebot: Vorbereiten! Informiert euch gut über das Unternehmen, stellt euch auf Fragen zu euren Unterlagen ein und überlegt euch bereits Antworten! „Wir wollen zum Beispiel erfahren, warum der Bewerber sich für ein bestimmtes Praktikum entschieden hat. Auch eventuelle Lücken im Lebenslauf können thematisiert werden und sollten plausibel erklärt werden können“, verriet Janika Pickartz. Auch für die berühmte Frage nach persönlichen Stärken und Schwächen hatte sie einen Tipp: „Klassische Antworten wie Perfektionismus oder Schokolade haben Personaler in der Regel schon unzählige Male gehört. Besser: Ehrlich sein, aber Schwächen nennen, die kein Ausschlusskriterium für die angestrebte Position darstellen!“

Weitere beliebte Fragen von Personalern lauten:

  • Was qualifiziert Sie aus Ihrer Sicht für die Stelle?
  • Was bringen Sie an Mehrwert für die Position/das Unternehmen mit?
  • Welche Anforderungen übererfüllen Sie?
  • Was war die kritischste Situation, in der Sie sich je befunden haben?
  • Was macht Merck für Sie als Arbeitgeber interessant?

Abschließend riet Janika Pickartz den Webinar-Teilnehmern, sich nicht unterkriegen zu lassen, den Bewerbungsprozess auch als „Learning and Development“ zu betrachten und sich auf Aufgaben und Herausforderungen einzulassen.