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Vorhang auf für die Praxisgruppe Immobilienwirtschaftsrecht bei Hogan Lovells in München

Martin Günther stieg im Jahr 2000 als Associate im Frankfurter Hogan Lovells Büro ein. 2003 folgte er dem Ruf nach München, wo er die Praxisgruppe Real Estate aufbaute. Schließlich erfolgte 2005 die Ernennung zum Partner. Im Interview sprach er mit uns über die Aufgaben der Praxisgruppe Real Estate, den Arbeitsalltag in diesem Bereich und die Eigenschaften, die man als potentieller Immobilienwirtschaftsrechtler mitbringen sollte.
 

Herr Günther, warum fiel Ihre Wahl auf Hogan Lovells?

Vorhang auf für die Praxisgruppe Immobilienwirtschaftsrecht bei Hogan Lovells in München
Martin Günther im Interview

Für Hogan Lovells habe ich mich aus Gründen entschieden, die auch nach 15 Jahren noch genauso aktuell und zutreffend sind: Mich reizt die Arbeit in einem angenehm menschlichen und zugleich höchst professionellen Umfeld, welches mir nach absehbarer Zeit auch eine unternehmerische Tätigkeit ermöglichte.

Wie ist das Team im Bereich Immobilienwirtschaftsrecht in München aufgebaut?

Immobilienwirtschaftsrecht zeichnet sich aus anwaltlicher Sicht durch zwei Eigenheiten aus: Zum einen können die Rechtsanwälte relativ kurz nach dem Berufsstart schon einfache Sachverhalte, zum Beispiel normale Mietverträge, selbstständig beraten.

Zum anderen werden für Transaktionen große Teams benötigt, um die Komplexität von An- und Verkäufen sowie Finanzierungen zu bewältigen. Neben zwei Partnern in München gibt es deutschlandweit noch weitere sieben Partner im Bereich Immobilienwirtschaftsrecht bei Hogan Lovells – und alle sind entsprechend mit größeren Teams unterwegs. Bei uns in München sind das zwei Partner, ein Senior Associate, ein Junior Associate, zwei Projects Associates und zwei wissenschaftliche Mitarbeiter.

Wie sieht der typische Arbeitstag eines Anwalts in Ihrem Team aus?

"Den" typischen Arbeitstag gibt es nicht: Transaktionen, die Mitwirkung an Immobilienfinanzierungen, Beratung von Mietverträgen oder Asset Management stellen jeweils ganz unterschiedliche Anforderungen. Es gibt Tage, an denen Verträge entworfen oder überarbeitet, Unterlagen geprüft, oder Telefonkonferenzen abgehalten werden.

Schon in den ersten Berufsjahren gibt es aber auch häufig Tage, in denen Besprechungen in der Kanzlei, auswärtige Verhandlungstermine oder Beurkundungen anfallen, was auch Reisen beinhaltet. Ab etwa dem zweiten Berufsjahr kommen dann noch der Besuch von einschlägigen Messen (zum Beispiel Expo Real), Fachtagungen oder interne Vortragsveranstaltungen hinzu.

Was war die außergewöhnlichste Immobilie, mit der Sie als Anwalt bisher zu tun hatten?

Es gibt natürlich Immobilien wie zum Beispiel „The Squaire“ in Frankfurt, die schon wegen ihrer Architektur und Technik großen Eindruck hinterlassen. Am ungewöhnlichsten war für mich aber eine Immobilie, die gar nicht zu unserem Kerngeschäft gehört: Wir haben den Erwerb einer großen Villa in bester See-Lage für einen reichen Privatmann begleitet. Das war jedenfalls das einzige Mal, dass wir bei der Ortsbesichtigung gleich mitgeholfen haben, die Vorhänge auszusuchen! Wie gesagt, wirklich nicht unser Kerngeschäft.

Vorhang auf für die Praxisgruppe Immobilienwirtschaftsrecht bei Hogan Lovells in München

Was bereitet Ihnen an Ihrer Arbeit besondere Freude?

Zuerst einmal: Alles was wir tun, können wir am Ende sehen und anfassen. Immobilien sind viel konkreter als viele andere anwaltliche Beratungsfelder. Wir sind nah an den Menschen der Immobilienbranche: Heute verhandeln wir vielleicht mit Investment Bankern, morgen mit Projektentwicklern und am Tag darauf mit einem konservativen Family Office. Überhaupt ist das Gespräch und die Verhandlung ein essentieller Teil unserer Arbeit.

Welches Wissen vermitteln Sie neuen Anwälten in Ihrem Team, die bisher noch wenig Berührungspunkte zu Ihrer Praxis hatten?

Zu verhandeln, Kompromisse und Lösungen zu finden, Menschen abzuholen und Interessengruppen zueinander zu bringen. Angesichts der Fülle von Dokumenten, Informationen und Verträgen, die wir bearbeiten, bringen wir den Kollegen außerdem frühzeitig bei, gut organisiert zu sein und technische Hilfsmittel optimal zu nutzen.

In der Praxisgruppe Real Estate haben wir den Anspruch, das gesamte Leistungsspektrum der Wertschöpfungskette in der Immobilienwirtschaft zu begleiten. Unsere inhaltlich breite Aufstellung wird im täglichen Arbeiten durch einen besonderen Lernprozess unterstützt: Wir arbeiten mit den verschiedenen Praxisgruppen, insbesondere Steuern, Corporate, Finance und Restrukturierung zusammen. Auch die Zusammenarbeit mit den internationalen Kollegen bringt einen persönlich weiter.

Welche Eigenschaften sollte ein potentieller Anwalt auf jeden Fall mitbringen?

Ideale Voraussetzungen für den Berufseinstieg bringt ein Bewerber bei zwei vollbefriedigenden Staatsexamina mit. Außerdem braucht man zumindest ausbaufähige Englischkenntnisse, sicheres Auftreten, Teamgeist und ein Selbstverständnis, das sich mit unseren Zielen verträgt: höchste Professionalität bei Freude an der Zusammenarbeit im Team.

Essentiell sind außerdem Genauigkeit und Disziplin: Wir bewegen sehr viele Dokumente, deren Erstellung und Prüfung auch dann präzise erfolgen muss, wenn der Anwalt gestresst oder die Arbeit auch mal nicht „Rocket Science“ ist. Genialität schadet im Real Estate überhaupt nicht – sie nützt aber nur, wenn auch inhaltliche Präzision und ein entsprechendes Durchhaltevermögen vorhanden ist. Und man darf sich keinesfalls zu fein sein, mit anzupacken.

Praktische Erfahrungen oder ein Studienschwerpunkt im Bereich Immobilienwirtschaftsrecht sind für eine Tätigkeit in unserem Team nicht erforderlich. Egal ob Praktikant, Referendar oder Rechtsanwalt: Jeder neue Mitarbeiter erhält eine intensive Einarbeitung in die Thematik und wird durch erfahrene Anwälte bei der täglichen Arbeit unterstützt.

Vielen Dank für das Interview!

Du interessierst dich für einen Einstieg im Bereich Immobilienwirtschaftsrecht? Aktuell hat Hogan Lovells deutschlandweit Vakanzen im Bereich Immobilienwirtschaftsrecht zu besetzen! Bitte gib bei deiner Bewerbung an, dass du über careerloft zur Stelle gefunden hast.

Übrigens: Hogan Lovells sucht zusätzlich für alle deutschen Standorte Referendare und wissenschaftliche Mitarbeiter: Hier findest du einen Überblick über die Stellenangebote von Hogan Lovells.