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Fresenius und ich – Mentee Aline Mittag berichtet über ihre Erfahrungen

Melanie Pölking 12.05.2015

Es war während des Bachelorstudiums der Wirtschaftswissenschaften, als Aline Mittag das Feld der Medizintechnik für sich entdeckte. Nach einem Praktikum im Bereich Medizin- und Sicherheitstechnik stand ihr berufliches Ziel fest: das Produktmanagement. Derzeit absolviert Aline den Masterstudiengang Bioentrepreneurship am Karolinska Institut in Stockholm, der auf die Gesundheitsindustrie spezialisiert ist. Bei Recherchen über Branche, Unternehmen und Einstiegsmöglichkeiten lief ihr auch Fresenius über den Weg. Wie es von da an – auch dank des careerloft-Mentorenprogramms – weiterging, erzählt sie euch am besten selbst:

Aline, wie bist du auf Fresenius und unser Mentorenprogramm aufmerksam geworden?

Nachdem mir klar war, dass ich gerne im Bereich der Medizintechnik arbeiten möchte, habe ich versucht, so viel wie möglich über diesen Wirtschaftszweig und seine Unternehmen zu erfahren, und so Fresenius entdeckt. Natürlich lag ein Praktikum nahe, aber ich wollte mehr, einen persönlicheren und individuelleren Weg, um Industriekontakte herzustellen. Da Fresenius ebenfalls auf careerloft verstreten ist, habe ich kurzerhand ein Profil angelegt und mich erfolgreich für das Förderprogramm beworben.

Mittlerweile bist du Mentee von Irene Quaranta, Fresenius. Wie kam es denn zu dem Kontakt?

Ich habe Frau Quaranta im Mai 2014 beim careerloft-Diskussionspanel im Berliner Loft kennengelernt. Bei dem Workshop ging es um aktives Karrieremanagement und Kompetenzentwicklung, und wir haben viel über die Unternehmenskultur von Fresenius erfahren. Der Tag hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich glaube, alle waren von Frau Quaranta begeistert. Kurzum fragte ich Frau Quaranta, ob sie nicht Interesse daran hätte, meine Mentorin zu werden. Glücklicherweise hatte meine Vorgängerin gerade ihr Studium beendet und Frau Quaranta war somit wieder „frei“ für einen neuen Mentee. Nach der Bewerbung über das careerloft-Portal konnte es dann losgehen.

Du studierst in Schweden, Frau Quaranta arbeitet in Deutschland. Wie funktioniert eine Mentor-Mentee-Fernbeziehung?

Durch die Distanz natürlich hauptsächlich via Telefon, meist alle sechs Wochen. Dann sprechen wir über Themen, die bei mir gerade aktuell sind. Frau Quaranta nimmt dann eine Coaching-Rolle ein, bei der sie mich mit den richtigen Fragen anregt, auch mal in eine andere Richtung zu denken.

Wenn ich während der Semesterferien in Deutschland bin, treffen wir uns aber auch persönlich. Im vergangenen Sommer habe ich zum Beispiel im Rahmen des KICKSTART Bewerbungstrainings den Standort von Fresenius in Bad Homburg kennengelernt, und hatte ausreichend Gelegenheit, mich mit Frau Quaranta auszutauschen. Und erst im Januar lud mich meine Mentorin dazu ein, einen ganzen Tag bei Fresenius zu verbringen. Nach einem ausführlichen Gespräch über die letzten Monate des Mentorenprogramms und meine Ziele für das letzte Studiensemester bekam ich auch noch die Gelegenheit, zwei Produktmanager von Fresenius Kabi und Fresenius Medical Care kennenzulernen. Da sich die Gesprächspartner jeweils für mich allein Zeit genommen haben, konnten sie meine Fragen ganz individuell und ausführlich beantworten.

Bei welchen Dingen unterstützt dich deine Mentorin?

Wie bereits erwähnt, sind die Themen recht verschieden. Frau Quaranta hat mir zum Beispiel bei der Vorbereitung für ein Vorstellungsgespräch geholfen oder Tipps für meine fachliche und persönliche Entwicklung gegeben. Zurzeit bin ich mit meiner Masterarbeit beschäftigt. Das heißt, für mich geht es demnächst in die heiße Bewerbungsphase. Dazu gehört eine umfangreiche Vorbereitung, bei der ich überlegen muss, welche Unternehmen für mich infrage kommen und wie ich meine Karriere beginnen möchte. Ich bin mir sicher, dass mir meine Mentorin durch ihre Berufserfahrungen bei der Beantwortung dieser gar nicht so leicht zu beantwortenden Fragen helfen kann.

Würdest du anderen Studierenden ein Mentorship empfehlen?

Ich würde definitiv jedem ein Mentorship empfehlen! Man bekommt erstens die Gelegenheit, sich mit einer Person auszutauschen, die in einem Unternehmen oder in einer Position tätig ist, die für einen selbst sehr interessant sind. Dies ist eine einmalige Gelegenheit, einen wirklich umfangreichen Einblick hinter die Kulissen eines Unternehmens zu erhalten. Ein Mentor, der die Fragen rund um die eigene Karriere ernst nimmt und eine neutrale Perspektive bietet, ist eine große Bereicherung für die berufliche Zukunftsplanung. Mir fällt es zum Beispiel leichter, mit Frau Quaranta über meine Karrierepläne zu sprechen, als mit meinen Eltern und Freunden.

Und ein Mentor kann natürlich auch sehr hilfreich für den Berufseinstieg sein. Wie bereits zuvor erwähnt, habe ich über meine Mentorin Kontakt zu weiteren Mitarbeitern bei Fresenius herstellen können, was für mich sehr aufschlussreich war.

Welche Tipps hast du für die Bewerbung für ein Mentorship?

Wenn ihr euch für die Bewerbung für ein Mentorship entscheidet, dann solltet ihr euch Zeit für die Auswahl eines geeigneten Mentors nehmen, sowohl auf der fachlichen als auch auf der persönlichen Ebene. Der Erfolg für das Mentorenprogramm hängt sehr stark davon ab, wie euer Mentor und ihr zusammen passt. Eine gute Mentor-Mentee-Beziehung beruht auf gegenseitigem Vertrauen. Ihr solltet Eurem Mentor gegenüber ehrlich sein können und das Gefühl haben, ernst genommen zu werden. Dies funktioniert nur, wenn ihr euch auch auf persönlicher Ebene gut versteht. Ich habe mich zum Beispiel bewusst für eine Frau als Mentorin entschieden, da es mir wichtig war, mehr zu dem kritischen Thema Frauen und Karriere zu erfahren. Zudem habe ich gezielt nach einem Unternehmen aus der Medizintechnikbranche gesucht, da ich früh Kontakte zu dieser Branche knüpfen wollte.