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Vom Lebenslauf bis zum Anschreiben – Bewerbungstipps von EY-Experten

Vor der Einladung zu einem Bewerbungsgespräch stehen überzeugende Bewerbungsunterlagen und eine gute Vorbereitung.
Collage und Schriftzug: 18. Juni 2015, Bewerbungstipps mit EY
 

Kerstin Arndt und Katharina Lemmerz von EY gaben im Webinar hilfreiche Tipps, wie du Fehler in Lebenslauf, Anschreiben und Co. ganz einfach vermeiden kannst und mit deinen Bewerbungsunterlagen sowie im Bewerbungsgespräch überzeugst.

So wenig wie möglich, so viel wie nötig

Die Basics:

  • Im Lebenslauf gehören die Orts- und Datumsangabe sowie die Unterschrift am Ende zu den Must-haves.
  • Jede deiner Etappen sollte zeitlich in Monat und Jahr abgegrenzt werden. Wenn du dein Abitur, Studium oder Praktikum schon vollendet hast, schreibe in jedem Fall deine Abschlussnote dazu. Für Lebenslauf und Anschreiben gilt: Eine Schriftgröße unter 10 pt ist ungünstig. (Ansonsten wird dem Leser nur klar, dass er mal wieder zum Augenarzt muss ;))

Typische Fehler bei Lebenslauf und Anschreiben

  • Passiert oft: Die Kontaktdaten werden auf dem Deckblatt der Bewerbung vermerkt, aber auf den Folgeseiten vergessen oder fehlerhaft angegeben. Eine Schusseligkeit, die den Recruiter viel Zeit und Nerven kostet.
  • Vielen erscheint es am sinnvollsten, den Lebenslauf in chronologischer Reihenfolge aufzubauen – ein Trugschluss. Fange immer mit dem aktuellsten Geschehen an! Uninteressant bleibt die Grundschulzeit. Alles, was danach passiert, ist nennenswert. Dabei solltest du nicht nur deine beruflichen Stationen stumpf auflisten. Besser ist es, wenn du kurz mit Bullet Points erläuterst, welche konkreten Aufgaben du übernommen hast. So kann sich das Unternehmen ein besseres Bild über deine Erfahrungen und Kenntnisse machen.

Das Anschreiben ist dafür da, um dem Unternehmen zu zeigen, welchen Mehrwert du ihm bieten kannst. Du musst nicht bei jedem Anschreiben und Lebenslauf das Rad neu erfinden. 80 Prozent des Textes können gleich bleiben, 20 Prozent sollten jedoch an die Position angepasst werden, für die du dich bewirbst. Kläre folgende Fragen für dich: Geht mein Lebenslauf auf die Bedürfnisse des Unternehmens ein? Ergänzen Anschreiben und Lebenslauf sich inhaltlich? Mach dir die Mühe – es zahlt sich aus!

Auszeiten und Lücken im Lebenslauf

Es bleibt die große Frage: Wie gehe ich mit Auszeiten oder Lücken im Lebenslauf um? Bei längeren Auszeiten durch Krankheit oder Pflege ist es ganz sinnvoll, eine dritte Seite anzulegen. So kannst du die Lücke im Lebenslauf mit einem Stichwort benennen und auf der Zusatzseite sachlich und sinnvoll erläutern. Alle Zeitspannen von weniger als sechs Monaten sollten einfach unkommentiert im Lebenslauf stehengelassen werden. Beachte allerdings die richtigen Bezeichnungen: Statt „Arbeitslosigkeit“ heißt es „arbeitssuchend“, und statt „privater Auszeit“ einfach „berufliche Neuorientierung“.

Das Bewerbungsgespräch

Lebenslauf und Anschreiben sind die eine Sache, doch wie gelingt das Bewerbungsgespräch? Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg. Setze dir klare Ziele: Welche Botschaft will ich platzieren, was ist mir wichtig, und welche Erwartungen habe ich an das Bewerbungsgespräch? Informiere dich über dein Gegenüber und die Branche: Verschaffe dir einen Überblick über das Unternehmen, zum Beispiel über gesamtwirtschaftliche Trends, Karrierechancen und Branchenentwicklungen. Infos über deinen Gesprächspartner findest du bei XING oder LinkedIn. Passe auch deine Garderobe an das Unternehmen an. Sei dir im Klaren über deine Erwartungen, Ziele sowie Stärken und Schwächen. Letztere sind ein beliebtes Thema in Bewerbungsgesprächen. Zeige dem Unternehmensvertreter, welches Arbeitsumfeld du benötigst, um Bestleistungen zu erzielen, und wo du bei dir noch Entwicklungspotenzial siehst.

Gewusst wie! Nutze die Chance, deine Persönlichkeit als Erfolgsfaktor einzusetzen. Bleibe authentisch und überlege nicht, was dein Gegenüber hören will. Ein selbstsicheres Auftreten mit einem Lächeln kommt immer gut an. Halte während des Gespräches Blickkontakt und deine Hände in ruhiger und lockerer Haltung auf dem Tisch.

Dir sollte klar sein, dass du das Bewerbungsgespräch mit deinem Lebenslauf einleitest. Bereite dich darauf vor und behalte immer den roten Faden im Blick – schweife dabei nicht zu sehr ab! Aus Fehlern lernt man, also ziehe nach dem Bewerbungsgespräch deine Bilanz.

Danke an Katharina und Kerstin für die offene und interessante Gesprächsrunde. Wann die nächste Bewerbung auf mich wartet? Weiß ich noch nicht. Aber wenn es so weit ist, weiß ich anhand der wertvollen Tipps mit Sicherheit zu überzeugen.

Deine Jessi