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Unconscious Bias - Vorurteile aus dem Weg räumen und von Vielfalt profitieren!

Wie uns Vorurteile in der Arbeitswelt begegnen und wie wir damit gekonnt umgehen, zeigte uns EY zum Kamingespräch in Berlin.
Unconscious Bias – das Kamingespräch
Teilnehmerinnen des Kamingesprächs

Informatiker sind Nerds, Beamte faul und in Berlin leben nur Hipster! Wo wir auch hinschauen, begegnen uns Vorurteile. Treffen wir auf einen Menschen, kommt es durchaus vor, dass wir unser Gegenüber in eine vorgefertigte Schublade stecken. Doch ist das automatisch schlecht? Warum gibt uns unser Unterbewusstsein diesen Impuls? Und wie können wir mit Vorurteilen im Alltag und in der Berufswelt umgehen? Antworten auf diese Fragen gab es beim Kamingespräch mit EY am 22. Oktober im Berliner Loft.

Sind wir uns unserer Vorurteile bewusst?

Toleranz und Offenheit hin oder her. Sind wir mal ganz ehrlich zu uns selbst, dann stellen wir fest, dass sich das ein oder andere Vorurteil hartnäckig in unserem Kopf hält. Im Rahmen des Kamingespräches zum Thema „Unconscious Bias“ ging es darum, wie sich Vorurteile eigentlich einschleichen und wie man sie  bewusst wahrnehmen kann. 
In der Vorstellungsrunde fragten wir uns erstmal grundsätzlich, wie Vorurteile überhaupt entstehen und welche Vorurteile wir selber haben. So kramten alle Teilnehmer in ihren Erinnerungen und teilten ihre Erfahrungen mit Vorurteilen, die zum Beispiel während eines  Auslandssemesters oder Praktikums spürbar wurden. Im Anschluss verdeutlichten wir uns mit Hilfe von zwei Experimenten, wie sehr die eigenen Einschätzungen von unserem sozialen Umfeld abhängig sind. Hierzu wurden wir in Gruppen eingeteilt. Zuerst stand das Schätzen von Münzgrößen auf der Tagesordnung. Abgeschlossen wurde die Gruppenarbeitsrunde mit der Beobachtung eines Videos. Wobei die Gruppen zu Beginn jeweils instruiert wurden, auf unterschiedliche Merkmale zu achten. Die Ergebnisse wurden von den Gruppen zusammengetragen und in der großen Runde diskutiert.

„We don’t see things as they are, we see things as we are.“ (Anaïs Nin)

Bei der Einnahme von Sichtweisen spielt vor allem unsere Persönlichkeit eine große Rolle. So hat jeder von uns aufgrund seiner Erfahrungen und Werte einen eigenen Referenzrahmen. „Wie ordne ich bestimmte Leute ein?“, „Wie beeinflusst mich das?“, „Wie kann eine Situation in einem anderen Referenzrahmen aussehen?“ Diese Fragen helfen, uns unserer Gedanken bewusst zu werden und diese individuell einordnen zu können. Chrstian Kolodziejczak, Berater bei EY, empfiehlt, offen und positiv an eine neue Begegnung heranzugehen und die eigene Meinung zu hinterfragen, um einer frühzeitigen „Stereotypisierung“ entgegenzuwirken.

Was haben Vorurteile mit Diversity im Unternehmen zu tun?

Eine Menge! Riccarda Koerner, Corporate Sustainability & Responsibility Coordinator EY, und Kerstin Arndt, Expert Employer Branding, nahmen uns mit in die Welt der Vielfalt von EY. Denn hier werden Diversity & Inclusiveness groß geschrieben. In der Beratungs- und Dienstleistungsbranche treffen die unterschiedlichsten Bereiche sowie Mandanten aufeinander und stellen Berater vor immer neue Herausforderungen. Deshalb ist es wichtig, dass sich diese Vielfalt auch in den eigenen Mitarbeiterreihen wiederspiegelt und so die geballte Kompetenz zum Einsatz kommen kann. Allerdings bleiben Vorurteile in solch einem bunten Team nicht immer aus. Aus diesem Grund treibt EY diese Themen intern aktiv voran, beispielsweise durch die EY Diversity Coffee Bar. So soll Facettenreichtum gefördert und gleichzeitig das Voreingenommen sein eingedämmt werden.

Sind Vorurteile gut?

Wie oft hört man: „Vorurteile zu haben ist schlecht“ oder „Wer Vorurteile hat, ist nicht offen genug“. Wir wurden jedoch vom Gegenteil überzeugt. Vorurteile können durchaus hilfreich sein. Denn wir greifen dabei auf Altbewährtes zurück. Unser Gehirn gleicht neue Informationen immer mit dem ab, was es schon kennt, und versucht, es in eine altbekannte Schublade abzulegen. Dieser Vorgang ermöglicht es uns, Dinge zu vereinfachen und somit Informationen schneller zu speichern. Ein wichtiges Learning auch für mich: Es ist ok, Vorurteile zu haben, solange wir uns darüber bewusst sind und mit diesen gezielt umgehen.
 
Ein abschließendes Get Together mit einem Live Cooking Event rundete den Abend ab und alle Teilnehmer bekamen die Möglichkeit, noch einmal persönlich mit den Vertretern von EY ins Gespräch zu kommen. Ob Berufseinstieg, persönliche Entwicklung, Auslandsaufenthalte oder auch Vorurteile – es wurde kein Thema ausgelassen und keine Frage blieb unbeantwortet.
 
Danke EY für diesen spannenden Perspektivwechsel bei uns im Loft und bis zum nächsten Mal!
 
Eure Anna