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Come as you are – EYs Einsatz für ein offenes Miteinander

Sarah Grewing 28.04.2015

Bereits seit zehn Jahren setzt sich EY aktiv für das Thema LGBTA (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender and Allies) ein: bei Aktionstagen wie dem IDAHOT Day am 17. Mai, Initiativen wie STICKS & STONES oder PrOUT@Work oder mit dem globalen EY UNITY Netzwerk.

Bei UNITY ist der Name Programm

Eva Voss, Managerin Diversity und Inclusiveness für die Region GSA (Germany, Switzerland, Austria) bei EY in Frankfurt
Dr. Eva Voss

„Uns ist es sehr wichtig, mit UNITY wirklich alle Mitarbeiter anzusprechen. Man muss nicht schwul, lesbisch, bi- oder transsexuell sein, um teilzunehmen, niemand muss sich outen, jeder ist willkommen – vom Praktikanten bis zum Partner“, erklärt Frau Dr. Voß, Managerin Diversity und Inclusiveness für die Region GSA (Germany, Switzerland, Austria) bei EY in Frankfurt. „Es geht bei UNITY vielmehr darum, sich menschlich näher zu kommen. Eine persönliche Bereicherung für alle.“ Und das kommt an: Seit 2014 hat das Netzwerk in der GSA-Region an Fahrt aufgenommen und zählt knapp 40 Mitglieder. In Frankfurt finden regelmäßig Netzwerktreffen statt. Außerdem nehmen UNITY-Mitglieder mehrerer EY-Standorte am Run for life in Berlin teil.

„Wir möchten mit unserem Einsatz beispielhaft vorangehen.“

Als internationales Unternehmen sieht sich EY in der Verantwortung. Viele Firmen stehen in Sachen LGBTA-Förderung noch am Anfang. „Zum Beispiel ist EY bisher die einzige der Big Four, die an der Karrieremesse STICKS & STONES teilnimmt und sich im Beirat von PrOUT@Work engagiert. Wir möchten mit unserem Einsatz ein positives Beispiel sein“, begründet Eva Voß das Engagement.

Eine offene, tolerante Unternehmenskultur wirkt sich positiv auf das gesamte Unternehmen aus – auch in finanzieller Hinsicht. „Stellen Sie sich vor, wie belastend es sein muss, im Job eine andere Identität anzunehmen: kein ausgelassener Plausch mit Kollegen über Privates, keine Fotos der/des Partner/Partnerin auf dem Schreibtisch, stets darauf achten, dass man nicht zu viel von sich preisgibt – das ist eine enorme emotionale Anstrengung“, so Voß. „Studien zeigen, dass dadurch bis zu 20 Prozent der Produktivität eingebüßt werden.“ Ein Argument, das keinen Unternehmer kaltlassen sollte.

Vorurteile erschweren Outing

Dennoch scheint ein Outing in der Beraterbranche schwierig. Eva Voß erklärt, woran das liegt: „Die Branche ist längst nicht so konservativ, wie viele annehmen. Für Berater ist ein Outing aber dennoch in der Hinsicht besonders schwierig, da sie sich stets aufs Neue überlegen müssen, ob und wem sie von dem gleichgeschlechtlichen Partner/in erzählen. Der Grund: immer wieder neue Kunden, neue Projekte, wechselnde Teams. Hinzu kommen natürlich Klischees, Homosexuelle seien eher kreativ und künstlerisch begabt, nicht strategisch und analytisch. Vorurteile, die insbesondere Berater in Führungspositionen vermeiden möchten.“

Der Fortschritt kommt nicht über Nacht

„Es ist schon viel geschafft, doch es gibt auch noch viel zu tun, wenn es um Toleranz und Gleichberechtigung von Homo- und Bi- und Transsexuellen geht“, findet Eva Voß. Internationale Aktionstage seien wichtig. EY hat rund um den IDAHOT Day besondere Aktionen geplant: „Anfang Mai wird es auf unserer Facebook-Seite eine LGBTA-Themenwoche geben, in Zusammenarbeit mit der Charta der Vielfalt. Am 7. Mai findet die Panel Discussion ‚Make it real‘ statt, mit Vertretern namhafter Unternehmen auf dem Podium. Besonders freuen wir uns darüber, dass Beth Brooke-Marciniak, EYs Global Vice Chair Public Policy und Global Sponsor Diversity, dabei sein wird. Ohne sie wäre das UNITY Netzwerk sicher nicht das, was es heute ist“, sagt Eva Voß.

Auch ihr persönlich sei das öffentliche Engagement ein Anliegen: „Ich habe einige homosexuelle Freunde, die sich in ihrem Job verstellen, eine Rolle spielen müssen. Es ist daher auch in einer relativ aufgeschlossenen Gesellschaft wichtig, immer wieder daran zu erinnern, dass Menschenrechte noch nicht überall gleich sind oder gelebt werden können.“ 

Ihr möchtet mehr über das LGBTA Engagement von EY erfahren? Am 7. Mai findet ein EY Diversity and Inclusiveness Webcast statt mit dem Thema: „Making it real: LGBT inclusion globally." Hier bekommt ihr mehr Infos und könnt euch direkt registrieren.