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Level up: Gaming für Berufseinsteiger

Interview mit Christoph Reimann von der Deutschen Telekom

Gaming boomt: Jedes Jahr erscheinen Dutzende, von Fachjournalisten und Gamer-Communitys hochgelobte Computer- und Videospiele. Beim Berufseinstieg bleibt für Spiele allerdings deutlich weniger Zeit als noch im Studium. Wie man trotz Vollzeitjob Gamer bleibt, das verriet uns Christoph Reiman, Referent im Strategy & Steering Bereich des Konzerndatenschutzes bei der Deutschen Telekom. Wir sprachen mit ihm über seine persönliche Gamification, die Rolle von Mobile Gaming und seine aktuellen Spiele-Empfehlungen für Berufseinsteiger.
Berufseinsteiger profitieren von Mobile Gaming
Mobile Gaming - praktisch für Berufseinsteiger

Christoph, seit wann bist du Gamer?

Angefangen hat alles Mitte der 90er Jahre, ich war etwa zehn Jahre alt. Da hat man sich bei Freunden getroffen, die eine Konsole hatten, um gemeinsam zu spielen. Sportspiele waren wie auch heute noch sehr beliebt. Diablo im Coop-Modus war später auf der Play Station unser Dauerbrenner. Ich besaß zu der Zeit einen Gameboy, auf dem ich natürlich Super Mario Land und The Legend of Zelda gespielt habe. Irgendwann kam dann der erste eigene PC ins Haus, auf dem die klassischen Echtzeit-Strategie-Spiele wie Command and Conquer, Warcraft und Die Siedler gespielt wurden. Besonders hat mich damals The Elder Scrolls III Morrowind gefesselt – auch heute noch ein empfehlenswertes Spiel!

Welche Spielegenres bevorzugst du?

Christoph Reiman, Referent im Strategy & Steering der Deutschen Telekom
Christoph Reiman, Referent im Strategy & Steering der Deutschen Telekom und leidenschaftlicher Gamer

Strategiespiele und Rollenspiele, mittlerweile auch gerne Indie-Games. Terraria zum Beispiel: In diesem Side-Scroller kann man sich ungehindert in der ganzen Welt bewegen. Hauptaufgabe ist es, Metallerze und Schätze zu finden und abzubauen, seine Ausrüstung aufzuwerten, zu überleben und Bosse zu besiegen. Oder ein recht neuer Titel mit schöner Spieltiefe – Stardew Valley. Nach einem Burnout zieht man aufs Land, führt ein einfaches Leben auf dem Hof des Großvaters und kümmert sich nun um Ernte, Tiere und die Nachbarschaft!

Wie hat sich Gaming für dich verändert, seit du berufstätig bist?

Spielen ist oft sehr zeitaufwendig. Heute spiele ich daher eher Spiele, die zeitlich noch vertretbar sind. Man muss akzeptieren, dass man nicht mehr alles spielen kann, dadurch wird man wählerischer. Die Spielmechanik muss gut sein, sonst höre ich schnell wieder auf. Ein zu repetitives Gameplay raubt mir hingegen den Spaß. Fallout 4 hat mich beispielsweise nicht wirklich fesseln können.

Berufseinsteiger haben meist weniger Zeit als Studierende. Wie schafft man es trotz der zeitlichen Einschränkungen, den Spaß am Gaming nicht zu verlieren?

Es ist hilfreich, sehr wählerisch zu sein und nur die Spiele auszusuchen, die einen wirklich interessieren und langfristig Spaß bereiten. Dank des Smartphones kann auch der Arbeitsweg mit Bus und Bahn sehr gut fürs Gaming genutzt werden.

Welche Rolle spielt Mobile Gaming aus deiner Sicht?

Beim Mobile Gaming hat sich viel getan. Zwar ist die Anzahl qualitativ hochwertiger Titel nach wie vor begrenzt, doch die guten Spieleperlen sind es dann doch auf jeden Fall wert. Wichtig ist mir, dass ich plattformübergreifend spielen kann, also mit einem Account sowohl zu Hause auf dem Rechner als auch in der Bahn auf dem Handy, und die Erfolge synchronisiert werden. Hier ist Crashlands ein tolles aktuelles Beispiel.

Hat Gaming aus deiner Sicht einen Einfluss auf die moderne Arbeitswelt?

Auf Trainings und Schulungen spielt das Thema Gamification potenziell eine Rolle, momentan steht diese Entwicklung jedoch noch am Anfang. Fitness-Apps spielen ja im Alltag schon eine große Rolle. Man erhält Punkte für Leistungen, kann sich mit anderen vergleichen oder erhält Infos. Der Ansatz lässt sich sicher auch auf die Arbeitswelt übertragen und dürfte schnell in den Bereichen Trainings, Schulungen und Messen greifen.

Welche aktuellen Spiele-Highlights möchtest du Berufseinsteigern empfehlen?

Stardew Valley, auch gerade für ältere Berufsanfänger. Es ist nicht zeitaufwendig und macht trotzdem jede Menge Spaß! Ansonsten möchte ich noch ein Spiel mit tiefer Storyline und einem etwas ernsteren Thema empfehlen: This War of Mine, eine Überlebenssimulation in einem fiktiven Land, in dem man den Konsequenzen eines Bürgerkrieg ausgesetzt wird. Allerdings nicht als Soldat, sondern als eine Gruppe von überlebenden Zivilisten.

Vielen Dank für das Interview, Christoph!

Die Telekom ist übrigens auch auf der gamescom vom 17. bis 21. August 2016 in Köln vertreten.