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Duales Studium Wirtschaftsinformatik: Interview mit Prof. Dr. Gunnar Auth von der HfTL

Unser Partnerunternehmen Deutsche Telekom bietet in Kooperation mit der Hochschule für Telekommunikation in Leipzig (HfTL) einen praxisintegrierten Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik an. Prof. Dr. Gunnar Auth, seit 2013 Professor für Informations- und Projektmanagement an der HfTL, verriet uns im Interview, was das duale Studium an der HfTL ausmacht, welche Wege die Absolventen nach dem Studium gehen und warum man seine Professoren und Chefs stets hinterfragen sollte.

Wodurch zeichnet sich das duale Studium der Wirtschaftsinformatik an der HfTL aus?

Unsere Wirtschaftsinformatik-Studiengänge – wir bieten ein Bachelor- und ein Masterprogramm an – vermitteln zunächst einmal eine wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Ausbildung. Sie befähigt unsere Absolventen dazu, betriebliche Anwendungs- und Informationssysteme in Wirtschaft und Verwaltung erfolgreich zu gestalten. Die Qualität unserer Studiengänge wird unter anderem durch die staatliche Anerkennung und die Akkreditierung durch die Institute ASIIN/ACQUIN gesichert.

Das Fach Projektmanagement ist eine Besonderheit unsere Curricula: Es ist speziell verankert und wird sowohl theoretisch in Form von Modellen und Methoden wie auch praktisch in Form eines Studienprojekts vermittelt. Die Studenten haben beim Bachelor- und Masterprogramm außerdem die Möglichkeit, aus verschiedenen Spezialisierungsrichtungen zu wählen, um ihre fachlichen Interessen zu vertiefen. Durch die duale Studienform bietet wir einen hohen Anteil an Betriebseinsätzen. So können die theoretischen Studieninhalte auf reale Problemstellungen in der Praxis übertragen werden, zum Beispiel beim Verfassen der Abschlussarbeit. 

Warum würden Sie empfehlen, das duale Studium der Wirtschaftsinformatik zu machen?

Das duale Studium der Wirtschaftsinformatik an der HfTL empfiehlt sich ganz besonders für Studenten, die neben einer umfassenden akademischen Ausbildung von Anfang an ihre neuerworbenen Kenntnisse auch in der Praxis erproben wollen. Wer Wert auf ein attraktives Studienumfeld, eine gesicherte Studienfinanzierung sowie gute Karrierechancen nach dem Studium legt, ist bei uns genau richtig.

Wie viel Zeit verbringen die Studierenden in der Uni, wie viel im Unternehmen?

Unser Anspruch ist eine praxisintegrierte Ausbildung. Deshalb verbringen die Studierenden pro Studienjahr circa elf Wochen an der Hochschule in Leipzig und 41 Wochen im Unternehmen. Während dieser Zeit gibt es dann regelmäßige E-Learning-Einheiten.

Wie lang ist die Regelstudienzeit?

Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester plus drei Monate für die Bachelorarbeit im Unternehmen. Im Master sind es vier Semester plus sechs Monate für die Masterarbeit im Unternehmen.

Haben sie einen Überblick über den Werdegang Ihrer Studenten? Wie geht es für sie nach dem Abschluss weiter?

Die große Mehrheit der Bachelorstudenten entscheidet sich nach dem Abschluss für den Berufseinstieg. Bei erfolgreichem Studienabschluss ist die Chance auf eine Übernahme sehr hoch. Von unseren Wirtschaftsinformatikern gehen viele zu T-Systems, aber auch zu anderen Konzerngesellschaften, wie Telekom Deutschland, Telekom Technik oder Detecon. Manchmal entscheidet sich auch jemand für ein anderes Angebot – unsere Absolventen sind auch für Unternehmen außerhalb des Telekom-Konzerns attraktiv. Bei den Masterstudenten ist die Situation vergleichbar: Hier entscheiden sich die Absolventen ab und an mal für die Promotion und setzen ihren akademischen Weg fort.

Für welchen „Typ“ Mensch eignet sich das duale Studium der Wirtschaftsinformatik?

Ein gewisses Interesse an IT und deren Nutzung in Unternehmen sollte man mitbringen. Schon seit frühester Kindheit programmieren oder der ganzen Verwandtschaft die Rechner zusammenschrauben zu können, ist kein Muss, wäre aber auch nicht von Nachteil. Neben der Technik sollten die Studenten auch an wirtschaftlichen Zusammenhängen und der Zusammenarbeit mit Menschen in Prozessen und Projekten interessiert sein. Einen bestimmten Typ sehe ich da nicht: Durch die Verbindung von Wirtschaft und Informatik ergibt sich eine große Bandbreite für unterschiedliche Interessenschwerpunkte.

Welche Tipps möchten Sie jungen Studierenden für das duale Studium mit auf den Weg geben?

Seien Sie neugierig und hinterfragen Sie grundsätzlich, was Ihnen „vorgesetzt“ wird. Auch wenn es von einem Professor oder dem Chef kommt. Werden Sie sich über Ihre Ziele klar und verlieren Sie sie nicht aus den Augen. Die erfolgreiche Balance zwischen Studium, Job und Freizeit erfordert Selbstdisziplin und Organisationsfähigkeit.

Vielen Dank für das Interview!