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Von der Formel zur Anwendung

Josefine Föhre (28) und Kay Rottländer (36) begegnen sich bei Covestro häufiger. Als Prozessleitingenieurin und Projektmanager koordinieren sie geballte Technik. Ihr Ziel: funktionierende Anlagen zur Rohstoffproduktion – und Ranga Yogeshwar mal da zu haben.
Prozessleittechnik bei Covestro

Bitte stellt euch kurz den careerloft-Mitgliedern vor.

Josefine: Hi! Ich bin seit 2014 als PLT-Prozessleitingenieurin bei Covestro in Dormagen. Dort arbeite ich in einem Produktionsbetrieb, der Lackrohstoffe herstellt. Schon im Elektrotechnik-Studium war ich als Werkstudentin hier. In der Freizeit gehe ich gern schwimmen oder fahre Rad. Und reise: Ende des Jahres geht es nach Cuba.

Kay: Hallo! Ich bin Project Manager PCT bei Covestro. Nach meiner Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker und dem Abitur habe ich Elektrotechnik mit Fachrichtung Automatisierungstechnik studiert. Wenn ich frei hab, mag ich Schwimmen, Tanzen und Strategiespiele.

Elektro- und Leittechnik, Hard- und Software sind eure Umgebung: Was genau sind eure Aufgaben als Prozessleitingenieurin beziehungsweise als Projektmanager?

Josefine Föhre, Ingenieurin bei Covestro
Josefine Föhre, Prozessleitingenieurin

Josefine: In meinem Betrieb ist die Prozessleittechnik grob in Hard- und Software unterteilt. Zur Hardware zählt hauptsächlich die Instandhaltung der Produktionsanlage. Ich bin für die Software zuständig. Dazu gehört das Leitsystem, das aus einem Netzwerk verschiedener Server und Clients (Rechnern), den Automatisierungsgeräten und Bussen zur Datenübertragung besteht. Das habe ich mit der Software auf den Geräten im Blick. Dadurch können Anlagenfahrer auf ihren Bildschirmen in der Messwarte den Zustand der Anlage sehen und sie bedienen.

Kay: Ich wickle als Project Manager PCT (Process Control Technology) Investitionsprojekte in der Prozessleittechnik ab. Dafür erstelle ich Konzepte, stimme Einzelheiten ab und treibe ihren Beschluss voran. In der Ausführungsphase montieren wir zum Beispiel neue oder modernere Leitsysteme oder eine Anlagenerweiterung und nehmen sie in Betrieb. Mit Kollegen von der betrieblichen Seite, wie Josefine, stimmen wir uns eng ab.

Was war euer prägendstes Joberlebnis bisher?

Josefine: Das ist die Zeit jetzt! Wir sind mitten in der Migration unseres Leitsystems. Das heißt: Die Hardware wird ausgetauscht, die Bilder der Anlage werden neu erstellt, die Software neu geschrieben. Ich teste, überprüfe und pflege die Daten, unterstütze den Projektleiter. Kleinere Entscheidungen treffe ich selbst. So lerne ich die Anlage noch viel besser kennen, finde Fehler schneller und kann Probleme schneller lösen.

Kay Rottländer, Projektmanager Prozessleittechnik Covestro
Kay Rottländer, Projektmanager

Kay: Nach zwei Jahren Planungsphase und intensiver Vorbereitung haben wir hier gerade einen kompletten Produktionsbereich auf ein neues Prozessleitsystem umgebaut. Und das innerhalb von zwei Wochen während eines Stillstandes. Wenn die ersten erfolgreichen Chargen mit der umgebauten Anlage produziert werden, macht einen das schon stolz!

Welche drei Gadgets sind für eure Arbeit unverzichtbar?

Josefine: Rechner, Smartphone, PLT-Raumschlüssel. Heute habe ich ihn (zum ersten Mal!) zu Hause vergessen. Die Folge: Ich war den ganzen Tag von Kollegen abhängig. Ohne PLT-Raumschlüssel kommen wir nicht in die Schalträume oder in den Rechnerraum. Der ist neben meinem Büro der Ort, an dem ich mich zurzeit am häufigsten aufhalte.

Kay: Kaffee, Kaffee und Kaffee. Manchmal brauche ich auch meinen Laptop und freie Besprechungszimmer.

Was macht die Arbeit mit Prozessleitsystemen für euch so spannend?

Kay: Prozessleitsysteme haben sich in den letzten Jahren stark digitalisiert. Umliegende Systeme wie Laborsysteme, Betriebsführungssysteme, SAP und Scanner-Applikationen zu vernetzen, stellt uns dabei immer wieder vor Herausforderungen. Hoch digitalisierte Computersysteme bergen Chancen und Risiken. Die IT-Sicherheit wird immer wichtiger.

Josefine: Ich trage durch Prozessoptimierung dazu bei, dass wir immer effizienter produzieren. Dabei arbeiten wir im Kollegenkreis interdisziplinär und sind immer mit neuen Technologien konfrontiert. Das gesamte Leitsystem ist sehr komplex. Unter den Komponenten und Tools, die wir betreuen, ist zum Beispiel ein Alarmmanagementtool. Es zeigt die auftretenden Alarme im Leitsystem an. Dies zu analysieren und darauf einzugehen, führt zu einer verbesserten Produktion

Was ist der beste Unterschied zwischen Studium und Job?

Josefine: Es ist nicht mehr alles so theoretisch. Ich kann die Auswirkung einer Parameteränderung einer Regelung jetzt direkt sehen, nicht den theoretischen Verlauf. Anstatt einfach nur eine Formel anzuwenden, muss ich mich mit den Gegebenheiten vertraut machen und äußere Einflüsse betrachten. Und sonst? Freie Wochenenden. Da mal nichts zu tun oder wegzufahren ist schöner, wenn man nicht dauernd an die nächste Klausur denken muss!

Kay: Das ist schwer vergleichbar. Während man im Studium mehr Freiheiten hat, aber stets unter chronischer Geldunterversorgung leidet, entwickelt man sich im Job anders. Hier wird man für seinen Input und seine Arbeitsleistung bezahlt, identifiziert sich mit der Firma. Im Laufe der Zeit sieht man immer mehr Dinge, die man selbst entwickelt beziehungsweise in Betrieb genommen hat. Man entwickelt sich ständig weiter.

Wen wünschen Sie sich als PLT-Kollegen?

Josefine: Jemanden, der aufgeschlossen, interessiert und flexibel ist. Das hier ist kein Nine-to-five-Job. Gibt es Probleme, muss man bleiben, bis sie behoben sind. Die Anlage produziert rund um die Uhr!

Kay: Ranga Yogeshwar. Er kann sich für so viele Themen begeistern.

Euer bester Rat für den Einstieg bei Covestro?

Kay: Locker bleiben, zuhören, offen sein, Fragen stellen.

Josefine: Mutig und offen sein, Ideen äußern, neugierig sein, Dinge hinterfragen! Neue Leute bringen auch neue Ideen und Ansichten mit. So wird Covestro noch erfolgreicher.

Vielen Dank für das Interview!

Du möchtest Teil des Teams werden und ganz nah dran sein an der Rohstoffproduktion? Perfekt! Covestro ist aktuell auf der Suche nach einem PLT-Ingenieur.