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„Projektarbeit ist Mannschaftssport“

Interview mit PCT-Ingenieur Henning Hückstädt von Covestro

Christian Focken 14.06.2017
Sie definieren Arbeitsumfänge, Instrumente und Systeme, schätzen Kosten und erstellen Projektpläne – und noch vieles mehr. Ingenieure für Process Control Technology (PCT) haben einen abwechslungsreichen und spannenden Job. Wir sprachen mit PCT-Ingenieur Henning Hückstädt von Covestro über seine Arbeit und die Chancen für Berufseinsteiger.

Herr Hückstädt, welche Funktion und Aufgaben haben Sie bei Covestro?

PCT-Ingenieur Henning Hückstädt vor Covestro-Plakat
PCT-Ingenieur Henning Hückstädt

Ich arbeite in Dormagen im Bereich der Investitionsprojektabwicklung im Fachgebiet „Prozessleittechnik“. Das umfasst alle Aspekte unseres weltweiten Chemieanlagenbaus, in denen wir elektromess- und regelungstechnische Komponenten und Methoden einsetzen. Daraus ergeben sich unsere Aufgaben. Um sie bestmöglich zu lösen, erstellen mein Team und ich technische Standardlösungen. Die Anforderung: Die Lösungen müssen effizient sein und sich einfach auf regionale Bedingungen, die sehr verschieden sein können, anpassen lassen. Diese Art von Projektarbeit ist ein „Mannschaftssport“. Deshalb steht auch Teambuilding und Coaching des Teams ganz oben auf meiner täglichen Agenda.

Mannschaftssport klingt nach Spaß bei der Arbeit. Haben Sie den?

Auf jeden Fall. Am meisten Spaß macht es mir, neue Produktionsanlagen zu „gestalten“. Ich stelle mir immer vor, wie ich diese Anlagen bedienen und betreiben würde – und natürlich, wie ich es besser machen könnte. Absolut notwendig, aber manchmal schon ein wenig trocken, sind die technischen Analysen. Mit ihnen decken wir schon in der Planungsphase die Schwachstellen bei Sicherheit oder Verfügbarkeit auf, sodass man sie systematisch beseitigen kann. Schließlich müssen die Anlagen später sicher und störungsfrei rund um die Uhr laufen.

Wenn Sie nicht vor Ort, sondern am Schreibtisch sind: Auf welche drei Dinge können Sie im Büro nicht verzichten?

Computer, Telefon und Kaffeemaschine – Letztere ist für mich Treffpunkt und Ort des kreativen Austausches.

Dort trifft man ja auch oft die Neuen im Unternehmen. Können Sie sich noch an Ihren ersten Arbeitstag erinnern?

Ja. Ich habe vor allem organisatorische Dinge erledigt, war etwa bei der Einstellungsuntersuchung und habe den Werksausweis abgeholt. Den Rest der Woche begleitete ich meinen Mentor bei seinen Meetings und Aktivitäten. Dabei musste ich mein erstes Besprechungsprotokoll schreiben. Das ist mir, ehrlich gesagt, aufgrund der vielen neuen Abkürzungen und Fachbegriffe nicht leicht gefallen.

Erleben neue Kollegen das heute ähnlich wie Sie?

Durchaus. Viele Dinge sind organisatorischer Art oder beziehen sich auf das Kennenlernen. Man richtet seinen Computer ein, stellt sich im Haus vor und vieles mehr. Gemeinsam mit seinem Mentor geht man dann die ersten Aufgaben an und lernt die Prozessleittechnik kennen.

Wie können Absolventen in Ihren Bereich einsteigen?

Aktuell im Direkteinstieg, indem sie sich auf konkrete Jobs bewerben, auch in meinem Bereich, dem Project Engineering. Ab dem dritten Quartal 2017 bieten wir zusätzlich ein Trainee-Programm an. Dabei durchläuft man in 18 Monaten auch mehrere Stationen in der Prozessleittechnik. Bei uns besteht praktisch in allen Gebieten Bedarf an neuen Mitarbeitern.

Welche Skills sollen die neuen Kollegen mitbringen?

Solide (elektro-)technische und physikalische Grundlagen, Neugier und das Interesse, über den Tellerrand hinauszuschauen. Zudem gute Teamplayer-Eigenschaften, was ausdrücklich auch die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung mit einschließt.

Daraus lassen sich ja direkt Tipps ableiten. Haben Sie noch einen Tipp für Absolventen, die bei Ihnen durchstarten wollen?

Ja, neugierig sein und – nachfragen, nachfragen, nachfragen ...

Was glauben Sie, überrascht Berufseinsteiger am meisten bei Covestro?

Neue Mitarbeiter überrascht wohl am meisten, wie hoch das Maß an Vertrauen ist, das man in sie setzt, und wie groß der Gestaltungsspielraum, den sie von Beginn haben. Etwa bei konkreten Aufgaben, aber auch mit Blick auf die tägliche Arbeitszeit. Grundsätzlich hoffe ich, dass wir das Image der chemischen Industrie, konservativ und behäbig zu sein, widerlegen können. Und das wir jungen Kollegen den Spaß, den wir bei der Arbeit haben, auch vermitteln.

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