DE EN

Mit Blick ins Morgen: als „Trainee for Innovation“ bei Covestro

Für seine Promotion forschte Fabian Grote zu Nanostrukturen, winzigen Teilchen der Technologie der Zukunft. Innovativen Strukturen ist der Physiker treu geblieben – als kreativer Kopf entwickelt er bei Covestro Lösungen rund um Rohstoffe der Zukunft.
Fabian Grote, Covestro
Fabian Grote, Trainee for Innovation bei Covestro

Hi, bitte stell dich uns kurz vor!

Ich heiße Fabian Grote, bin 30 Jahre alt und stamme aus dem Münsterland. Bei Covestro bin ich zurzeit „International Trainee for Innovation“. Vor meinem Einstieg hier habe ich an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster Physik studiert, danach promoviert. Dazu war ich an der Technischen Universität Ilmenau am Lehrstuhl für 3D-Nanostrukturierung. Nanostrukturen sind kleiner als ein 10.000stel Millimeter und als hochleistende Bauelemente etwa in Elektroniksysteme des Alltags integriert. In meiner Freizeit reise ich viel und verbringe gerne Zeit am Meer beim Segeln und Surfen.

Seit wann bist du für Covestro tätig?

Seit dem 1. April 2016.

Wie bist du auf Covestro als Arbeitgeber aufmerksam geworden? Was hat dich vom Unternehmen überzeugt?

Die Produkte von Covestro finden sich in vielen Dingen des Alltags. Ständig werden neue Anwendungen für unsere Rohstoffe erschlossen – als alternative Rohstoffe, Verbundstoffe, Brandschutzstoffe. Mich hat besonders die Innovationskraft begeistert, mit der bei Covestro maßgeschneiderte Materialien für Kunden entwickelt werden, um Lösungen für deren Produkte zu finden. Genau aus diesem Grund habe ich die Entwicklung von Covestro zum eigenständigen Unternehmen in 2015 verfolgt und mich dann gezielt beworben.

Bitte beschreib kurz den Bewerbungsprozess.

Neben der schriftlichen Bewerbung gab es für mich ein 30-minütiges Telefoninterview und ein Assessment Center. Besonders das Assessment Center war eine neue und interessante Erfahrung für mich. Ich wurde während der verschiedenen Aufgaben gefordert und konnte gleichzeitig Unternehmen und zukünftige Kollegen kennenlernen. Die positive Personalentscheidung fiel direkt am Ende des Assessment Centers – das hat mir sehr gut gefallen. Eingestiegen bin ich dann eineinhalb Monate später. Der erste Kontakt zum Unternehmen kam übrigens mithilfe von careerloft zustande.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus? Was sind deine Aufgaben bei Covestro?

Während des Traineeprogramms durchlaufe ich unterschiedliche Stationen in den verschieden Business Units (BUs). Ziel ist es, den gesamten Innovationsprozess von Forschung und Entwicklung bis hin zum fertigen Produkt im Markt zu verstehen. Meine erste Station ist in der Abteilung „Holographic Light Guiding“, die zur BU Coatings, Adhesives and Specialties (CAS) gehört. Hier unterstütze ich das Physikteam bei aktuellen Fragestellungen der Holographie und führe, in einem ersten eigenständigen Projekt, eine neue Messmethode ein. Außerdem knüpfe ich Kontakte in unterschiedlichen Abteilungen. Dazu bin ich viel im Unternehmen unterwegs. Mein Berufsalltag steckt also voller neuer Erfahrungen und Anregungen.

Darfst du verraten, womit du gerade beschäftigt bist?

Ich bin in einer sehr innovativen Abteilung, die eine Technologie mit vielversprechendem Potenzial entwickelt. Um diese erfolgreich im Markt zu platzieren, arbeiten wir intensiv mit Kunden zusammen und haben engen Kontakt zu den Kollegen aus den Abteilungen Produktion und Global Produkt Management.

Mit wem arbeitest du im Team?

Wir sind interdisziplinär: In meinem Team sind Chemiker, Ingenieure, Physiker. Von jungen Kollegen, die direkt aus der Uni kommen, bis hin zum erfahrenen Science Fellow (so nennen wir bei Covestro die wissenschaftlichen Experten) ist alles dabei.

Was gefällt dir an deinem Job, was weniger?

Toll ist, dass ich als Trainee die Möglichkeit habe, Covestro in seiner ganzen Breite kennenzulernen und dabei in einem abwechslungsreichen Alltag viele neue Herausforderungen angehe. Das ist ein schöner Kontrast zur Promotion, in der ich thematisch tief eingedrungen bin. Leider habe ich noch keine Zeit gefunden, auch Kontakte außerhalb der Arbeit zu knüpfen. Aber das ändert sich sicher noch.

Gab es für dich besondere Herausforderungen beim Wechsel vom Studium in den Berufsalltag?

Der Alltag im Job ist im Vergleich zum Unialltag viel zielorientierter. Ich arbeite jetzt im Team für den Erfolg eines Projekts, bin weniger Einzelkämpfer wie im Studium oder während der Promotion.

Wie geht es in nächster Zeit für dich beruflich und privat weiter? Stehen besondere Projekte an?

Nach Beendigung meiner ersten Station in der Holographie werde ich mit den optischen Eigenschaften von Polycarbonat zu tun haben: Ich wechsle in die Entwicklungsabteilung der Business Unit Polycarbonat (PCS). Eine Station im Ausland ist übrigens ein fester Teil des Traineeprogramms. Daher gehe ich demnächst entweder nach Pittsburgh (USA) oder Shanghai (China). In der Freizeit gibt es für mich und meine Freundin in Köln und Umgebung viel Neues zu entdecken.

Mit welcher Berühmtheit würdest du gerne einmal essen und warum?

Mit Daniel Kahneman (Wirtschafts-Nobelpreis 2002)! Ich habe gerade sein Buch „Thinking, Fast and Slow“ gelesen. Absolut empfehlenswert. Vermutlich versteht niemand besser als er, wie und warum wir Entscheidungen treffen.

Was war der beste Rat, den du jemals bekommen hast?

Der Schwache sagt: „Zeig mir meine Stärken.“

Der Starke sagt: „Zeig mir meine Schwächen.“

Vielen Dank für das Interview!