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Wickeltisch oder Schreibtisch: Viele Väter wollen heute beides!

Melanie Pölking 18.11.2015

Als Vater präsent sein, Zeit mit seinen Kindern verbringen und über die Rolle des Ernährers hinaus auch die Rolle des Erziehers einnehmen – dieses Bedürfnis haben immer mehr Männer. Mit der Einführung des Elterngeldes für Väter sind die Zahlen derer, die sich diesen Wunsch erfüllen, um ein Vielfaches gestiegen. Beruf und Privates gut miteinander verbinden, ein Anliegen, das auch die Commerzbank gerne unterstützt.

Erfolgreich, wie eine aktuelle Studie belegt. Laut Umfrage gehen nämlich immer mehr „Commerzbank-Väter“ in Elternzeit: Im Jahr 2003 waren es lediglich 0,1 Prozent. 2014 lag der Anteil bereits bei 16,1 Prozent. Tendenz steigend. Für die Commerzbank ist das eine erfreuliche Entwicklung. Erklärtes Ziel ist es, sowohl Mitarbeiterinnen als auch Mitarbeiter in ihrer Rolle als Elternteil zu bestärken. Lässt sich alles unter einen Hut bringen, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagierter bei der Arbeit.

„Commerzbank-Väter“ in der Men’s Health Dad

Vater mit Kleinkind
Immer mehr "Commerzbank-Väter" gehen in Elternzeit.

Die Studie zeigte jedoch auch, dass viele Väter eine längere Elternzeit oder Teilzeitarbeit nicht in Anspruch nehmen, weil sie neben den finanziellen Einbußen auch einen Karriereknick befürchten. Dennoch berichten 90,8 Prozent der Väter, die in Elternzeit waren, sie hätten dadurch „keinen negativen Einfluss auf ihr berufliches Fortkommen“ gehabt. Ähnliches wissen auch Christian Buchsteiner, Jan Willemsen, Gerd Göbel, Oliver Redenius und Klaus Windheuser zu berichten. Die fünf „Commerzbank-Väter“ haben ihre Elternzeit bereits hinter sich. Sie erzählen in der jüngst erschienenen Erstausgabe von Men’s Health Dad über ihre Erfahrungen mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Und auch über die Unterstützung, die sie durch ihren Arbeitgeber erfahren haben.

Angebote für Väter und Mütter

Ein Angebot, das sich für Mütter bei der Commerzbank bereits bewährt hat, ist „Keep in Touch“. Bei diesem Modell mit 10 oder 20 Prozent Teilzeit können Informations- und Weiterbildungsangebote weiterhin genutzt werden, um den vielgefürchteten Karriereknick zu vermeiden. Die wenigsten Väter machen davon allerdings Gebrauch.

Dennoch, Gerd Göbels Fazit lautet: „Die Zeit, die man heute mit seinen Kindern verbringen kann, ist kostbar und sie kommt nie wieder. Ich würde deshalb jederzeit wieder Elternzeit nehmen und kann anderen nur raten, es auszuprobieren.“ Und wenn die Tendenz der Väter vom Schreibtisch zum Wickeltisch weiter fortbesteht, werden wohl auch immer mehr Männer Angebote zur Sicherung des Jobs wie die „Rückkehrgarantie nach Elternzeit“ oder die Arbeit im Home-Office in Anspruch nehmen – Möglichkeiten, die derzeit überwiegend von Frauen genutzt werden.