DE EN

Commerzbank engagiert sich für Schüler

In der business@school treffen Profis auf den Nachwuchs

Christian Focken 27.07.2017
Seit mehr als fünf Jahren unterstützen Führungskräfte und Mitarbeiter der Commerzbank business@school, eine Initiative der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG). Zu ihnen gehören Betreuer Norman Kissler und Juror Daniel Schmitt. Erfahre mehr über dieses außerordentliche Engagement und ein spannendes Beispiel-Projekt aus dem Großraum Frankfurt.

business@school

Das Projekt business@school will eine Brücke zwischen Wirtschaft und Schule bauen. Es vermittelt Schülern in Deutschland, Österreich, Italien, der Schweiz und der USA Wirtschaftsthemen – und das soll anschaulich und praxisnah geschehen. Dafür arbeitet BCG mit mehr als 20 namhaften Unternehmen zusammen, unter ihnen die Commerzbank. In Deutschland können Schüler der gymnasialen Oberstufe an dem Projekt teilnehmen.

Die Schüler werden von einem erfahrenen Betreuer angeleitet und beschäftigen sich ein Jahr intensiv mit dem Thema Wirtschaft. Dabei lernen sie betriebliche Zusammenhänge kennen und erwerben wichtige Qualifikationen – theoretisch wie praktisch. Die Jugendlichen analysieren in der ersten Phase ein Großunternehmen - im deutschen Raum stehen hierbei die 30 DAX-Unternehmen zur Auswahl. In der darauf folgenden zweiten Phase wird ein kleines oder mittelständisches Unternehmen analysiert. Hierbei geht es darum, ein lokal ansässiges Unternehmen zur Zusammenarbeit zu gewinnen, um Kontakt zwischen Schülern und der mittelständischen Geschäftsführung herzustellen. In der dritten und entscheidenden Phase entwickeln die Teams ihre eigene Geschäftsidee. Diese präsentieren sie in ihrem Schulentscheid und - bei erfolgreichem Weiterkommen - in Regionalentscheidungen und schließlich auf Bundes- und Europaebene. Bewertet werden die Beiträge von Fachjurys.

Porträt von Commerzbank-Mitarbeiter Norman Kissler
Commerzbank-Mitarbeiter Norman Kissler

133 Schülerteams

Bis heute hat die Commerzbank 133 Schülerteams betreut. Einer der Betreuer ist Norman Kissler. Der 28-jährige Spezialist im Bereich Automotive & Transport im Investment Banking ist seit 2015 dabei. Als Juror bekam er einen intensiven Eindruck vom Enthusiasmus und der Kreativität der Schüler, was ihn bewog, danach als Betreuer bei business@school weiterzumachen. Dafür ist er regelmäßig mit seinen Team in Kontakt, sowohl in Telefon-/Videokonferenzen als auch zu Präsenzmeetings in der Bischof-Neumann-Schule in Königstein unweit von Frankfurt. Dort hat er zuletzt eine 11. Klasse angeleitet. Im Projekt „Novus Trashure“ ging das Team der Frage nach, wie man überquellende Mülleimer auf den Straßen vermeiden kann.

Ein gutes Müll-Thema

Halbkörperporträt Chiara Meyer
Schülerin Chiara Meyer

„Wir haben einen Ultraschall-Sensor entwickelt, der den Füllstand von öffentlichen Papierkörben misst und diesen an die Entsorgungsunternehmen weiterleitet“, erklärt Chiara Meyer. Die Gymnasiastin (18) von der Bischof-Neumann-Schule findet es interessant, wie man sich mit einer einfachen Idee etwas fürs Leben aufbauen und dadurch auch das Leben von Mitmenschen verbessern kann. Auch deshalb interessiere sie sich für Wirtschaft. Mit „Novus Trashure“ wurde dieser Grundgedanke zum Leben erweckt. Mit dem Ultraschall-Sensor könne man Hotspots erkennen, die Route der Müllentsorgung besser planen und zu einem besseren Stadtbild beitragen, so Chiara. Nach dem Abi möchte sie Wirtschaftspsychologie studieren – darin hat sie auch business@school bestärkt. Was ihr besonders Spaß gemacht hat? „Die Teamarbeit. Aber auch die Möglichkeit, Berufsluft zu schnuppern und in das Wirtschaftsleben einzutauchen.“

Durch Freiraum zum Riesen-Erfolg

Betreuer Kissler, der dieses Eintauchen möglich machte, ist stolz auf sein Team. Durch den Sieg beim Regionalentscheid Hessen West/Rheinland-Pfalz qualifizierten sich die Schüler von der Bischof-Neumann-Schule für den Bundesentscheid. Dort konnte sich die Königsteiner zwar nicht durchsetzen, doch für Kissler ist allein das Erreichen des Deutschlandfinales ein Riesen-Erfolg, den sich die Schüler aufgrund ihrer hohen Motivation und des vorhandenen Potentials hochverdient hätten. „Es war schön zu sehen, wie das wirtschaftliche Verständnis der Schüler über das Jahr kontinuierlich wuchs“, erinnert sich der Commerzbank-Betreuer. Dabei jonglierten die Schüler wie Profis mit den Zahlen. „Die Business-Case-Berechnung inklusive Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Cashflow ist wirklich gut gelungen“, adelt der Business-Profi den Nachwuchs.

Kissler ist es wichtig, den Schülern viel Freiraum zu lassen – und bekommt dafür durchweg gutes Feedback. „Sie dürfen Fehler machen. Ich versuche, beratend zur Seite zu stehen, überlasse ihnen aber die Projektleitung.“

Kommt „Novus Trashure“? Vielleicht!

Für die Schülerin Chiara lief business@school auf jeden Fall richtig rund. Aktuell können sie und ihre Mitstreiter ihr Projekt zwar noch nicht umsetzen. Aber sie haben Befürworter bei der Stadt Frankfurt und der Frankfurt Entsorgungs- und Service GmbH (FES) gefunden und können sich vorstellen, „Novus Trashure“ zu einem späteren Zeitpunkt zu realisieren. Das Treffen mit dem IT-Beauftragen der FES war auch für Kissler ein bleibendes Erlebnis: „Es fühlte sich plötzlich weniger nach einem Schulprojekt, sondern eher nach einem erfolgreichen Pitch an. Erst da wurde mir klar, wie gut die Geschäftsidee wirklich war.“

2 Fragen an Juror Daniel Schmitt

Daniel Schmitt (44) leitet bei der Commerzbank AG das Shared Service Center innerhalb des Bereichs Human Ressources. Gefragt, ob er Juror bei business@school werden möchte, sagte er spontan zu. 2017 saß er zum ersten Mal in der Jury eines Regionalentscheids und bewertete detailliert die vorgestellten  Projekte.
Porträt von Commerzbank-Mitarbeiter Daniel Schmitt
Commerzbank-Mitarbeiter Daniel Schmitt

Herr Schmitt, was hat sie als Juror am meisten überrascht?

Wie kreativ und souverän die Schüler ihre Ergebnisse präsentiert haben – und ihre Begeisterung. Ich habe zudem gelernt, dass Schüler ihre Projekte sehr frisch und ohne Konventionen angehen und auch so erfolgreich sein können.

Wie bewerten Sie das Niveau der Schüler in Sachen Wirtschaft?

Insgesamt ist es sehr gut, wobei es bei den Projekten und Schülern natürlich deutliche Unterschiede gibt.

Become a careerloft member and apply for the online Scholarship Program

Benefit from attractive support services and make valuable contacts with top international employers! At careerloft you’ll be able to find the perfect job and employer for you.

Register for free Icon careerloft Icon arrows