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Commerzbank – Arbeitgeber für Geisteswissenschaftler? Na klar!

Andreas Doppler, Leiter Recruiting, wollte niemals in einer Bank arbeiten. Heute ist er froh, dass er sich anders entschieden hat und gibt, zusammen mit seiner Mitarbeiterin Vivien Engel, interessierten Studenten Tipps und Tricks zum Bewerbungsprozess aus Sicht des Recruiters. So auch auf dem careerloft-Event für Geisteswissenschaftler am 23. Mai 2014 in der Commerzbank in Berlin.
Teilnehmer Commerzbank-Event
Die Teilnehmer erhielten Infos über die Karriereoptionen für Geisteswissenschaftler bei der Commerzbank.

Für alle, die – wie ich – die Commerzbank bisher noch nicht als möglichen Arbeitgeber wahrgenommen haben: Der deutsche Finanzdienstleister betreut weltweit über 15 Millionen Privat- und eine Million Geschäftskunden und wird durch 56.000 Mitarbeiter vertreten. Ganz schön groß, die Commerzbank. Was mich aber besonders beeindruckt hat, ist das Bewusstsein und das Bemühen im Unternehmen „fair & kompetent“ gegenüber den Kunden, aber auch den Mitarbeitern zu sein. Bei Themen wie Kinderbetreuung, Diversity oder einem eigenen Employee Assistance Programm bietet die Commerzbank Unterstützung und setzt sehr hohe Standards. 

Und auch beim Bewerbungsprozess spielt Fairness eine übergeordnete Rolle. So werden beim Auswahlverfahren von Trainees objektive Kompetenzprofile durch Anforderungsanalysen erstellt. Diese werden mit den Kompetenzen der Bewerber in verschiedenen Situationen wie Rollenspielen und Gruppendiskussionen abgeglichen. Dazu greift die Commerzbank auf mehrere unabhängige, geschulte Beobachter zurück, um eine möglichst objektive Bewertung, frei von Beobachtungsfehlern, der einzelnen Kandidaten zu erhalten.

Andreas Doppler von der Commerzbank gibt Tipps zur Bewerbung.
Andreas Doppler von der Commerzbank gibt Tipps zur Bewerbung.

Die Simulation eines Rollenspiels und einer Gruppendiskussion, die unsere careerloft-Teilnehmer mit Andreas Doppler und Vivien Engel durchgeführt haben, zeigten, was Beobachtern im Assessment Center wichtig ist. Natürlich soll man sie davon überzeugen, die geforderten Kompetenzen zu besitzen. Aber auch kleine Tricks können helfen. Auch könne man sich schon super zu Hause auf Interviews vorbereiten, indem man mit Freunden oder Familie ein Bewerbungsgespräch simuliert – egal für welchen Job. Hauptsache der Fragende weiß, was er vom „Bewerber“ erwartet (Stichwort Anforderungsanalyse!). Die Vorstellung der eigenen Person sollte allerdings bei jeder Bewerbung sitzen.

Im Zuge des Events habe ich mich, genau wie die anderen Teilnehmer, fiktiv auf eine Stelle beworben. Bei der Suche nach einer passenden Ausschreibung ist mir bewusst geworden, dass die Commerzbank ganz unterschiedliche Positionen anbietet. Marketing, interne Unternehmensberatung und Risikomanagement hat man bei einem großen Finanzdienstleister nicht direkt im Kopf. Zu Unrecht. Neben dieser Erkenntnis haben wir aber noch von einem sehr ausführlichen, individuellen Bewerbungsanschreiben- und Lebenslauf-Check bei einem gemütlichen Gläschen Sekt profitiert.

Und für alle, die jetzt denken, dass es auch für ein Praktikum durch einen langen Bewerbungsprozess gehen muss – nein! Bewerbung abschicken, eventuell in einem Telefon- oder persönlichem Interview überzeugen und schon kann es losgehen!