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Wie flexibel soll der Work-Life-Flow sein?

Tipps für deinen persönlichen Work-Life-Flow

Christian Focken 25.09.2013
Work-Life-Balance
Ein Balanceakt: Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben
Es gibt Schlagworte, die viel zu häufig und unüberlegt bei meist unpassenden Gelegenheiten verwendet werden. Work-Life-Balance ist eines davon. Hunderte Bücher und DVDs, Workshops und Ratgeber wurden zum diesem Thema verfasst – immer auf der Suche nach dem optimalen Gleichgewicht von Arbeit und Freizeit. Ein Überblick.

Work-Life-Flow wird wichtiger

Die Generation der Young Professionals prägt seit einiger Zeit jedoch den Begriff des Work-Life-Flows. Sie betrachten Arbeit und Freizeit nicht mehr als grundsätzlich unterschiedliche Bereiche, sondern begreifen beides als Teil eines erfüllten Lebens. Ein Ansatz mit Chancen und Risiken. Das neue Verständnis von Arbeit spiegelt sich auch in der Arbeitsweise der Generation Y wider: Längst sind Home Office und Überstunden keine Optionen mehr, sondern werden als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt.

Berufseinsteiger haben kein Problem damit, an manchen Tagen zehn oder mehr Stunden zu arbeiten – erwarten aber im Gegenzug, an anderen Tagen bereits mittags Feierabend machen und sich – im Sinne eines ausgewogenen Work-Life-Flows – ihrer Freizeit widmen können.

Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass der Begriff des Work-Life-Flows eigentlich die optimale Herangehensweise an Arbeit und Freizeit beschreibt. Hauptmerkmale des Work-Life-Flows sind:

  • Ein flexibler Umgang mit Arbeitszeit und -ort.
  • Der fließende Übergang von Arbeits- in Freizeit.
  • Die Integration von Arbeit in das Lebenskonzept.
  • Selbstbestimmtes und flexibles Arbeiten und Abschalten.

Work-Life-Flow – Freiheit bringt Verantwortung

Der Kerngedanke des Work-Life-Flows ist also die individuelle Gestaltung der eigenen Lebens- und Arbeitswelt mit dem notwendigen Maß an Freiheit und Flexibilität. Sofern der Arbeitgeber mitspielt – Microsoft setzt das Konzept bereits seit Jahren konsequent um – können Arbeitnehmer frei bestimmen, wann und wo sie arbeiten. Natürlich unter der Prämisse, dass zu erledigende Aufgaben fristgerecht erledigt werden.

Das klingt verlockend, birgt jedoch auch Risiken. So besteht durchaus die Gefahr, nie wirklich mit der Arbeit aufzuhören und sich gedanklich immer wieder mit beruflichen Problemen zu befassen. Doch auch das Gegenteil kann der Fall sein. Wer immer von zu Hause aus arbeitet, muss durch die vielfältigen Ablenkungen im privaten Umfeld ggf. an Konzentration einbüßen und arbeitet weniger effektiv als in einer reinen Arbeitsumgebung.

Auch die potenziellen Auswirkungen auf das Privatleben sollten nicht vernachlässigt werden. So attraktiv flexibles Arbeiten auch klingen mag, nicht jeder Partner oder jede Partnerin hat Verständnis dafür, wenn auch an Wochenenden oder nach 22 Uhr gearbeitet wird. Um das Konzept des Work-Life-Flows optimal nutzen zu können, solltest du daher auf einige Punkte achten:

  • Prüfe, wie viel Freiheit und Selbstbestimmung dir gut tut.
  • Probiere aus, ob und wann Vorgaben dir dabei helfen können, effektiver zu arbeiten.
  • Kläre mit deinem Partner/Deiner Partnerin, wo er/sie die Grenze zieht.
  • Mach dir immer wieder klar, was dir der Job bedeutet und was er dir wert ist.
  • Überprüfe regelmäßig, ob das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit noch gesund ist.

Hier unser Buchtipp zum Thema: 30 Minuten für deine Work-Life-Balance