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Welche Soft Skills brauchen ITler?

Es zählt mehr als dein Fachwissen

Christian Stöckl 15.05.2017
Als Informatiker wirst du an den Schnittstellen im Unternehmen arbeiten und brauchst für deine Projekte mehr als nur dein Fachwissen. Spätestens beim Vorstellungsgespräch für den Start deiner Karriere werden deine Soft Skills auf den Prüfstand gestellt.
#JobEinstiegIT: Soft Skills
Welche Soft-Skills brauchst du im IT-Bereich? #JobEinstiegIT

Daher solltest du bereits im Studium an deinen Fähigkeiten arbeiten und den Grundstein für deinen Wunschberuf legen. Wir haben uns umgehört, welche Soft Skills für ITler die Unternehmen fordern.    

Ohne Team- und Kommunikationsfähigkeit geht es nicht

Im Arbeitsalltag haben Informatiker in der Regel ein Projekt nach dem anderen zu erledigen. In diesen müssen ITler in Schnittstellenfunktionen oft mit anderen Unternehmensbereichen zusammen arbeiten. Dafür solltest du, neben deinem Wissen über verschiedene Software, vor allem Team- und Kommunikationsfähigkeit mitbringen. Personaler legen Wert darauf, dass Fachwissen, wie der Umgang mit verschiedener Software, auch Nicht-Fachleuten erklärt werden kann. Informationen solltest du schnell strukturieren und verständlich weitergeben können. Eine gute Auffassungsgabe und Sozialkompetenz sind dabei hilfreich.

Zudem solltest du Verständnis für Projektmanagement mitbringen. Schon während des Studiums ist es ratsam, dass du dich selbst gut organisierst und dir ein gutes Zeitmanagement aneignest, um mehrere Projekte gleichzeitig erledigen zu können.

Dorothee Pfeuffer, Leitung Marketing & Recruiting bei der Commerzbank, verriet kürzlich im Interview: „Die Commerzbank legt als Arbeitgeber viel Wert auf Soft Skills wie Teamfähigkeit, Initiative, Zielorientierung und Eigenverantwortung.“ Welche Soft Skills dabei im Einzelnen nötig seien, hinge wesentlich von der angestrebten Position ab, so die Expertin. „Ein Bewerber sollte sich daher immer genau die Karriereseite eines Unternehmens anschauen und herausfinden, welche Kompetenzen für die jeweilige Stelle erforderlich sind.“

Das Unternehmen als Ganzes sehen

Im Zuge der Digitalisierung und daraus resultierenden Entwicklungen wie Industrie 4.0 oder dem Internet of Things, wird es für ITler immer wichtiger, gesamtunternehmerische Zusammenhänge einordnen zu können. Du solltest je nach Unternehmenstyp zum Beispiel über Basiswissen von Arbeitsprozessen in den Bereichen Logistik, Maschinenbau oder Elektrotechnik verfügen.

Vom großen Vorteil für deine Karriere ist es, wenn du die Experten anderer Bereiche verstehen kannst, um ihre Anforderungen in die IT zu übersetzen. Zudem ist es nützlich, wenn du dich im kaufmännischen Bereich auskennst. So kannst du einschätzen, ob sich ein Projekt rechnet oder nicht. Dieses Wissen ist vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) von Vorteil. Großunternehmen können es sich leisten, für diesen Zweck Spezialisten einzustellen oder externe Berater zu engagieren. Da KMU den Einsatz ihrer Ressourcen sehr genau planen müssen, suchen sie ITler, die vielfältige und bereichsübergreifende Aufgaben bewältigen können. Studenten der Wirtschaftsinformatik erhalten im Studium den optimalen Mix aus IT und Wirtschaft.

Den Kundenkontakt nicht vernachlässigen

Je nach Unternehmen und Einsatzbereich kann es sein, dass du es als Informatiker vor allem mit Kunden zu tun bekommst, etwa als IT-Consultant. In diesem Fall ist eine gute Kommunikationsfähigkeit unerlässlich: Höflichkeit, Zuverlässigkeit und ein gepflegtes Äußeres legen den Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Sollten noch andere Fachbereiche aus deinem Unternehmen an den Kundenprojekten beteiligt sein, muss auch hier die Kommunikation stimmen. Alle sollten das gleiche Verständnis und eine gemeinsame Vorstellung von Service und Endprodukt haben.

Im Umgang mit Kunden ist es zudem wichtig, dass du dich gut selbst präsentieren kannst. Gerade bei KMU ist es üblich, dass du schnell Verantwortung übernehmen musst und das Unternehmen nach außen repräsentierst. Umso interessanter machst du dich, wenn du schon im Vorstellungsgespräch rhetorische Fähigkeiten, Verhandlungsgeschick und ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein unter Beweis stellst.

So auch in der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY: „EY sucht nach Talenten mit besonderen Eigenschaften. Am besten bringst du ein sicheres Auftreten, eine starke Kundenorientierung und ein ausgeprägtes Präsentations- sowie Kommunikationstalent mit. Neugierde und Interesse am Dazulernen neuer Dinge sind zwei weitere entscheidende Merkmale für den optimalen Berufseinsteiger bei EY“, fasst Kerstin Arndt, Employer Branding, das Anforderungsprofil für Studenten und Absolventen zusammen.

Wie kann ich mir Soft Skills aneignen?

Generell werden Kompetenzen wie Team- und Kommunikationsfähigkeit schon während des Studiums in Gruppenarbeiten indirekt  trainiert. Außerdem werden häufig Veranstaltungen und Seminare zu den Themen Präsentation, Rhetorik oder Zeit- und Selbstmanagement angeboten. Nutze diese, um deine Soft Skills dank nützlicher Tipps und kompetentem Feedback zu verbessern. Zudem ist es sinnvoll, schon bei der Auswahl von Studiengang und Uni darauf zu achten, dass der Studienplan eine hohe Praxisrelevanz beinhaltet. Durch eine Werksstudententätigkeit im IT-Bereich kannst du zusätzliche Pluspunkte für den Start deiner Karriere sammeln.

Neben der Uni werden dir vor allem Praktika und Studentenjobs bei der Aneignung sozialer Kompetenzen helfen. Du könntest dir dazu sogar Tätigkeiten in einem ganz anderen Bereich suchen: Durch eine Arbeit als Verkäuferin oder Mitarbeit in einem Call-Center kannst du beispielsweise deine Kommunikationsfähigkeit und dein Organisationstalent trainieren. 

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