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Berufe mit Zukunft: Was macht ein Cloud-Architekt?

Die Aufgaben von Cloud-Architekten

Viktoria Lindl 16.08.2017
Software für Unternehmen managen, wissen wie die Infrastruktur der IT optimal gesteuert werden kann und vieles mehr gehört zu den Aufgaben des Cloud-Architekten. Erfahre hier mehr über diesen Job mit Zukunft.
#JobEinstiegIT: Cloud-Architekt
#JobEinstiegIT: Cloud-Architekt

Was ist Cloud Computing?

Bevor du mehr über die Aufgaben des Architekten erfährst, willst du vielleicht erst einmall wissen, was denn überhaupt Cloud Computing ist. Kurz gesagt beinhaltet Cloud Computing das gesamte Spektrum der Informationstechnik und auch die Services dahinter wie etwa Plattformen und Software. Jedoch operiert es nicht über lokale Rechner. Alle Dienstleistungen werden über technische Schnittstellen und den Browser im Internet abgewickelt.

Die Cloud bietet den Service, webbasiert Dokumente in Ordner hochzuladen. Damit sind Daten von jedem Ort erreichbar. Durch die Entwicklung der Cloud war es möglich, Nutzern Zugänge zu gewähren, Daten mit anderen zu teilen und die technische Infrastruktur von Firmen und Privatpersonen gezielt an ihre Bedürfnisse anzupassen. Genau an dieser Stelle beginnt der Job für den Cloud-Architekten.

Wofür brauchen Firmen Cloud-Architekten?

Betriebe stellen Cloud Architekten an, wenn sie planen, ihre Cloud zu verändern oder generell damit beginnen, eine Cloud zu nutzen. Ein Cloud-Architekt übernimmt alles rund um das Management der Cloud, damit die Infrastruktur von Betrieben optimal an deren Aufgaben angepasst wird. Er koordiniert die Erstellung von Cloud-Lösungen und bewertet bestehende Lösungen. Ein Bereich des Jobs ist zudem, Strategien zu erarbeiten und Standards zur Nutzung der Cloud zu definieren.

Ein Service wird innerhalb der Cloud-Architektur immer zentraler: Datenschutz. Daher müssen Cloud-Architekten sicherstellen, dass alle sensiblen Daten in der Cloud vor Verlust oder Diebstahl geschützt sind.

Was sind die Voraussetzungen, um als Cloud-Architekt zu arbeiten?

Meist wird ein Bachelorabschluss im Bereich Technologie und ein anderer wissenschaftlicher Abschluss, etwa im Bereich Ingenieurwesen, Mathematik oder Computer Science, erwartet. Manche Firmen stellen auch bevorzugt Master-Absolventen ein. Du solltest ein Verständnis der Cloud-Architektur haben und bestenfalls Erfahrung im Design von Cloud-Applikationen. Zudem solltest du darin geübt sein, mit Programmiersprachen wie Java oder Python umzugehen. Mitarbeiter mit Jobs im IT-Bereich können Weiterbildungen zum Cloud-Architekt machen und haben die Möglichkeit, sich das entsprechende Wissen im Selbststudium online zu erarbeiten.

Cloud-Architekt – ein Beruf mit Zukunft

Infografik Cloud Computing
Cloud Computing wird immer populärer bei Betrieben, Quelle: Statista

2015 nutzte einer repräsentativen Studie von Bitkom Research zufolge erstmals mehr als die Hälfte der befragten 457 Betriebe (54 Prozent) Cloud Computing. Als Cloud-Architekt steigst du also in eine Branche mit Zukunft ein. Die Services, die eine Cloud bietet, sind Basis der digitalen Transformation, der immer mehr Betriebe gegenüberstehen. Doch oft fehlt hierzu das nötige Wissen im Management und bei den Angestellten. Um die Nutzung bedarfsgerecht für den Anwender zu gestalten, Lösungen für Speicherplatz, Rechenkapazitäten zu entwickeln und dabei auch den Datenschutz im Auge zu behalten, bauen Unternehmen auf den Service von Cloud Computing. Am meisten verbreitet ist übrigens die Nutzung von gängiger Software für das Büro durch die Cloud. Vor allem Textsysteme, Tabellenkalkulation oder Programme für Präsentationen sind gefragt. Danach folgt die sogenannte Groupware, also E-Mail, Messenger oder Kalender. Erst danach kommen branchenspezifischen Anwendungen und solche für Datenschutz.

Meister der Daten: Cloud-Architekten

Mitarbeiter, die sich im Unternehmen um Technologie und die Infrastruktur der IT kümmern, brauchen freie Hand bei der Auswahl der Plattform und den jeweiligen Produkten der Architektur. Oft aber gibt es Einschränkungen von Seiten der Fachabteilungen, die ihre Applikationen wie gewohnt nutzen und kontrollieren wollen – auch weil sie um ihre Jobs durch Neuerungen fürchten. Für diese Problematik muss ein Cloud-Architekt Lösungen finden: Er muss also nicht nur mit der Leitung des Unternehmens die Entwicklung der Infrastruktur vorantreiben, sondern auch die internen Strukturen und Abteilungen in den Prozess einbinden. Sonst können die Services der Cloud noch so vielversprechend sein – die Mitarbeiter werden sie dennoch nicht annehmen.