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Was macht eigentlich…? – Lucas Thiem

Von März bis Mai 2013 habe ich zusammen mit Katharina im Berliner Loft von careerloft gewohnt. In Erinnerung blieb mir eine wahnsinnig intensive Zeit voller aufregender Erfahrungen. Am meisten zehre ich heute aber von den zahlreichen Begegnungen, die mir widerfuhren.

Immer wieder sprach ich bei careerloft mit Menschen über ihren bisherigen Werdegang und über ihre Zukunftsträume. Der überall in der Luft hängende Optimismus hat mich damals angesteckt und der Tatendrang hat mich inspiriert. Für mich bedeutete dies eine Erkenntnis: Was man schaffen will, schafft man auch! Dazu sollte man sich jedoch zunächst im Klaren darüber sein, was man denn überhaupt erreichen möchte.

Nach careerloft habe ich erstmal eine Sommerpause eingelegt. Irgendwann landeten mein Mitbewohner und ich schließlich bei der Schnapsidee, einen ganzen Monat lang einen Spielfilm zu produzieren. Mit der Unterstützung von über 100 Beteiligten und dem Equipment meines Mitbewohners, der Film und Fernsehen studiert, realisierten wir schließlich den Dreh.

Ex-Loftikant Lucas Thiem
Lucas Thiem

Seitdem produzierten wir zwei weitere Kurzfilme und befinden uns momentan mitten in der Planung zu unserem nächsten Spielfilm. Aus einer Spinnerei wurden ernsthafte Projekte.

Und wie sollte es weitergehen? Nach meinem Praktikum bei careerloft habe ich mich dazu entschieden, meinen Studiengang abzubrechen. Ich fing an zu begreifen, dass mir für meine Karriere ein Studium nicht nur in diesem Augenblick, sondern auch später nicht förderlich sein würde. Das Schwerste daran war jedoch die eigene Akzeptanz: Ich bin nicht weniger wert als jemand mit Abschluss. Auf meine Leistung kommt es an. Und dazu fühlte ich mich mittlerweile fit genug. Was man will, das schafft man auch.

Ich stieg nach careerloft also als Junior Partner bei einer Marketing- und Strategieberatung für mittelständische Unternehmen ein. Wenn bald dank neuer Mitarbeiter ein wenig Ruhe in diesen Alltag einkehrt, konzentriere ich mich vermehrt auf ein eigenes Geschäftsmodell, welches meine Leidenschaft für Film, Konzeption und Beratung auf einen Nenner bringt. Außerdem investiere ich jede Woche ein paar Stunden in meinen Blog. Klar verschlingt das alles Unmengen an Zeit, aber die leidige "Work-Life-Balance"-Diskussion existiert de facto nicht mehr.

Für mich läuft seit meinem Praktikum bei careerloft also alles nach Plan – ohne, dass ich je einen Plan verfolgt habe. Wenn man immer das macht, was man wirklich will, kann man gar nichts falsch machen. Der einzige Fehler ist, erst morgen damit anzufangen.

Ich wünsche careerloft alles Gute zum zweiten Geburtstag. Nehmt auch weiterhin die Möglichkeit wahr, eine möglichst objektive und unabhängige Stimme für die Interessen der Studenten darzustellen. Ich beobachte die Entwicklungen weiterhin mit Argusaugen. 

Wer mit mir in Kontakt treten möchte, schreibt mir auf FacebookTwitter oder per Mail. Wer unser ambitioniertes Sommerfilmprojekt unterstützen möchte (auf jedwede Weise!), schreibt mir erst recht! Anbei findet ihr übrigens das Making-of zu unserem neuesten Kurzfilm.