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Vorstellungsgespräch auf Englisch

Tipps zur Vorbereitung

Melanie Pölking 25.07.2016
Noch vor einigen Jahren war es völlig unüblich, heute gehört es – vor allem bei international tätigen Unternehmen – für eine erfolgreiche Bewerbung einfach dazu: Das Vorstellungsgespräch auf Englisch. Unsere Tipps für den Ernstfall.
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Bereite dich gut vor

Auch, wenn du garantiert nur in Deutschland arbeiten wirst und Auslandsreisen gar nicht absehbar sind, musst du gerade bei international aufgestellten Arbeitgebern darauf vorbereitet sein, zumindest einen Teil deines Vorstellungsgespräches auf Englisch zu führen. Denn selbst in einem deutschen Büro wirst du voraussichtlich mit englischsprachigen Kunden oder Kollegen zu tun haben. Auf so ein Vorstellungsgespräch solltest du dann gut vorbereitet sein.

Reicht Schulenglisch für ein Vorstellungsgespräch?

Eines gleich vorweg: Wenn dein letzter Kontakt mit der englischen Sprache in der Schule stattfand und bereits Jahre zurückliegt, stehen die Chancen schlecht, dass du das in wenigen Wochen aufholst. In diesem Fall war deine Bewerbung für den Job möglicherweise etwas voreilig. Meistens lässt sich bereits im Vorfeld erkennen, ob ein – zumindest teilweise – englisches Bewerbungsgespräch auf dich wartet. In den Stellenausschreibungen steht dann nämlich so etwas wie „gute bis sehr gute Englischkenntnisse gefordert“. Auch die Formulierung „verhandlungssicher” sollte dich hellhörig werden lassen. Damit du für einen solchen Job überhaupt zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, musst du in deiner schriftlichen Bewerbung bereits gute Englischkenntnisse angegeben haben. Diese Angabe muss natürlich stimmen, ansonsten wird es spätestens im Vorstellungsgespräch richtig peinlich.

Übersetzen, hören, lesen

Gehen wir also davon aus, dass du bereits über gute Englischkenntnisse verfügst und dich jetzt gezielt auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten möchtest. Falls du das nicht bereits getan hast, solltest du zunächst deine Bewerbung, also Anschreiben und Lebenslauf, ins Englische übersetzen. Auf diese Weise eignest du dir schon mal spezifisches Vokabular an und wirst mit den Begriffen noch besser vertraut.

Zu signifikanten Punkten in deinem Lebenslauf – solche, von denen du vermutest, dass sie auf jeden Fall angesprochen werden – könntest du dir bereits passende Erläuterungen auf Englisch überlegen. Auch für typische Komponenten von Vorstellungsgesprächen, wie Fragen zu deinen Stärken und Schwächen oder deine Fragen zu Unternehmen und Job, könntest du dir schon das passende Vokabular zurechtlegen. Mach dir aber am besten nur Stichpunkte, damit du mit deinen Fragen und Antworten flexibel bleibst!

Außerdem solltest du dir die englische Homepage des Unternehmens durchlesen und die gesamte Recherche auf Englisch wiederholen. Am besten fasst du dann alle Recherche-Ergebnisse nochmal auf Englisch zusammen.

Focus Online hat für Bewerber eine ganze Reihe von Fragen und Antworten für das Bewerbungsgespräch in englischer Sprache zusammengestellt. Diese können dir helfen, dich vorzubereiten. Darüber hinaus kannst du dir etwa auch Podcasts auf Englisch anhören. Zu empfehlen ist hier der Business English Pod, bei dem du gleichzeitig das passende Vokabular mitbekommst. Apropos Vokabular: Es empfiehlt sich auch, einen Blick in ein Fachlexikon für deine angestrebten Job zu werfen – wenn du die Fachbegriffe nicht schon beherrscht. Dabei musst du zwar nicht alles auswendig lernen, aber die wichtigsten Begriffe für Branche und Job solltest du schon parat haben.

Präsentiere dich

Im Bewerbungsgespräch selbst kommt es auch nur teilweise auf deinen Wortschatz an. Noch wichtiger sind dein Auftreten und deine Wirkung. Du solltest zum Ausdruck bringen, dass ein Gespräch in englischer Sprache für dich kein Problem ist und du dich auch in dieser Fremdsprache souverän ausdrücken kannst. Dabei ist eine gute Vorbereitung unabdingbar. Gut wäre es auch, das Ganze im Vorfeld einmal durchzusprechen. Wenn du jemanden kennst, der über sehr gute Englischkenntnisse verfügt, könnt ihr typische Fragen und deine Antworten einmal durchspielen oder deinen Lebenslauf gemeinsam durchgehen. Versucht dabei auch, zwischen Deutsch und Englisch zu switchen. Der Wechsel von Deutsch zu Englisch sollte fließend sein. Dieser Übergang ist für viele Bewerber schwerer als das eigentliche Gespräch.

Ob du das Gespräch offensiv oder zurückhaltend angehst, hängt vom Unternehmen ab. Handelt es sich um ein US-amerikanisches Unternehmen, ist eine eher forsche und selbstbewusste Haltung auf jeden Fall angesagt. Hat das Unternehmen seinen Sitz in England, wären leisere Töne angebracht. Über Foren, Bewertungsportale oder Netzwerke wie careerloft, XING oder LinkedIn kannst du dir einen Eindruck von der Unternehmenskultur machen und wertvolle Tipps für das Gespräch erhalten. Grundsätzlich gilt: Verhalte dich in dem Vorstellungsgespräch auf Englisch so, wie du es auch auf Deutsch tun würdest. Dann merkst du nach kurzer Zeit gar nicht mehr, dass du dich mit deinem Gesprächspartner auf Englisch unterhältst. Good luck for your job application!

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Und mehr Bewerbungstipps aus #RichtigBewerben findest du hier: 

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