DE EN

Überzeugen auf den ersten Blick: Tipps für das Deckblatt einer Bewerbung

Laura Schulte 21.08.2017
0,1 Sekunden – so lange dauert es laut Psychologie, jemanden einzuschätzen und einen ersten Eindruck zu gewinnen. Das ist besonders wichtig bei der Bewerbung um eine Stelle. Wenn ein Unternehmen zig Bewerbungen nach dem gleichen Muster bekommt, gilt es, schon auf den ersten Blick aus der Masse herauszustechen. Das ist möglich mit einem Deckblatt in deiner Bewerbung. Da das Deckblatt nicht zum Standardrepertoire einer Bewerbung gehört, sondern optional ist, kannst du damit punkten, wenn du die folgenden Tipps beachtest:
#Richtig Bewerben 43 – Deckblatt
Wir verraten euch, was es beim Deckblatt einer Bewerbung zu beachten gibt.

Positioniere dein Bewerbungsdeckblatt richtig

Das Deckblatt ist zwar, wie der Name schon sagt, die erste Seite deiner Bewerbung, aber Vorsicht – vor das Deckblatt kommt in deinen Bewerbungsunterlagen immer das Anschreiben oder Bewerbungsschreiben. Wenn du für deine Bewerbung eine Mappe verwendest, liegt das Anschreiben beziehungsweise Bewerbungsschreiben obenauf. Das Deckblatt ist dann die erste Seite deiner Bewerbungsunterlagen und kommt vor deinen Lebenslauf. Hinter dem Lebenslauf folgen weitere Unterlagen wie beispielsweise dein Zeugnis, Zertifikate und Referenzen.

Deckblatt Inhalt und Muster: Was kommt drauf aufs Deckblatt einer Bewerbung?

Das Deckblatt vermittelt nach dem Anschreiben einen Überblick über den Rest der Bewerbung und folgt einem bestimmten Muster. Zunächst brauchst du auf dem Deckblatt eine Überschrift wie Bewerbung oder Bewerbungsunterlagen. Eine nützliche Info auf dem Deckblatt ist die genaue Stelle, auf die du dich bewirbst. Falls es eine Referenznummer gibt, kannst du auch die auf dem Deckblatt mit angeben. Bei einer Bewerbung aus eigener Initiative oder wenn du dich für ein Praktikum bewirbst, ist es für den Arbeitgeber hilfreich, wenn du auf dem Deckblatt den Bereich im Unternehmen nennst, der dich interessiert. Es macht zudem einen guten Eindruck, den Namen vom Unternehmen oder der Organisation auf dem Deckblatt zu integrieren. So zeigst du mit dem Deckblatt, dass deine Bewerbung individualisiert ist und nicht nach dem gleichen Muster noch an zwanzig andere Unternehmen geht. Der wichtigste Teil auf dem Deckblatt sind deine Kontaktdaten. Dazu gehören dein Name, deine Anschrift sowie deine Telefonnummer und E-Mailadresse. Als Überblick kannst du in einem Anlagenverzeichnis auflisten, welche Bewerbungsunterlagen auf das Deckblatt folgen – beispielsweise der Lebenslauf. Um einen guten Eindruck zu vermitteln, sollte auch ein professionelles Bewerbungsfoto auf dem Deckblatt nicht fehlen. Für eine noch persönlichere Gestaltung kannst du zusätzlich zum Foto auch einen Spruch auf dem Deckblatt deiner Bewerbung einfügen, der deutlich macht, warum genau du für die Stelle geeignet bist. Am Ende sollte dein Deckblatt strukturiert und informativ aussehen. Wo genau die Grenzen für die Gestaltung des Deckblatts liegen, hängt von der Branche ab, in der du dich bewirbst. Bei einem kreativen Job dürfen das Deckblatt und der Rest der Bewerbung ausgefallen sein. Wenn du eine Vorlage oder ein Muster für ein gelungenes Deckblatt suchst, wirst du online schnell fündig und kannst die Beispiele oft auch als Word-Vorlage herunterladen. Achte aber darauf, die Vorlage fürs Bewerbungsdeckblatt nicht 1:1 zu übernehmen. Du kannst dich zwar am Muster orientieren, solltest es aber an deine Bewerbung anpassen und aus der Vorlage so ein individuelles Deckblatt machen.

Vor- und Nachteile eines Deckblatts

Ein Bewerbungsdeckblatt ist optional. Daher solltest du gut abwägen, ob ein Deckblatt tatsächlich einen Mehrwert für deine Bewerbung bietet. Bei einer klassischen Mappe kann dir ein Deckblatt mit einem aussagekräftigen Bewerbungsfoto helfen, dich aus der Masse hervorzuheben. Wenn du dich per Mail bewirbst, ist ein Deckblatt jedoch eine weitere Seite im pdf-Dokument, die die Personaler runterscrollen müssen, um zum Lebenslauf zu gelangen. Außerdem drucken viele Unternehmen auch digitale Bewerbungen aus und bevorzugen daher so wenige Seiten wie möglich. Ein Deckblatt kann hier also zusätzliche Druckkosten verursachen. Bei einer Bewerbung per Mail ist ein Deckblatt nur dann wirklich sinnvoll, wenn du dadurch Platz auf deinem Lebenslauf sparen kannst. Der Lebenslauf sollte maximal zwei Seiten lang sein. Ist dein Lebenslauf sehr voll oder dein Bewerbungsfoto kommt nur in einem größeren Format richtig zur Geltung, kannst du das Foto und deine Kontaktdaten auf das Deckblatt auslagern. So kannst du deinen Lebenslauf verschlanken. Tipps, Vorlage-Beispiele und Muster für den Lebenslauf findest du übrigens auch hier bei uns.

Deckblatt – ja oder nein?

Die Frage, ob du ein Deckblatt in deiner Bewerbung verwenden solltest oder nicht, lässt sich leider nicht abschließend beantworten. Gerade in Zeiten von E-Mail- und Online-Bewerbungen gilt oft das Motto „weniger ist mehr“. Trotzdem kann ein gut gestaltetes Deckblatt deinen Lebenslauf verschlanken und mit einem aussagekräftigen Foto ein Eyecatcher sein. Wenn du unsere Tipps beachtest, ist das Deckblatt so möglicherweise ein Türöffner für deinen Wunschjob.