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Studieren in Berlin

Coole Hauptstadt mit Weltruf

Christian Stöckl 11.10.2017
Berlin ist nicht nur die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland, sondern als Stadtstaat zugleich auch eines ihrer Länder. Mit 3,5 Millionen Einwohnern und einer Größe von 892 km² ist Berlin die bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands. Berlin gliedert sich in zwölf Bezirke. Neben den großen Flüssen Spree und Havel gibt es im Stadtstaat zahlreiche Seen und Wälder.
#StudierenIn Berlin
#StudierenIn Berlin: Was kannst du alles in der Hauptstadt erleben?

Berlin ist für den europäischen Schienen- und Luftverkehr ein wichtiger Knotenpunkt. Darüber hinaus hat Berlin jede Menge bedeutende Wirtschaftszweige. Dazu zählen unter anderem der Tourismus, die Kreativ- und Kulturwirtschaft, die Gesundheitswirtschaft, die Informations- und Kommunikationstechnologien sowie die Bau- und Immobilienwirtschaft. Auch immer mehr Start-ups siedeln sich in Berlin an und machen die Stadt zu einem aufstrebenden, internationalen Zentrum für innovative Unternehmensgründer. In den letzten Jahren verzeichnete Berlin hohe Zuwachsraten bei der Zahl der Erwerbstätigen.

International hat sich Berlin als Weltstadt der Kultur, Politik, Medien und Wissenschaft einen Namen gemacht. Nicht nur deshalb zählt Berlin zu den meistbesuchten Zentren des Kontinents. Auch die Sportereignisse, Museen, Architektur, Festivals und das Nachtleben machen Berlin zu einem beliebten Reiseziel. All dies und die vielfältigen Lebensbedingungen machen Berlin darüber hinaus zu einem gefragten Wohnort. Aufgrund des Angebots von 42 verschiedenen Universitäten und Hochschulen, zieht es vor allem junge Menschen in die Stadt des Designs (UNESCO-Titel).

Hochschulen in Berlin

Auch die Universitäten und Forschungseinrichtungen Berlins genießen einen guten  internationalen Ruf und machen Berlin zu einem weltweit angesehenen Bildungsstandort. Die Wissenschaftsgeschichte Berlins reicht über 200 Jahre zurück. Insgesamt 40 Nobelpreisträger lehrten und arbeiteten in dieser Zeit an Berlins Hochschulen. Als Student hast du in Berlin die Qual der Wahl. An den 42 Universitäten und Hochschulen, darunter vier Kunsthochschulen, gibt es unzählige Studiengänge. Rund 180.000 Studenten (Wintersemester 2016/17) machen Berlin zum größten Hochschulstandort Deutschlands. 110.000 der Studenten studieren an einer der vier Berliner Universitäten. Diese sind die Freie Universität Berlin (36.000 Studenten), die Humboldt-Universität (34.200), die Technische Universität Berlin (34.000) sowie die Universität der Künste Berlin (4.500). Über hohe Studierendenzahlen verfügen auch die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (13.000), die Beuth Hochschule für Technik (12.000) und die Berliner Charité (7.200), die größte medizinische Fakultät Europas.

Universitätsstatus haben auch die European School of Management and Technology (ESMT), eine der führenden Wirtschaftshochschulen in Deutschland und Europa und der ESCP Europe Campus Berlin. Das restliche Hochschulangebot zeichnet sich durch eine Vielzahl privater Lehrinstitute für die verschiedensten Bereiche aus.

Im Rahmen der Exzellenzinitiative wurden die Freie Universität Berlin und die Humboldt-Universität zu Berlin positiv begutachtet und zählen seitdem zu den elf deutschen Eliteuniversitäten.

Humboldt-Universität

Die Humboldt-Universität (HU) wurde 1810 gegründet und ist damit die älteste der vier Universitäten. Viele wissen gar nicht, dass die Bildungsinstitution ihren Namen nicht nur vom berühmten Naturwissenschaftler Alexander von Humboldt erhielt, sondern auch von seinem Bruder Wilhelm, Gelehrter und Staatsmann. Wilhelm Humboldts Idee der „Universitas litterarum“ (Einheit von Lehre und Forschung) verbreitete sich in der ganzen Welt als Humboldtsches Bildungsideal und ließ in der Folgezeit viele Universitäten gleichen Typs entstehen. Aktuell bietet die Humboldt-Universität über 250 Studiengänge an. Der Hauptsitz der Uni befindet sich Unter den Linden im Ortsteil Mitte. Im 2009 neu erbauten Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum sind neben der Zentralbibliothek zwölf ehemalige Zweigbibliotheken der Geistes- und Kulturwissenschaften sowie der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften untergebracht. Mit rund 2 Millionen Bänden findet sich dort der größte zusammenhängende in Freihandaufstellung verfügbare Bibliotheksbestand im deutschsprachigen Raum.

Sarah über ihre Uni-Stadt Berlin

Name: Sarah van Bentum             

Studienort, Uni, Fach: Berlin, Freie Universität zu Berlin, M.Sc. Geographische Entwicklungsforschung

Wieso hast du dich für Berlin entschieden? Berlin hat mich aufgrund des vielseitigen Angebotes begeistert. Die Möglichkeit, neben der Uni politische Veranstaltungen und Diskussionen zu besuchen sowie das breite Kulturangebot von Konzerten und Theatern zu nutzen, war in der Kleinstadt, in der ich meinen Bachelor studiert habe, in dem Umfang nicht möglich.

Wo treffen wir dich an, wenn du nicht in der Uni bist? Auf dem Tempelhofer Feld, dem still gelegten Flughafen mitten in Berlin: perfekt zum Sport machen, spazieren gehen, grillen, Sonnenuntergänge gucken und dafür, sich an Urban Gardening-Projekten zu beteiligen.

Welchen Hotspot würdest du uns zeigen? Den Klunkerkranich. Eine Dachterassen-Bar auf einem stillgelegten Parkdeck mitten über den Dächern Neuköllns. Neben Bar und Café gibt es hier DJs bis in die Nacht, Freiluft-Kino und den besten Blick über die Stadt.

Wo gehst du am liebsten essen oder Kaffee trinken? Il Casolare, eine leckere Pizzeria in Kreuzberg. Am besten holt man sich eine Pizza und setzt sich direkt damit an den Landwehrkanal. Einen schönen Ort und eine Auswahl an Kuchen, bei der man sich kaum entscheiden kann, bietet das „Nah am Wasser gebaut“ in Neukölln.

Wie bewertest du eure Mensa? Auf dem Geographie-Campus in Lankwitz ist das Essen eher im (guten) mittleren Bereich, manchmal überraschend gut, häufig jedoch lediglich sättigend. Auf dem großen FU-Campus in Dahlem gibt es viel mehr Auswahl und zusätzlich eine eigene Veggie-Mensa.

Was ist deine Lieblingskneipe/dein Lieblingsclub?  Der Rotbart – unser zweites Wohnzimmer.

Wie und wo wohnst du? In einer 3-er WG mitten in Rixdorf, dem historischen Teil von Neukölln. Hier wirken die Straßenzüge fast ein wenig dörflich mit Kopfsteinpflaster, Dorfplatz und alten historischen Gebäuden. Ein Kontrast zu dem sonst quirligen Leben in Neukölln. Trotzdem ist auch Rixdorf sehr vielfältig und lebendig.

Welche Nebenjobmöglichkeiten bietet Berlin? In Berlin sind dem vermutlich keine Grenzen gesetzt. Ein paar Beispiele aus meinem Freundeskreis: Statistin bei Filmen/Serien, studentische Hilfskraft, Fahrradkurier, Programmieren und der Klassiker unter den Studentenjobs: Jobben im Café oder einer Bar geht immer.

Was zeichnet die Einwohner von Berlin aus? Die Vielfalt. Die Vielfalt der Interessen, der Geschichten, die die Menschen mitbringen, der Herkunft, Kulturen und Sprachen,  die hier zusammen fließen, was sich wiederrum im Angebot von Musik, Kultur und Politik widerspiegelt.

Welche Erfahrung aus deinem Studentenleben in Berlin wirst du nie vergessen? Den weiten Weg bis zur Uni – der gehört in Berlin zum Studentenleben zwangsläufig dazu.

Beschreibe deine Uni-Stadt in drei Worten: riesig – lebendig – vielfältig

Wieso würdest du das Studentenleben in Berlin empfehlen? Weil man in Berlin alles ausprobieren kann und immer Menschen finden wird, die sich ebenfalls für dieses eine Thema interessieren und begeistern. Außerdem, weil man in Berlin nicht in einer Studentenblase lebt, sondern das universitäre Leben so wunderbar ergänzen kann durch all die Möglichkeiten, sich im außeruniversitären Bereich zu engagieren oder an Veranstaltungen teilzunehmen.

FU Berlin

Die Freie Universität (FU) Berlin ist aus einer Rebellion entstanden. Im Zuge des beginnenden Ost-West-Konflikts nahm die kommunistische Einflussnahme auf die Humboldt-Universität zu. Viele Studenten wurden aus politischen Gründen die Zulassung entzogen oder sie wurden sogar verhaftet. Daraufhin wurde die FU 1948 als „freie, gerechte und der Wahrheit verschriebenen Universität“ gegründet. Bis heute hat sich die Uni ihren rebellischen Charakter bewahrt, dies zeigte sich vor allem bei den Studentenprotesten in den 1960er Jahren. Passend zu ihrem Leitbild bietet die FU im „Café Kauderwelsch“ fair gehandelten Bio-Kaffee und -Kuchen an. Das Hauptgebäude der Uni befindet sich ebenfalls Unter den Linden. Die Studenten können daher auch das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum zum Lernen nutzen.

TU Berlin

Die Technische Universität (TU) Berlin geht auf die 1879 gegründete Königlich Technische Hochschule Charlottenburg zurück und ist damit eine der ältesten Technischen Hochschulen in Deutschland. Wie die HU und FU gehört sie zu den zwanzig größten Hochschulen in Deutschland. Der Schwerpunkt der Uni liegt auf Fächern der Ingenieur- und Naturwissenschaften. Es werden aber auch geistes-, sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Fächer angeboten. Die Uni liegt in unmittelbarer Nähe zum Ku'damm. Viele Studenten nutzen die Gelegenheit und suchen während Uni-Pausen nach dem einen oder anderen Schnäppchen in Kaufhäusern oder Boutiquen.

Berliner Charité

Ursprünglich wurde die Charité 1710 als Pesthaus gegründet. Heute fasst sie die medizinischen Fakultäten der HU und der FU zusammen und ist eine der größten und bedeutendsten Universitätskliniken in Europa. Die Charité hat über die Hälfte der deutschen Nobelpreisträger für Medizin und Physiologie hervorgebracht. An den vier Standorten Campus Benjamin Franklin (CBF), Campus Berlin Buch (CBB), Campus Charité Mitte (CCM) und Campus Virchow-Klinikum (CVK) finden sich über 100 Kliniken und Institute. 13.000 Mitarbeiter machen die Klinik zu einem der größten Arbeitgeber Berlins.

Wohnen in Berlin

Damit hast du wahrscheinlich schon gerechnet: Auch in Berlin ist es für Studenten nicht einfach bezahlbaren Wohnraum zu finden. Grade in den letzten Jahren ist Berlin als Universitätsstadt immer beliebter geworden. Knapper Wohnraum und steigende Mietpreise bestimmen die aktuelle Situation. Es gibt zwar Studentenwohnheime, allerdings sind diese oft dezentral gelegen (zum Beispiel in Lichtenberg) und haben meist sehr lange Wartelisten. Da bietet sich für den Anfang eher eine WG an, um schnell neue Leute kennen zu lernen. Mit Glück und je nach Lage und Ausstattung findest du noch Zimmer zwischen 250 und 350 Euro. Einzimmerwohnungen sind schwer zu bekommen und verhältnismäßig teuer.

Die bevorzugten Wohngegenden in Berlin sind Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Schöneberg. Aber auch die Stadtteile Neukölln, Wedding und Moabit sind im Kommen und bieten zurzeit noch etwas niedrigere Mieten. Bei der Wohnungssuche solltest du immer die Entfernung und Verbindung mit dem ÖPNV zu deiner Uni im Blick behalten. Berlin ist groß und es ist sicherlich nicht von Vorteil, jeden Tag pro Weg mehr als eine Stunde Fahrzeit zu haben. 
Neben den bekannten Internetseiten wie wg-gesucht.de sind folgende Zeitungen für die Wohnungssuche sehr hilfreich: die Tageszeitungen „Tagesspiegel“ und „Berliner Zeitung“ (alles auch online verfügbar), die Stadtzeitschriften „Zitty“ und „Tip“ sowie die „Zweite Hand“ (samstags gibt es eine Immobilienausgabe).

Freizeit in Berlin

Hast du erstmal die richtige Uni gefunden, erwartet dich die nächste schwere Entscheidung – immerhin kannst du in keiner anderen Stadt zwischen so vielen Freizeitaktivitäten wählen wie in der Hauptstadt Deutschlands. Um alle Aktivitäten  aufzuzählen, bräuchte man Tage. Neben den touristischen Highlights wie  Brandenburger Tor, Berliner Mauer, Reichstag und Fernsehturm gibt es Festivals jeder Art, Floh- und Wochenmärkte und jede Menge Natur im Umland. Im Sommer sind vor allem die zahlreichen Seen sehr beliebt. Dazu verfügt Berlin über zahlreiche tolle Museen wie das „Jüdische Museum“ oder das „Pergamonmuseum“. Für Kulturliebhaber gibt es darüber hinaus Opern (Staats-, Komische und Deutsche Oper), Theater (unter anderem: Schiller- und Renaissance-Theater, Freie Volksbühne und Berliner Ensemble) sowie unzählige Programmkinos (zum Beispiel „Intimes“). Bei der Auswahl an Freizeitaktivitäten ist definitiv für jeden etwas dabei.

Nachtleben

Vor allem im Sommer kannst du in Berlins Biergärten gemütlich in den Abend starten. Im Tiergarten findet sich der „Schleusenkrug“ direkt am Wasser. Weitere schöne Plätzchen im Grünen sind die „Luise“ in Dahlem, der „Bundespressestrand“ am Hauptbahnhof und der „Prater“ im Prenzlauer Berg. Für eine Kneipentour im Sommer und im Winter solltest du die Oranienstraße (Kreuzberg), Kastanienalle (Prenzlauer Berg) oder die Simon-Dach-Straße (Friedrichshain) ansteuern: Dort sind vor allem am Wochenende die „Dachkammer“ und „Astrobar“ sehr beliebt. Aber auch in allen anderen Straßenvierteln Berlins findest du gemütliche Kneipen für jeden Geschmack.

Das Feiern kommt in Berlin ebenfalls nicht zu kurz. Von Elektro, Indie über Charts, R’n’B bis hin zu Schlager oder 80er findest du an jedem Wochentag und zu jeder Uhrzeit einfach alles. Auch in der Alten TU-Mensa finden regelmäßig tolle Veranstaltungen statt. Wer nach einer durchfeierten Nacht gerne ausgiebig frühstückt ist im „Café Hardenberg“ sehr gut aufgehoben. Weitere Insider- und Geheimtipps findest du in Sarahs Fragebogen. Um über das aktuelle Geschehen informiert zu sein, wirfst du am Besten regelmäßig einen Blick in Berlins Stadtmagazine „Zitty“ (eher alternativ) und „Tip“ (eher nobel). Für einen ersten Überblick genügt auch die kostenlose „030“.

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