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studi.report 2017: Ergebnisse der Umfrage unter careerloft-Mitgliedern

Studierende leben New Work

Christian Stöckl 27.10.2017
Gut 2.700 careerloft-Mitglieder haben an unserer Umfrage zur Situation der Studierenden in Deutschland teilgenommen. Vielen Dank an alle, die unsere Fragen rund um die Themen Sinn, Sicherheit und Stress beantwortet haben. Die vollständigen Ergebnisse findest du im studi.report 2017  der von TERRITORY Embrace, wozu auch careerloft gehört, veröffentlicht wurde. Hier auszugsweise einige spannende Fakten im Überblick.
Übersicht über die Teilnehmer

New-Work-Konzept etabliert sich

Für Gero Hesse, Geschäftsführung von TERRITORY Embrace, etabliert sich das New-Work-Konzept zunehmend in der deutschen Wirtschaft – auch durch das Nachrücken der Uniabsolventen in den Arbeitsmarkt: „Für Studierende gehören der ständige Wechsel zwischen heimischen Schreibtisch, Bibliothek und Arbeitsräumen ihrer Hochschule sowie Mitbestimmung und Teamkultur unter Kommilitonen zum Unialltag. Das übertragen sie auf ihren Berufseinstieg und stellen Anforderungen an ihre zukünftigen Arbeitgeber. Diese Flexibilität ist Fähigkeit und Bedürfnis zugleich, der die Unternehmen gerecht werden müssen, um langfristig motivierte, erfolgreiche und zufriedene Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten.“

Dieser Anspruch wird durch den studi.report belegt: 91 Prozent der Umfrage-Teilnehmer sind sehr selbstbewusst und wünschen sich in ihrem künftigen Job interessante Aufgaben und/oder mehr Verantwortung. 86 Prozent ist es wichtig, sich selbst verwirklichen zu können.

Auch eine ausgeglichene Work-Life-Balance ist den Befragten sehr wichtig. 88 Prozent wollen genügend Freizeit haben, 84 Prozent viel Zeit mit der Familie verbringen. Sie wünschen sich zudem flexible Arbeitszeiten, die sie selbst bestimmen können.   

So ticken deutsche Studenten

Demokratische Führungskultur? Selbstverständlich!

Viele Umfrage-Teilnehmer leben das New-Work-Konzept bereits und fordern die Anpassung der Unternehmen ein. Für sie ist eine offene und demokratische Führungskultur mit einem starken Teamgedanken selbstverständlich. Weiter fordern sie kreative Ideen und Vielfältigkeit ein. Auch sind sie sind in der Lage, ihr Arbeitspensum zu bewältigen, ohne dass es sie überwältigt. Die befragten careerloft-Mitglieder möchten ihren Interessen nachgehen, ein angenehmes Arbeitsumfeld haben und dabei Zeit für sich finden. Dabei ist Sicherheit für sie unverändert ein hohes Gut! 71 Prozent von ihnen ist ein sicherer Arbeitsplatz besonders wichtig.

Arbeit ist als ein bedeutender Teil der Lebenswelt eng verknüpft mit den persönlichen Einstellungen und Werten. 78 Prozent der Befragten finden daher eine geteilte Wertvorstellung mit dem Arbeitgeber wichtig. 93 Prozent finden es wichtig, einer sinnvollen Arbeit nachzugehen. 80 Prozent möchten einen individuellen Beitrag zum Erfolg ihres Arbeitgebers leisten und für 75 Prozent ist es zudem wichtig, dass ihr Arbeitgeber ein gutes Image hat.

Studenten leben bereits New Work

Langfristige Planung statt kurzfristige Gewinnmaximierung

Für die Befragten spielt auch die langfristige Planung von Unternehmen eine wichtige Rolle. 81 Prozent der careerloft-Mitglieder, die an der Umfrage teilgenommen haben, finden es wichtig, dass der Arbeitgeber auf langfristige stabile Erträge und nicht auf kurzfristige Gewinnmaximierung aus ist. Durch New Work verschwimmen die Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben zunehmend. Die Studierenden begegnen dem mit einer guten Selbstorganisation aus. Eine Doppelbelastung mit Studium und Job empfinden nur 16,1 Prozent als stressig. Auch Unsicherheit ist bei den Studenten nicht spürbar. Lediglich 14 Prozent machen sich Sorgen, keinen Job zu finden oder zu wenig Praxiserfahrung zu haben.

Was hat sich gegenüber 2014 verändert?

Im Vergleich zur letzten careerloft-Studie „Karriere trifft Sinn“ aus dem Jahr 2014 verliert ein hohes Gehalt an Bedeutung, während ideelle Werte wichtiger werden. In der 2014er-Studie hat Embrace fünf Personas als Karrieretypen entwickelt: Helfer-Hannes, Familien-Franzi, Sucher-Simon, Karriere-Kai und Alles-Anna. Gero Hesse: „Wir sehen im Vergleich zu vor drei Jahren insgesamt mehr Karriereorientierung. So zählen sich mehr Studentinnen zu Karriere-Kai, der nun Karriere-Kim ist, also geschlechtsneutral. Aus Sucher-Simon ist Sucher-Simone geworden, die mehr als vorher ideelle Werte und ökologisches Bewusstsein vertritt.“

Personas der Studie

Check doch mal im studie.report 2017, welchem Karrieretyp du am meisten ähnelst.

Die meisten Umfrageteilnehmer stammen übrigens aus den MINT-Fachbereichen sowie den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.

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