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Stressvorbeugung in der Klausurenphase!

Teil 1: So beugst du Stress vor

Sarah Grewing 16.01.2014
Schon ist es wieder da: das Ende des Semesters! Und mit ihm die von vielen gefürchtete Prüfungsphase. Für die meisten Studenten bedeutet dies, eine schier endlose Menge von Literatur, Präsentationen und Notizen nach den wichtigsten Infos für die anstehenden Klausuren und Seminararbeiten zu durchforsten.

Stressvorbeugung durch Organisation

Klausurenphase bedeutet für viele Studierende Stress
Stress in der Klausurenphase: Falls du glaubst, dass dir alles zu viel wird, such dir Hilfe!

Hinzu kommen eventuell ein Nebenjob, der Sportverein, soziale Verpflichtungen und nicht zu vergessen die alltäglichen Aufgaben wie Einkaufen, Putzen und und und … Stress pur! Damit du nicht völlig im Papiermeer untergehst oder deine Fingernägel bis auf die Knöchel abkaust, geben wir dir heute einige wertvolle Tipps zum Thema Stressvorbeugung.

Organisation ist alles! Das wird dir spätestens klar, wenn du gerade wieder vor deinem Rechner sitzt, um das trillionste Katzenvideo anzusehen, anstatt  die Nase in die Bücher zu stecken. Einen genauen Zeitplan für das Lernen zu erstellen, kann solchem Aufschiebeverhalten vorbeugen. Am besten planst du Lernphasen mit konkreten Inhalten und – besonders wichtig – ausreichend Pausen ein. Ein kleines Nickerchen nach dem Lernen kann laut einer amerikanischen Studie sogar das Gelernte festigen.

Störfaktoren beseitigen

Du hast es dir gerade mit deinen Büchern in der WG-Küche gemütlich gemacht und schon beginnen deine Mitbewohner mit einer spontanen Kochparty. Der Lernabend wäre damit wohl gelaufen. Um solchen Ablenkungen zu entgehen, solltest du dir einen ruhigen Ort suchen, an dem du ungestört Arbeiten kannst. Erkläre dein Zimmer zur lärmfreien Lernzone oder gehe in die Bibliothek, denn so kannst du die Lerneinheiten optimal nutzen und die anschließenden Pausen genießen – einer wichtigen Punkt in deiner individuellen Stressvorbeugung. 

Prioritäten setzen

Erst mal die Wohnung aufräumen und den Abwasch erledigen, dann den neusten Tratsch mit der besten Freundin am Telefon diskutieren, danach den Geburtstagskuchen für Oma backen. Ach ja! Und lernen natürlich. Besonders in der Prüfungsphase gilt: Setze Prioritäten und verabschiede dich vom eigenen Perfektionismus. Nicht alles muss immersofort erledigt werden und auch deine Freunde und Familie verstehen sicher, dass die Uni in dieser Zeit Vorrang hat.

Anreize schaffen

Du hast gerade eine besonders anstrengende Lerneinheit hinter dich gebracht oder konntest einen wichtigen Punkt deinerTo-do-Liste abhaken? Dann belohne dich doch einfach mal selbst! Kleine Anerkennungen stärken dein Wohlbefinden und erhöhen deine Motivation. Dabei gilt: Erlaubt ist, was gefällt. Gönne dir das neue Tablet, das du schon seit langem auf deiner Wunschliste hast oder lade deine Freunde zu einem DVD-Abend ein.

Positiv denken

Besonders in der stressigen Zeit der Prüfungen plagen viele Studenten Selbstzweifel und Versagensängste. Innere Monologe wie „Das kann ich mir nie merken“ oder „Ich falle bestimmt durch“ kennt sicher jeder. Doch auch jetzt gilt das Prinzip der Stressvorbeugung. Frage dich in so einem Moment, warum du gerade jetzt verzweifelst. Vielleicht brauchst du nur eine kleine Pause, frische Luft oder einen kleinen Snack. Viel wichtiger als die Frage nach dem Warum ist es aber, die negativen Gedanken schnell beiseite zu schieben und durch positive zu ersetzen. Erinnere dich an frühere Erfolge und sage dir „Ich kann das schaffen“ oder „Ich kann das ebenso gut wie andere“, denn so ist es auch.

Mit der Zeit wirst du den für dich optimalen Lernplan völlig routiniert erstellen und lernen, Warnsignale zu erkennen. Falls du doch einmal glaubst, dass dir alles zu viel wird, suche dir Hilfe. Die meisten Studentenwerke bieten in der Regel psychologische Beratungen oder Seminare zu Stressbewältigung, Lernstörungen oder Prüfungsangst an.

Wir hoffen, dass unsere Tipps zur Stressvorbeugung dir durch die anstrengende Zeit helfen und wünschen dir viel Erfolg für deine Prüfungen! Und denke immer daran: Semesterende bedeutet auch vorlesungsfreie Zeit! Für den Fall, dass der Stress doch einmal die Oberhand gewinnt, stellen wir dir in Teil 2 des Stressbewältigungs-Ratgebers verschiedene Entspannungsübungen vor.