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Semesterferien-Blues – So kommst du aus den Puschen

Sarah Grewing 06.03.2014
Semesterferien: Die Zeit, in der du dich endlich mal in Ruhe mit Seminararbeiten und persönlichen Projekten beschäftigen kannst, ohne zwischendurch von Vorlesungen und Seminaren gestört zu werden. Allerdings auch eine Zeit, in der kein geregelter Tagesablauf vorhanden ist.

Das verleitet viele Studenten dazu, einfach mal lange im Bett zu bleiben, dann ausgiebig zu frühstücken und die Nachmittage mit Online-Shopping zu verbringen. Ehe man sich’s versieht, ist der ganze Tag auch schon rum und die To-do-Liste liegt weiterhin unberührt in der Ecke. Wenn du ebenfalls zu den Meistern der Prokrastination gehörst, präsentieren wir dir heute fünf Wege aus dem Aufschiebungstrott.

1. Optimiere deine To-do-Liste!

To-Do-Liste
Optimiere deine To-Do-Liste.

Anstelle weniger großer Projekte solltest du deine Vorhaben in mehrere kleine Einheiten aufteilen, die jeweils schneller erledigt und abgehakt werden können. Auf diese Weise hast du beim Anblick deiner To-do-Liste nicht das Gefühl, vor unüberwindbaren Aufgaben zu stehen. Zur besseren Zeiteinteilung kannst du deine Aufgaben außerdem nach Dringlichkeit sortieren. Eine große Hilfe stellt dabei die kostenlose App Wunderlist dar: Sie ermöglicht dir etwa, die Punkte deiner To-do-Liste nach Belieben zu priorisieren, zu verschieben sowie dich per E-Mail an Termine und Fälligkeitsdaten zu erinnern. Besonders praktisch ist die Synchronisationsfunktion, mit der du deine Liste auf all deinen Geräten immer griffbereit hast.

2. Versuche dich im Multitasking!

Auch wenn du nicht tatsächlich mehrere Dinge zur SELBEN Zeit machen kannst, kann es doch produktivitätssteigernd sein, verschiedene Dinge zur GLEICHEN Zeit zu machen. Das heißt, wenn du mal bei einem Projekt nicht weiter kommst, lege es ruhig zur Seite und widme dich einer anderen Aufgabe. Die Beschäftigung mit neuen Inhalten, Anforderungen und Problemen hält dein Gehirn auf Trab und verhilft dir so möglicherweise zu neuer Inspiration. Achte jedoch auch darauf, dass du dir nicht zu viel vornimmst und arbeitsfreie Zeiten einplanst.

3. Lege eine Technik-Pause ein!

Während du arbeitest, solltest du dein Smartphone ohnehin am besten aus-, zumindest jedoch auf Stumm schalten. Denn nichts stört den Arbeitsfluss mehr als Anrufe, E-Mails oder SMS. Versuche doch auch mal, Twitter, Skype und Co. für einen ganzen Tag zu ignorieren. Zunächst wirst du dich fühlen, als seist du von der Außenwelt abgeschnitten. Das legt sich aber mit der Zeit und du lernst die Social Media-Auszeit bald zu schätzen. Schließlich haben unsere Eltern und Großeltern auch ohne Tweets und Posts überlebt.

4. Mache dir bewusst, dass ständige Produktivität ein Mythos ist!

Loftikantin Sarah schläft auf ihren Unterlagen.
Leg ruhig Pausen ein, wenn die Konzentration schwindet.

Das menschliche Gehirn ist nicht für den dauernden Hochbetrieb geschaffen. Phasen hoher Produktivität kommen und gehen. Menschen, die ständig versuchen Höchstleistungen zu bringen, enden früher oder später im Burnout. Höre also auf die Warnzeichen deines Körpers und lege regelmäßige Pausen ein, sobald du merkst, dass deine Konzentration schwindet. Anschließend kannst du dich wieder mit neuer Kraft und Motivation an die Arbeit machen.

5. Lade deinen mentalen Akku auf!

Augenringe gelten heutzutage fast schon als Statussymbol. Doch wer hart arbeitet, sollte unbedingt ausreichend schlafen. Tatsache ist, dass Schlafmangel zahlreiche negative Folgen haben kann: Vergesslichkeit, Wortfindungsprobleme, Konzentrationsschwäche, Gereiztheit und ein geschwächtes Immunsystem tragen sicher nichts zu deiner Produktivität bei. Um dein Pensum zu schaffen, solltest du also besser davon absehen, Nachtschichten einzulegen, denn diese spiegeln sich in der Regel in der Qualität deiner Arbeit wieder.

Jetzt also raus aus den Puschen und an die Arbeit! Wir wünschen dir produktive und erholsame Semesterferien!

Auch eine Möglichkeit: In „Einfach mal liegenlassen. Das kleine Buch vom effektiven Arbeiten durch gezieltes Nichtstun.“erklärt John Perry, Professor der Philosophie, wie Aufschieben und Trödeln zu einer produktiven Lebensphilosophie werden können.