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#RichtigBewerben Teil 10: Faktoren für eine erfolgreiche Bewerbung – vom besten Zeitraum bis hin zu kuriosen Fun Facts

Nadine Miczka 23.08.2016
Manchmal kann eine Bewerbung noch so gut sein und am Ende flattert doch eine Absage ins Haus oder die unbeliebte Mail ins Postfach. Oft sind es wenige Sekunden, die der Personaler für seine Entscheidung braucht. Der erste Eindruck und das bekannte „zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein“ spielen eben nicht nur in der Liebe eine wichtige Rolle. Wir haben für dich herausgefunden, wann deine Bewerbung die besten Chancen hat.
Die besten Bedingungen für deine erfolgreiche Bewerbung

Wann ist deine Bewerbung besonders erfolgreich?

Auch der Arbeitsmarkt wird durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage gebildet. Als Bewerber profitierst du von einer möglichst großen Nachfrage nach Arbeitskräften seitens der Unternehmen und einer möglichst geringen Zahl an Bewerbern, die ihre Arbeitsleistung anbieten. Kurz gesagt: Viele Jobs und wenig Personen, die sich bewerben, ergeben gute Chancen für dich. Doch wann kannst du diese Marktbedingungen abgreifen und deine Bewerbung abschicken? Eine Studie von Joblift zeigt, dass im späten Herbst und Winter die beste Bewerbungszeit vorliegt. Besonders in den Monaten vom November bis Februar sind Bewerbungen laut der Studie um bis zu sechsmal erfolgreicher als in den Sommermonaten von Juli bis September.

Wieso es das bekannte Sommerloch gibt? Während der Urlaubszeiten schalten fast alle Unternehmen einen Gang runter. Auch die Personalbüros sind nicht voll besetzt und Bewerbungsprozesse dauern länger. Im Winter hingegen sinkt die Zahl der Bewerber und es sind verhältnismäßig wenig Konkurrenten um einen Job vorhanden. Obwohl im Dezember die wenigsten Jobs inseriert werden, steigen deine Chancen, einen Job zu ergattern.

Die besten Bedingungen herrschen aber im Februar, gefolgt von Januar und November. Dieses Wissen kannst du nutzen und dich in dieser Zeit für deinen Traumjob bewerben. Vielleicht findest du dich schon bald im Assessment Center wieder?

Anschreiben, Lebenslauf und Co: Welche Form macht eine erfolgreiche Bewerbung aus?

Blau gewinnt – dieses Gerücht hast du in deinem Studium bestimmt schon gehört. Blaue Bewerbungsmappen sollen angeblich deine Chancen auf ein Vorstellungsgespräch erhöhen. Allgemein gilt: Die meisten Bewerber wählen gedeckte Farben als Rahmen für Lebenslauf, Bewerbungsschreiben und Zeugnisse. Damit sind die typischen Mappen dunkelblau, weinrot, schwarz oder grau. Um mit deinem Anschreiben aus der Masse abzuheben, könnte sich schon der Kauf einer kräftigeren Farbe lohnen – vielleicht in der Farbe des Unternehmenslogos. So findet der Personaler dein Bewerbungsschreiben ganz sicher im Stapel wieder.

Doch wer verschickt heute eigentlich noch eine Bewerbungsmappe, um sich auf Jobs zu bewerben? Die meisten der potenziellen Arbeitgeber haben sich im Zuge der Digitalisierung allerdings angepasst und empfangen Bewerbungsunterlagen heute am liebsten per Mail. Mit dem E-Recruiting sind die Großunternehmen auf eine deutlich einfachere Alternative umgestiegen. Doch auch deine digitale Bewerbung via Mail oder Bewerbungsportal kannst du inhaltlich optimieren und optisch aufwerten.  

Häufig verleitet das Netz zu Quantität statt Qualität – hier und da Formulare ausfüllen, Foto und Lebenslauf hochladen, fertig! Aber wie beim Postweg auch, sitzen am anderen Ende Personal-Verantwortliche, die deine Bewerbung genau unter die Lupe nehmen. Auch bei einer Online-Bewerbung solltest du Zeit und Mühe investieren. Die Tipps für überzeugende Anschreiben gelten eben auch im Netz. Absolutes No-Go ist das Erstellen eines Lebenslaufs oder Bewerbungsschreibens, das du an jede Firma rausschickst. Jedes Unternehmen stellt andere Anforderungen an dich, an die du deine Unterlagen anpassen solltest. Dass das Netz auch kuriose Tipps bereithält, zeigen unsere Fun Facts:

Fun Facts für deine Bewerbung

Prost! Und nochmal heißt es: Blau gewinnt. Naja, nicht ganz: Verschiedene Forscher und dementsprechend viele Foren sprechen von einer positiven Wirkung des Alkohols. Er ist dafür bekannt, Hemmschwellen sinken zu lassen. Unter kleinster – wir betonen: kleinster! – Menge können Bewerbungsgespräche lockerer verlaufen. Ob man allerdings wirklich zum Glas greifen möchte, bevor man beim Vorstellungsgespräch dem Personaler direkt in die Augen schaut – wir bezweifeln es. Da gibt es bessere Tipps für Schüchterne und Introvertierte mit weniger Desaster-Potenzial.

Sex sells? Angeblich soll ein tiefes Dekolleté auf dem Bewerbungsfoto deine Chancen bei einer Bewerbung verbessern. In seriösen Unternehmen sammelst du damit allerdings eher Minus- als Pluspunkte. Einen professionellen Eindruck hinterlässt du aber sicher dann, wenn du dein Wissen und deine Fähigkeiten gut rüberbringst. Überzeug also lieber mit Lebenslauf und Anschreiben, schließlich geht es um einen Job und eine Bewerbung bleibt eben doch ein formeller Akt. Spätestens im praktischen Teil des Bewerbungsprozesses, etwa beim Assessment Center, fallen die Unterschiede zwischen Wissen und Show auf.

Zu guter Letzt: Angeblich sollen Raucher eine geringere Erfolgswahrscheinlichkeit bei der Jobsuche haben. Laut einer Studie der Stanford University School of Medicine ist die Zigarette ein echter Karriere-Killer. Rauchende und nichtrauchende Arbeitslose wurden über ein Jahr lang begleitet, und siehe da: Mit einer Differenz von 30 Prozent haben deutlich mehr rauchfreie Personen einen Job gefunden. Grund dafür, so die Forscher, könnten die Prioritäten bei Geldausgaben sein (statt Friseur vor der Jobsuche, eher eine Zigarette).

Weitere Tipps für deine Bewerbung inklusive Lebenslauf, Anschreiben und Co Findest du in den anderen Teilen von #RichtigBewerben:

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