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Richtig netzwerken im Studium

Katja Mayer 23.06.2016
Es ist keine Binsenweisheit: Je früher du im Studium deine Fühler ausstreckst und einen Kontakt nach dem anderen knüpfst, desto einfacher gestaltet sich später durch dein wachsendes Netzwerk der Übergang von der Uni ins Arbeitsleben. Und dafür gibt es neben den Klassikern – Duales Studium, Praktika und Abschlussarbeit im Unternehmen – noch eine Reihe weiterer Möglichkeiten, die wir dir in diesem Artikel vorstellen möchten.
Netzwerken – so knüpfst du nützliche Kontakte.

Manche unserer Tipps kannst du ohne großen Zeitaufwand realisieren, in andere musst du schon etwas mehr Zeit investieren. Vielleicht sogar die Regelstudiendauer überziehen. Aber die damit scheinbar verlorene Zeit ist letztlich in deine Zukunft investiert und in einen Job, der dir wirklich Spaß macht. Nach dem Abschluss stehst du dann nicht bei null, sondern kannst bereits auf einige Quellen und dein Vitamin B beziehungsweise wichtige Beziehungen zurückgreifen, die du dir während des Studiums erschlossen hast. Du hast verschiedene Möglichkeiten, um dein Netzwerk für deine Karriere und/oder späteres Business aufzubauen.

Netzwerken in Gremien

Schon als Studierender Kontakte knüpfen
Je früher du im Studium Kontakte knüpfst, desto einfacher wird dein Einstieg ins Berufsleben.

Ganz egal ob du im Fachschaftsrat, dem AStA, einer Kino-Initiative oder vielleicht sogar als gewähltes studentisches Mitglied im Senat deiner Universität mitarbeitest: Bei einer solchen Tätigkeit erwirbst du dir nicht nur Fähigkeiten, die dir im Berufsleben und verschiedenen Jobs gute Dienste leisten können, du knüpfst auch wichtige Kontakte für neue Netzwerke. Zum Beispiel, wenn du für studentische Kulturtage mit regionalen Firmen das Sponsoring verhandelst. Beinahe noch bedeutender ist allerdings das Networking mit deinen Kommilitonen. Wenn du dir diese nämlich auch über das Studium hinaus erhältst, bieten sie dir langfristig persönliche Kontakte in andere Unternehmen und schaffen die Chance auf andere Jobs.

Messen und Kongresse sind ideal fürs Netzwerken

Netzwerken auf Messen
Messen und Kongresse sind ideal fürs Netzwerken.

Wenn du in einer entsprechenden Forschungsgruppe mitarbeitest, kannst du dort möglicherweise eigene Ergebnisse präsentieren. Aber auch, wenn du nicht selbst im Rampenlicht stehst, sind solche Veranstaltungen ideal fürs Netzwerken. Gerade, wenn nicht nur Elfenbeinturm-Bewohner anwesend sind, sondern auch Wirtschaftsvertreter, hast du die Chance, entsprechende Kontakte und langanhaltende Beziehungen zu knüpfen. Ein Blick ins Rahmenprogramm lohnt sich. Mit deinem Wissen bist du optimal vorbereitet und kannst gezielt und richtig vorgehen.  

Richtig netzwerken im Ausland

Networking ist nicht nur in Deutschland angesagt. Auch der Aufenthalt in einem anderen Land schafft Begegnungen, die sich nach dem Studium bei der Suche nach dem passenden Arbeitgeber nutzen lassen. Für die Finanzierung solcher Gastspiele gibt es diverse Stipendien – auch andere Stipendiaten sind Kontakte, die sich später beim Berufseinstieg eventuell nutzen lassen. Tipp: Wenn du deinen Auslandstrip mit einem Forschungsvorhaben und spannenden Themen verbinden kannst, die für ein Unternehmen oder einen Verband nützlich sind, lässt sich so manchmal nicht nur die Finanzierung deines Aufenthalts, sondern auch der Berufseinstieg regeln.

Mitgliedschaft in Studentenorganisationen

In nahezu jeder Fachrichtung gibt es Vereinigungen, die die Studierenden etwa durch Programme zur Karriereförderung unterstützen. Ihre wichtigste Ressource sind die Ehemaligen, die bereits die Karriereleiter hinaufgestiegen sind. Für diese ist es meist Ehrensache, sich für den Nachwuchs zu engagieren. Zum Beispiel indem sie Firmenkontakte vermitteln und Schnuppermöglichkeiten in ihrem Unternehmen anbieten. Eine gute Möglichkeit also zum Netzwerken.

Mitarbeit in studentischen Firmen

Beinahe jede wirtschaftswissenschaftliche Fakultät hat mittlerweile eine studentische Unternehmensberatung. Dort können interessierte Hochschüler schon vor dem Abschluss Praxisluft schnuppern. Fasst man den Firmenbegriff etwas weiter, leisten auch Uniradios, Hochschulzeitungen und studentische Konzertveranstalter ähnliches: Hier schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Referenzen sammeln und auch Kontakte für den Berufseinstieg knüpfen.

Tipps und Tricks für den Berufseinstieg bei Alumni-Veranstaltungen

Alumni-Veranstaltungen
Tipps und Tricks für den Berufseinstieg gibt's auch bei Alumni-Veranstaltungen.

Jede Hochschule pflegt den Kontakt zu ihren Absolventen, denn ihre Bedeutung ist nicht von der Hand zu weisen. Sie sind nicht nur Ansprechpartner für die finanzielle Unterstützung ihrer ehemaligen Alma Mater, sondern können den aktuell Immatrikulierten nützliche Tipps und Tricks für den Berufseinstieg geben. Dazu lassen sie schon Mal ihre Kontakte spielen, um den richtigen Ansprechpartner für Praktikum, Abschlussarbeit oder Traineestelle zu finden. Netzwerken ist also zentraler Bestandteil einer jeden Alumni-Organisation.

Ehrenamtliches Engagement

Außeruniversitärer Einsatz zahlt sich immer aus. Er ist nicht nur gesellschaftlich wichtig – er bietet auch hervorragende Gelegenheiten zum Netzwerken. Gerade, wenn du dich bei Einrichtungen wie Rettungsdiensten oder Tierschutzorganisationen engagierst, lernst du Leute kennen, die längst im Berufsleben stehen. Und weil Menschen am liebsten Gleichgesinnte unterstützen, kannst du auf ihre Empfehlungen hoffen. Ganz nebenbei macht sich soziales Engagement auch gut im Lebenslauf – und ist allein schon dadurch ein Karrierefaktor.

Wissenschaftlich arbeiten

Die eine Möglichkeit für wissenschaftliches Arbeiten ist eine Stelle als wissenschaftliche Hilfskraft. Dort lernst du alle Mitglieder deines Instituts kennen und kannst folgerichtig auch auf ihre Kontakte zurückgreifen. Gerade die Profs sind bestens in die Wirtschaft vernetzt, weil sie dort laufend Drittmittel einwerben müssen. Sie können dir deswegen mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn's um deine Karriere-Optionen und mögliche Jobs geht. Eine andere Möglichkeit besteht darin, im Rahmen einer Forschungsarbeit Praxiskontakte zu knüpfen – zum Beispiel, indem du für deine Bachelor Thesis Unternehmenspraktiker zu ihren Strategien auf Facebook, Xing, LinkedIn & Co befragst und darüber auch Artikel in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlichst.

In Praktikum, Semester- oder Ferienjob Praxiserfahrung sammeln

Netzwerken
Bei Praktikum, Semester- oder Ferienjob sammelst du wertvolle Praxiserfahrung.

Arbeiten in Firmen und Organisationen muss nicht unbedingt immer ein Praktikum sein – auch ein Semester- oder Ferienjob verschaffen dir lehrreiche Praxiserfahrung, vorausgesetzt, du wählst den Arbeitgeber sorgfältig aus. Die Mitarbeit in Unternehmen in Deutschland ist übrigens nicht nur in Festanstellung möglich – auch eine freie Mitarbeit kommt dafür in Frage. Und obwohl deutsche Studenten eher Gründungsmuffel sind, ist schon manche erfolgreiche Geschäftsidee – und damit der eigene Job – in der Zeit an der Hochschule entstanden und dann zur Marktreife weiterentwickelt worden.

Beim Bloggen einfach bekannter werden

Das klingt jetzt vielleicht etwas weit hergeholt, aber: Mit einem gut gemachten Blog kannst du dir eine erstklassige Reputation sichern. Es wird gelesen, weiter empfohlen und ist deine Referenz, wenn's um den Nachweis von Fachkompetenz und Wissen geht. Als erfahrener Blogger, der zudem in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Xing für sich wirbt, greifst du schließlich auch relevante Beiträge anderer Schreiber – mitunter deiner Zielunternehmen – auf und führst dazu Interviews mit besagten. Was spricht dagegen, diese Kontakte zum Netzwerken und für deine Karriere zu nutzen?

Für ein optimales Netzwerk solltest du zwei oder drei dieser Strategien kombinieren. Damit du das Ganze zeitlich gut hinbekommst, kannst du dein Engagement für den Aufbau diverser Netzwerke auch hintereinander anordnen: Engagiere dich im Bachelor-Studium ehrenamtlich, arbeite während des Masters in einer studentischen Beratung mit und gestalte dann deine Abschlussarbeit so praxisnah wie möglich.

Wichtig ist vor allem, dass du dich bei der Suche nach einem Arbeitgeber oder deinem zukünftigen Business nicht verzettelst, weil die Optionen so verlockend klingen – alle Themen beim Networking und dem Aufbau von Vitamin B umzusetzen, das ist allein schon aus zeitlichen Gründen nicht möglich. Für ein optimales Ergebnis nutzt du idealerweise nur diejenigen Strategien, die dir am meisten entgegenkommen und für dein persönliches Berufsziel die besten Ergebnisse versprechen.

Arbeiten im Unternehmen muss nicht unbedingt immer ein Praktikum sein – auch ein Semester- oder Ferienjob verschaffen dir lehrreiche Praxiserfahrung, vorausgesetzt, du wählst das Unternehmen sorgfältig aus. Die Mitarbeit in Unternehmen ist übrigens nicht nur in Festanstellung möglich – auch eine freie Mitarbeit kommt dafür in Frage. Und obwohl deutsche Studenten eher Gründungsmuffel sind, ist schon manche erfolgreiche Geschäftsidee – und damit der eigene Job – in der Zeit an der Hochschule entstanden und dann zur Marktreife weiterentwickelt worden.

Bloggen

Das klingt jetzt vielleicht etwas weit hergeholt, aber: Mit einem gut gemachten Blog kannst du dir eine erstklassige Reputation sichern. Es wird gelesen, weiter empfohlen und ist deine Referenz, wenn's um den Nachweis von Fachkompetenz geht. Als erfahrener Blogger greifst du schließlich auch relevante Beiträge anderer Schreiber – mitunter deiner Zielunternehmen – auf und führst dazu Interviews mit besagten. Was spricht dagegen, diese Kontakte zum Netzwerken und für deine Karriere zu nutzen?

Für ein optimales Netzwerk solltest du zwei oder drei dieser Strategien kombinieren. Damit du das Ganze zeitlich gut hinbekommst, kannst du die verschiedenen Engagements auch hintereinander anordnen: Engagiere dich im Bachelor-Studium ehrenamtlich, arbeite während des Masters in einem studentischen Consulting-Unternehmen mit und gestalte dann deine Abschlussarbeit so praxisnah wie möglich.

Wichtig ist vor allem, dass du dich bei der Vorbereitung deines Berufseinstiegs nicht verzettelst, weil die Optionen so verlockend klingen – alles umzusetzen, das ist allein schon aus zeitlichen Gründen nicht möglich. Für ein optimales Ergebnis nutzt du idealerweise nur diejenigen Strategien, die dir am meisten entgegenkommen und für dein persönliches Berufsziel die besten Ergebnisse versprechen.

Mehr Tipps zu deinem #JobEinstieg findest du hier:

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