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Raus aus der Komfortzone, rein ins Glück – Step 2: Die Welt entdecken!

Einmal nach Shanghai, bitte. Umziehen ans andere Ende der Welt – keine gute Idee? Finde ich schon. Mit 16 bin ich mitsamt meiner Familie in die Megametropole Shanghai gezogen und versuche seither durch längere Auslandsaufenthalte oder Umzüge meinen Horizont zu erweitern.
Shanghai
Shanghai

Zugegeben, anfangs war ich nicht begeistert, Freunde und das heimische Umfeld zu verlassen, jedoch sollte Shanghai die bis dato wichtigste und wertvollste Erfahrung meines Lebens sein. Vor allem meine Persönlichkeit hat von diesem Erlebnis profitiert. Für euch habe ich wesentliche Persönlichkeitsmerkmale aufgeführt, die ich durch das Verlassen meiner Komfortzone, weiterentwickeln konnte.

Extraversion 

Der erste Schultag in der neuen Heimat: „Hi! Wie heißt du?“ „Laura ...“, langes Schweigen. Aus Nervosität und Schüchternheit kam ich in diesem Moment nicht auf die Idee, mich bei meinem Gegenüber (im Übrigen mittlerweile meine beste Freundin) auch nach ihrem Namen zu erkundigen. Durch Situationen wie diese habe ich relativ schnell gemerkt, dass ich keine sozialen Kontakte knüpfen kann, wenn ich nicht proaktiv auf die Menschen in meiner Umgebung zugehe und mit ihnen spreche. Es gibt immer noch Situationen, in denen meine Hemmschwelle, mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen, hoch ist, aber im Großen und Ganzen habe ich wenige Probleme damit, auf Leute zuzugehen und ein Gespräch zu führen, denn nur so finden sich in einer ungewohnten Umgebung Freunde.

Lofitkantin Laura in Shanghai
Loftikantin Laura ist immer offen für neue Erfahrungen.

Offenheit für Erfahrungen

Neugierde und Abenteuerlust führen dazu, dass ich gerne und oft neue Dinge ausprobiere. Dabei kann es sich um exotisches Essen, spannende Reiseziele, fremde Musik oder ein neues Theaterstück handeln. Ich liebe es, über den Tellerrand zu schauen und neue Perspektiven zu gewinnen. Meine Zeit in Shanghai hat mich dafür begeistert. Dort habe ich erst gemerkt, dass man von jeder neuen Erfahrung profitieren kann. Ob es ein neues Gericht ist, das ich in den Menüplan aufnehmen kann oder eine neue Kultur, durch die ich meinen Blick auf das Weltgeschehen erweitere. Jede Erfahrung bringt einen Lernfaktor mit sich.

Gewissenhaftigkeit

Selbstständig durch ein Land zu reisen erfordert Achtsamkeit. Vor ein paar Jahren bin ich alleine nach und durch Neuseeland gereist. Vor kurzem bin ich nach Berlin gezogen. In beiden Fällen gibt es das ein oder andere zu beachten: Wie komme ich von A nach B? Reicht mein Geld überhaupt noch für die nächste Woche? Alle Fragen, die einem auf dem Weg in der Fremde begegnen, erfordern Gewissenhaftigkeit, um beispielsweise Flüge nicht zu verpassen und abends in einem Hostel unterkommen zu können. Ich habe gelernt, mich in jeglichen Situationen auf mich selbst zu verlassen und mit Bedacht zu handeln.

Schild mit Entfernungen zu verschiedenen Metropolen
Die Begegnung mit anderen Kulturen lässt einen neuen Blickwinkel auf das Weltgeschehen zu.

Toleranz 

„Andere Länder, andere Sitten“ – um das zu erleben reicht es schon, innerhalb des eigenen Landes die Grenzen des persönlichen Mikrokosmos zu überschreiten. Die Begegnung mit anderen Kulturen lässt einen neuen Blickwinkel auf das Weltgeschehen zu. Ich habe dadurch für mich gelernt, dass die meisten Menschen im Grunde gut und mir positiv gestimmt sind und jeder durch Erziehung und die eigene Kultur andere Wertvorstellungen und Ansichten lernt. So fällt es mir leichter, andere Meinungen anzuhören, zu tolerieren und Perspektivwechsel einzunehmen.

Ich hatte das große Glück – teilweise nicht ganz freiwillig – in Situationen zu geraten, die mich aus meiner Komfortzone gelockt haben. Es braucht aber nicht unbedingt einen Umzug ans andere Ende der Welt, um die eigene Komfortzone zu verlassen und die Persönlichkeit weiter zu entwickeln. Allerdings kommt man durch einen Umzug, eine längere Reise oder eine neue Uni unausweichlich in derartige Situationen. Also los: Probiert auch ihr es aus, begebt euch an unbekannte Orte, an denen ihr euch zunächst alleine zurecht finden müsst. Denn was habt ihr schon zu verlieren, auch wenn ihr mal ein kleines Risiko eingeht?

Eure Lofti-Laura

Lies hier Teil 1: Raus aus der Komfortzone, rein ins Glück – Step 1: Blickkontakt halten