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Onlinebewerbung: So geht das!

Tipps für deine E-Mail- und Online-Bewerbung

Melanie Pölking 18.10.2013
Es ist längst kein Geheimnis mehr: Die klassische Bewerbungsmappe stirbt langsam aber sicher aus. Mehr als jede zweite offene Stelle wird heute via Internet besetzt. Das gilt zumindest für die offiziell ausgeschriebenen. Deshalb findest du hier die wichtigsten Tipps für deine Online-Bewerbung.

Online-Bewerbung liegt im Trend

Bereits 85 Prozent der Vakanzen bei deutschen Unternehmen stehen auf der eigenen Homepage. Die meisten Firmen schreiben sie zusätzlich per Twitter aus, nutzen ihre Facebook-Karriereseite oder eine Online-Jobbörse. Auf den Karriereseiten können interessierte Kandidaten spezielle Online-Formulare ausfüllen und Bewerbungsunterlagen hochladen. Laut Arbeitgeber-Check wünscht sich jedes vierte Unternehmen ausschließlich eine solche Online-Bewerbung. So wird die Bearbeitung schneller und kostengünstiger. 

Eine Online-Bewerbung mag praktisch sein, birgt aber auch einigeTücken. Bewerbungsschreiben, die an Postfächer a la info@firma.de verschickt werden, laufen meist ins Leere. Es lohnt sich, im Vorfeld die Adresse des Verantwortlichen in der Personalabteilung zu recherchieren. Dann kann dieser entsprechend  direkt angeschrieben werden.

Für die Bewerbung per E-Mail gilt dasselbe wie für jeden klassischen Brief: 

  • Sorgfältig formulieren
  • Tippfehler finden und ausbessern
  • Auf einen guten Gesamteindruck achten
Immer mehr Unternehmen setzen auf Online-Bewerbungen
Keinen Plan in Sachen Online-Bewerbung?

Doch bevor du loslegst, heißt es erst mal recherchieren! Sammle alle relevanten Infos über das Unternehmen deiner Wahl. Bestimmt wirst du auf der Firmenhomepage fündig. Auch der Karriere-Blog kann ein wichtiger Infokanal für dich werden, wenn es denn einen gibt. Bestimmt hilfreich: die firmeneigene Karriereseite auf Facebook.

Weiter geht’s: Nun unterscheidet man zwischen zwei Varianten bei dieser Form der Bewerbung: Zum Einen die E-Mail-Bewerbung, bei der Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen in klassischer Form versendet werden – nur eben per Mail und mit PDF-Anhängen.

Zum Anderen die reine Online-Bewerbung, bei der über ein Online-Formular oftmals mehrere Seiten der Reihe nach ausgefüllt werden müssen. Beide Varianten haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Beide verlangen dem Bewerber aber auch unterschiedliche Vorbereitung ab. Gemeinsam haben alle: Du kannst und solltest dir schon vorab ein paar Unterlagen zum späteren Hochladen zurecht legen. Dazu gehören:

Tipps für die Bewerbung mit Online-Formularen

Wenn du dich für einen Job bei einem Unternehmen interessierst, das nur elektronische Bewerbungen akzeptiert, solltest du dich auf mehrere Seiten mit Fragen zu Kontaktdaten, Ausbildung, Zusatzqualifikationen und bisherige Jobs gefasst machen. Füll unbedingt immer alle Felder aus! Mit unvollständigen Angaben und einer schlechten Online-Bewerbung disqualifizierst du dich unter Umständen selbst.

  • Vorschreiben: Tippfehler vermeidest du, indem du Textbausteine in Ruhe und offline vorformulierst. Wenn möglich lass sie noch von einem Freund oder Profi gegenlesen. 
  • Freitext: Viele Online-Bewerbungsformulare haben sogenannte Freitextfelder. Hier wird in der Regel das sonst übliche Anschreiben erwartet. Auch das solltest du vorbereiten. Check vorher unbedingt eventuelle Zeichenbegrenzungen.
  • Anhänge: Für das Hochladen von Dateien gilt: Die Bewerbung nicht überfrachten! Maximal drei Empfehlungsschreiben und ebenso viele Zeugnisse der letzten drei Stationen sind die absolute Obergrenze. Diese fasst du vorher in ein PDF zusammen. So muss der Personaler nur eine Datei öffnen und hat gleich den Überblick.
  • Format: Maximal vier Megabyte für alles zusammen. Die Dateien sollten sinnvoll und eindeutig benannt sein: Nicht nur „Lebenslauf.pdf”, sondern besser „Lebenslauf_Susanne_Mustermann.pdf“ – für den Fall, dass mal was durcheinander kommt.
  • Absender: Als Kontaktadresse unbedingt (!) eine neutrale E-Mail-Adresse angeben, also nicht schnuppi86@hotmail.com, sondern Vorname.Nachname@Provider.de.

Tipps für die E-Mail-Bewerbung

Genau so gut kannst du dich direkt per E-Mail bewerben – vielleicht sogar in Form einer Initiativbewerbung. In diesem Fall solltest du an Folgendes denken:

  • Betreff: Die Betreffzeile ist das Entree zu deiner Bewerbung und vermittelt gleich einen ersten (und wichtigen) Eindruck beim Arbeitgeber. Noch bevor der die E-Mail überhaupt geöffnet hat. Bewirbst du dich auf eine konkrete Stellenanzeige? Dann sollte der Betreff das Wort „Bewerbung”, den Job, auf den du dich bewirbst und gerne auch die Kennziffer der Stellenanzeige enthalten. Das erleichtert der Personalabteilung eine Zuordnung. Bei einer Blindbewerbung sollte ebenfalls der Begriff „Bewerbung” fallen, gefolgt von einer persönlichen Anrede und einem Slogan.
  • Keywords: Reizwörter erhöhen die Chance, Interesse zu wecken und gelesen zu werden. Also nicht „Bewerbung für einen Job”, sondern konkret: „Meine Bewerbung als Vertriebsleiter / Ihre Anzeige”.
  • Anschreiben: Kopier das Anschreiben direkt in die E-Mail. Das bedeutet einen Klick weniger für den Personaler. Auch wenn es sich um eine E-Mail oder ein Online-Formular handelt – ein lockerer Jargon ist generell tabu.
  • Gestaltung: Weniger ist mehr: Häufig wechselnde Schriften (Fonts, fett, kursiv) oder Hintergründe verwirren nur und wirken oft zu verspielt. Schlichte Eleganz kommt besser an.
  • Anlagen: Vergewisser dich vor dem Abschicken, dass angekündigte Dokumente auch wirklich hochgeladen wurden. Ein vergessener Anhang macht keinen guten Eindruck.
  • Signatur: Die E-Mail sollte mit einer Signatur enden, die deinen vollständigen Namen, Adresse, Telefonnummer und vielleicht auch einen Link zu eigenen Homepage oder zu einem Online-Profil enthält. 

Mit unseren wichtigsten Tipps für deine Online-Bewerbung bist du für den nächsten Ernstfall gut vorbereitet. Wir wünschen dir viel Erfolg bei deiner Bewerbung! In Teil 2 unserer Serie erfährst du mehr über die grafische Gestaltung von Online-Bewerbungen.