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„Nee danke“ zum Jobangebot? Fünf gute Gründe, warum du auch Nein sagen darfst oder musst!

Melanie Pölking 26.11.2015
Der Reiz ist groß, der Enthusiasmus ungebremst: Nach einem Vorstellungsgespräch gibt es immer gute Gründe, nervös auf den langersehnten Anruf mit einer Zusage zu warten. Aber willst du die Stelle tatsächlich? Wann du besser die Finger von einem Job lassen solltest oder nicht um eine Absage herum kommst, liest du hier:
Ja oder nein? Ist es der richtige Job?
Willst du die Stelle wirklich?

Der erste Eindruck ist schlecht

Der HR-Mitarbeiter starrt beim Vorstellungsgespräch gedankenverloren aus dem Fenster, anstatt dir zuzuhören. Bei einem Rundgang durch die Büroräume riecht es nach kaltem Zigarettenqualm und die potenziellen neuen Kollegen würdigen dich keines Blickes … Wenn der erste Eindruck so negativ ausfällt, bist du nicht gerade geneigt, einen Freudensprung zu machen, geschweige denn das Jobangebot zu akzeptieren. Dann solltest du dir gut überlegen, ob du mit diesem Arbeitsumfeld leben bzw. arbeiten könntest.

Der Gehaltsspagat schmerzt

Das Gehalt stimmt nicht mit deinen Vorstellungen überein?! Natürlich ist Geld nicht alles. Und auch in Sachen Verdienst lassen sich jede Menge kleine und große Extras verhandeln. Aber wenn der Spagat zwischen Wunschgehalt und dem angebotenen Verdienst zu groß ist, solltest du die Offerte lieber ausschlagen.

Die Stelle reizt dich inhaltlich null

Stellenausschreibungen geben immer nur einen groben Einblick in die Tätigkeit. Detaillierte Informationen zum Arbeitsablauf erhältst du aber erst im Vorstellungsgespräch. Stellt sich dann heraus, dass der Job ganz andere Aufgaben beinhaltet als erwartet, ist Vorsicht geboten! Die Tätigkeit entspricht so gar nicht dem, was du eigentlich machen möchtest? Du fühlst dich über- oder unterqualifiziert? Kurzum, es passt inhaltlich einfach nicht? Dann solltest du von diesem Angebot Abstand nehmen.

Es kann nur Einen geben

Wenn du auf der Suche nach einem neuen Job bist, hast du bestenfalls gleich mehrere interessante Ausschreibungen für dich entdeckt und dich für diese beworben. Und siehe da: Nicht nur ein Unternehmen erkennt dein Potenzial. Du bekommst sogar gleich zwei (oder drei oder vier ;)) Zusagen und bist in der glücklichen Situation, dich für das eine oder andere entscheiden zu können. Um ein höfliches Nein, also eine angemessene Absage, kommst du jetzt nicht mehr herum.

Der Ruf deines Chefs eilt ihm voraus

Du erfährst aus einer verlässlichen Quelle von der schlechten Reputation des Chefs. Diverse Rechtsstreite, unter anderem mit deinem Vorgänger, lassen darauf schließen, dass er nicht gerade ein umgänglicher Typ ist. Seinen Willen setzt er mit allen Mitteln durch. Überstunden gehören im Unternehmen dazu, wie das Amen in der Kirche. Gehaltserhöhungen stehen auch nach langjähriger Betriebszugehörigkeit nicht auf der Agenda. Mit der Unternehmenskultur deines Arbeitgebers in Spe steht es also nicht gerade zum Besten. Auf so ein Betriebsklima kannst du gepflegt verzichten.

Hast du schon mal ein Jobangebot ausgeschlagen? Was waren deine Gründe dafür?