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Namen merken leicht gemacht

4 Tipps und Tricks wie du Namen besser im Gedächtnis behältst

Laura Schulte 07.11.2016
„Guten Morgen Frau Schmitz, guten Morgen Herr...“ – Mist, wie war noch gleich der Name?! Gerade beim Berufseinstieg stellen sich ständig neue Leute bei dir vor, deren Gesichter und vor allem deren Namen du dir merken musst. Dabei scheitert dein Gedächtnis ständig? Keine Sorge, damit bist du nicht alleine – und es gibt Tipps und Tricks, wie du dir Namen leichter merken kannst.
Business Knigge: Namen vergessen

Aufmerksam zuhören und wiederholen

Eine Grundregel für Konversation gilt auch für das Lernen von Namen: Sei aufmerksam und zeige Interesse an deinem Gegenüber. Das bedeutet zunächst, gut zuzuhören, wenn andere Menschen ihren Namen nennen. Dabei solltest du ihnen ins Gesicht schauen, am besten in die Augen. Das hilft dem Gehirn nachweislich, einen Namen besser mit einem Menschen zu verknüpfen und ihn sich so zu merken. Falls du einen Namen nicht verstehst, frage direkt nach. Bei komplizierteren Namen kannst du nach der Schreibweise fragen oder dir den Namen gleich aufschreiben lassen. So nimmst du den Namen auch visuell wahr. Versuche dann, den Namen deines Gegenübers bereits in den ersten Minuten des Gesprächs zu wiederholen. Sich einen Namen zu merken ist ein Zeichen der Wertschätzung und wenn du beim nächsten Treffen sagst „Guten Tag, Herr Ostermann, es freut mich, Sie wiederzusehen“, bleibst du auch Herrn Ostermann in guter Erinnerung.

Kreativ mit Namen umgehen

Gut zu wissen: Unser Gehirn hat eine Vorliebe für Bilder. Bildhaftes Denken funktioniert viel schneller als das Denken in Worten. Denke dir also Bilder und Eselsbrücken zu den Namen aus. Wenn ein Kollege zum Beispiel „Bäcker“ heißt, kannst du dir das Bild vorstellen, wie er morgens Brötchen backt. Auch bei vielen zusammengesetzten Namen kannst du Eselsbrücken bilden: Herr „Buchholz“ liest vielleicht gerne Bücher über Holz. Und der Name „Niedecken“ könnte zu einer Person gehören, die nie den Tisch deckt. Ausgefallenere Namen von Kollegen kannst du dir gut mit einem Reim merken: Herr Barfield liebt seinen Kater Garfield.

Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Den Namen mit weiteren Informationen verknüpfen

Eselsbrücken oder ein Bild sind der erste Schritt, um dir Namen besser merken zu können. Je mehr Informationen du mit dem Namen verknüpfst, desto besser kannst du ihn dir merken. Zeige also Interesse für dein Gegenüber und eigne dir nützliches Wissen über die Person an. Dazu kannst du zum Beispiel Fragen nach Hobbys oder Lieblingsbüchern stellen. Es kann ja sein, dass Herr Buchholz zwar keine Bücher über Holz liest, aber ein totaler Krimi-Fan ist. Und Frau Sauer backt vielleicht gerne süße Kuchen für die Kollegen. So gewinnt dein Gegenüber mit der Zeit an Individualität und du kannst dir den Namen und das Gesicht besser merken.

Gedächtnistraining

Wenn du in kurzer Zeit mit sehr vielen Menschen in Kontakt kommst, zum Beispiel bei einer Konferenz, kannst du auch nach dem Treffen noch weiter Gedächtnistraining betreiben. Eine Form, die gut geeignet ist, ist das Lernen mit Kärtchen. Dabei schreibst du auf die eine Seite ein bis zwei Stichpunkte, die die Person charakterisieren. Auf die andere Seite kommen der Name der Person und deine kreative Verknüpfung. Nimm dir nach neuen Bekanntschaften, zum Beispiel an den ersten Tagen im neuen Job, jeden Tag ein paar Minuten Zeit, um dir die Kärtchen mit Namen und deinen Gedächtnisstützen anzusehen. Wenn du das Ganze moderner angehen willst, kannst du die Leute beim Kennenlernen fragen, ob du ihre Kontaktdaten im Smartphone speichern darfst. Wenn du auch noch ein Bild dazu bekommst, wirst du die Namen und Gesichter nicht wieder so schnell vergessen.

Falls du trotz dieser Tipps und Tricks doch mal einen Namen vergessen hast, mach dir keinen Kopf – das passiert vielen, gerade beim Berufseinstieg. Die Situation kannst du dann auf verschiedene Weise retten: Entweder mit Humor, indem du einen lustigen Spruch machst à la „mein Gedächtnis ist einfach ein Sieb“ oder indem du ehrlich bist und dein Gegenüber freundlich bittest, dir seinen Namen nochmal zu nennen. Besonders gut: Mach deutlich, dass du zwar den Namen, nicht aber die Person vergessen hast! Wenn du dich noch daran erinnerst, dass Herr Buchholz dir von seinem Lieblingskrimi erzählt hat, wird er es dir wahrscheinlich nicht allzu übel nehmen, dass du dir seinen Namen nicht merken konntest.

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