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Motivationsschreiben – Tipps für die dritte Seite der Bewerbung

Tabea Weidinger 27.09.2016
Vom Arbeitgeber geliebt, vom Bewerber gefürchtet – das Motivationsschreiben. Dieses wird häufig bei Bewerbungen auf verschiedene Jobs und Stellen sowie auf das Master-Studium gefordert. Dabei setzt es sich vom Anschreiben und Lebenslauf der Bewerbung deutlich ab und gibt dir die Möglichkeit, deine Motivation und Fähigkeiten zu bezeugen.
Überzeugende Motivationsschreiben bei der Bewerbung

Mit Motivationsschreiben ist der Aufbau einer Bewerbung folgender: An erster Stelle heftest du das Anschreiben. Dahinter folgt der Lebenslauf. An dritter Stelle steht das Motivationsschreiben, weswegen es auch „Seite drei der Bewerbung“ genannt wird.

Beim Motivationsschreiben kannst du wertvolle Pluspunkte sammeln und bekräftigen, wieso du der optimale Bewerber für eine Stelle oder auch ein Studium bist. Arbeitgeber haben vor allem in größeren Unternehmen nur wenige Minuten Zeit, sich jede einzelne Bewerbung ganz genau anzusehen. Oft werfen sie nur einen kurzen Blick auf Anschreiben und Lebenslauf, um die wichtigsten Infos über den Bewerber zu erhalten.

Mit einem Motivationsschreiben gewinnst du aber ihre Aufmerksamkeit und stichst als Bewerber hervor. Mit diesen Tipps erstellst du eine überzeugende dritte Seite und kommst dem Vorstellungsgespräch mit deiner Bewerbung einen Schritt näher.

Wann musst du dich mit einem Motivationsschreiben bewerben?

Nicht alle, aber viele Arbeitgeber verlangen heutzutage neben Anschreiben und Lebenslauf ein Motivationsschreiben in der Bewerbung für Jobs. Wird in der Stellenanzeige nicht deutlich darauf hingewiesen, solltest du trotzdem Zeit in ein Motivationsschreiben investieren, da es dem Personaler einen guten ersten Eindruck von dir vermitteln kann.

In jedem Fall gilt: Ehrlichkeit siegt! Falschangaben in der Bewerbung über Fähigkeiten oder persönliche Informationen sind in der Arbeitswelt generell ein fristloser Kündigungsgrund. Enttarnt der Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch eine Lüge, wird er es sofort beenden. Auch Lücken im Lebenslauf sollten nicht verschwiegen, sondern erklärt werden. Ansonsten wird der Arbeitgeber an deiner Glaubwürdigkeit zweifeln und einem anderen Bewerber die Stelle geben. Wenn du dir unsicher bist, wie das optimale Motivationsschreiben aussieht, findest du im Internet viele Muster-Beispiele. Die Muster können dir als Orientierung, beispielsweise für den Aufbau, dienen.

Was kommt ins Motivationsschreiben?

Ob du dich auf ein Praktikum, einen festen Job oder als Direkteinsteiger bewerben möchtest: Im Grunde geht es beim Motivationsschreiben darum, Information zu deiner Person zu geben und – wie der Name schon sagt – deine Motivation in Worte zu fassen. Wenn du merkst, dass du im Grunde alles aus dem Anschreiben nur noch einmal wiederholst, solltest du das Motivationsschreiben von der Bewerbung entfernen (außer es wird explizit gefordert). Bei einer Bewerbung macht ein Motivationsschreiben Sinn, um auf die folgenden Punkte einzugehen.

Tipps und Checkliste für das Motivationsschreiben deiner Bewerbung

  • Karriere und berufliche Ziele

Geh darauf ein, wie du dir deine berufliche Karriere vorstellst. Wenn du zum Beispiel eine Bewerbung für einen Job oder ein Praktikum schreibst, erkläre im Motivationsschreiben, wie der Job dir helfen kann, deine Ziele zu erreichen. Nach diesen Informationen wirst du später bestimmt auch im Vorstellungsgespräch gefragt. Wenn du dich auf ein Studium bewirbst, macht es Sinn, zu beschreiben, was du im Studium und danach erreichen möchtest.

  • Erfahrungen

Du hast schon Erfahrungen in einem bestimmten Bereich gesammelt, die dich für den Job qualifizieren, auf den du dich bewirbst? Dann nenn diese im Motivationsschreiben! Geh auf konkrete Aufgaben, die du übernommen hast, ein und verdeutliche, dass du dich schnell in die neue Stelle einarbeiten und das Unternehmen mit deinen Kenntnissen bereichern kannst.

  • Stärken

Wenn du auf deine persönlichen Stärken eingehst und deine Talente beschreibst, kann der Arbeitgeber dich schon vor dem Vorstellungsgespräch besser kennenlernen. Natürlich müssen die Stärken zum Unternehmen oder dem Studium passen, für das du die Bewerbung schreibst.

  • Das Unternehmen beziehungsweise das Studium und du

Am Schluss vom Motivationsschreiben macht es Sinn, wenn du ansprichst, was dich an dem Unternehmen beziehungsweise an dem Studium, für das du dich bewerben möchtest, besonders reizt. Das zeigt neben deiner Motivation auch, dass du dich mit deinem potenziellen Arbeitgeber und Job ausführlich auseinandergesetzt hast. Wenn du gute Begründungen lieferst, gibt der Personaler dir Pluspunkte für deine Bewerbung. Trotzdem solltest du hier besonders darauf Acht geben, den Arbeitgeber nicht in den Himmel zu loben. Das wirkt so, als würdest du dich einschleimen wollen.

Generell solltest du beim Motivationsschreiben darauf achten, sorgfältig zu arbeiten und beispielsweise keine Widersprüche zum Lebenslauf einzubauen. Das würde den Arbeitgeber irritieren und du bekämst sehr wahrscheinlich keine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Außerdem solltest du hier nicht abschweifen: Ihn interessiert nur, was die ausgeschriebene Stelle betrifft und nicht dein Privatleben. Wenn das Motivationsschreiben steht, solltest du es unbedingt von jemandem gegenlesen lassen.

Wenn du dir vor dem Verfassen von deinem Motivationsschreiben ein fertiges Anschreiben ansehen möchtest, findest du ihm Internet viele Beispiele für Bewerbungen auf Jobs und Studienplätze. Textprogramme, wie Word, bieten zudem nützliche Design-Vorlagen für Lebenslauf, Anschreiben und Co.

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