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Mit diesen 5 Tipps hast du länger was vom Urlaub!

Melanie Pölking 03.07.2015
Endlich Urlaub: relaxen, abschalten und einfach mal tun und lassen, wonach einem der Sinn steht! Die Vorfreude ist groß, der Effekt danach recht kurzlebig: „Untersuchungen zeigen, dass die Erholung nach einem Urlaub im Durchschnitt schon nach drei Wochen wieder weg ist“, sagt Charlotte Malycha, Diplom-Psychologin mit Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie.

„Bei einigen Menschen geht es sogar noch schneller: Das Vorurlaubsniveau tritt bereits nach einer Woche wieder ein.“ Wenn du wissen möchtest, wie du die Erholung nach deinen Ferien möglichst lange genießen kannst, lies hier die fünf Tipps der Psychologin.

1. Gutes Timing

Bevor du mit deiner Urlaubsplanung beginnst, solltest du einen Blick auf deinen Kalender werfen. Gibt es in unmittelbarer Nähe irgendwelche Großereignisse, Veranstaltungen oder sonstige außerplanmäßigen Dinge, die dich viel Zeit und Energie kosten? Dann lege deinen Urlaub bewusst in die Zeit danach. Keine großen Events direkt nach dem Urlaub!

2. Organisation im Büro

Im Urlaub sollte man das Büro zuhause lassen.
Nicht gut: Im Urlaub in Gedanken immer im Büro.

Während deiner Abwesenheit stehen die Uhren im Job leider nicht still. Im Gegenteil: Alles geht seinen gewohnten Gang. Je größer aber die Arbeitsmenge nach dem Urlaub ist, desto schneller geht die Erholung verloren. Es ist also empfehlenswert, alles so zu organisieren, dass sich nach deinem Urlaub keine Arbeitsberge auf dem Schreibtisch türmen und 500 Mails zu beantworten sind. Gestalte die Übergabe an Kollegen so effektiv wie möglich. Dann kann alles reibungslos weiterlaufen – auch wenn du nicht da bist.

3. Wirklich abschalten

Ob Fernziel oder Balkonien, heute weiß man: Entscheidend ist nicht so sehr, wo du deinen Urlaub verbringst, sondern wie sehr du gedanklich abschalten kannst. Während des Urlaubs solltest du dich also nicht die ganze Zeit mit der Arbeit beschäftigen und negatives Gedankenkreisen ganz ausschalten. Hilfreich kann es sein, zum Beispiel eine neue Sportart auszuprobieren, mit der du dich ablenkst. Charlotte Malycha erläutert: „Wenn man seine ganze Aufmerksamkeit auf etwas Neues, Anstrengendes oder Herausforderndes richtet, hat man keine Zeit, über die Arbeit nachzudenken. Das entspannt ungemein.“

4. Übergänge fließend gestalten

Wenn du nach einem langen Flug am Sonntagabend erschöpft nach Hause kommst, wäre es recht herausfordernd, montagmorgens um 8 Uhr wieder durchzustarten. Wenn möglich, gestalte die Übergänge in den und aus dem Urlaub fließend. Fang zum Beispiel erst an einem Dienstag oder Mittwoch an. Dann hast du nur eine kurze Woche vor dir und kannst langsam wieder reinkommen.

Ein Tipp der Psychologin: „In manchen Unternehmen ist es nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber üblich, den Abwesenheitsassistenten zwei Tage länger einzustellen, als der Urlaub tatsächlich geht. Das gibt dir die Möglichkeit, erst einmal in Ruhe anzukommen, dir einen Überblick zu verschaffen und in Ruhe alle Mails abzuarbeiten.“

5. Früh freut sich …

Jeroen Nawijn von der Erasmus-Universität Rotterdam hat das Glücksgefühl von über tausend Niederländern vor, im und nach dem Urlaub gemessen. Dabei stellte er fest, dass die Vorfreude auf den Urlaub am stärksten ist. Etwa acht Wochen hält das Hochgefühl an. Wer also lange etwas von seinem Urlaub haben möchte, lässt ganz besonders die Zeit davor nicht einfach verstreichen, sondern genießt das langsame Einsetzen der Urlaubsstimmung ;)