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Körpersprache: Was deine Gestik und Mimik über dich und andere Menschen verrät

Sarah Grewing 20.04.2016
Mit der Körpersprache ist das so eine Sache, denn sie hört niemals auf. Augen, Hände und vieles mehr wirken selbst dann, wenn wir nichts mehr sagen. Wir können nicht NICHT kommunizieren. Unser Körper spricht oft Bände und deine Mimik und Gestik zeigt vielleicht mehr, als dir lieb ist.
RichtigBewerben: Körpersprache und Gestik

Manche Gesten machen wir bewusst, andere sind oft nicht steuerbar, doch mancher Blick, Handbewegungen oder andere Gesten wirken enorm. Ein guter Grund, deine Körpersprache genau unter die Lupe zu nehmen. Denn beispielsweise im Bewerbungsgespräch kann Körpersprache für dein Gegenüber zum Zünglein an der Waage werden. Nicht nur fachliche Qualifikationen für den Job oder dein Wissen zu bestimmten Themen zählen, sondern auch deine nonverbale Kommunikation. Bist du dir ihrer bewusst, kannst du den einen oder anderen Fauxpas durch Körpersprache in deiner Karriere vermeiden.

Arme und Hände pushen deine Karriere

Verschränkte Arme
Verschränkte Arme signalisieren Ablehnung, Unsicherheit und manchmal Ängstlichkeit.

Ein einfaches Beispiel für Körpersprache, das wohl jeder aus dem Alltag kennt, ist das Verschränken der Arme vor der Brust. Nach außen signalisiert dieses Verhalten Ablehnung, Unsicherheit und manchmal Ängstlichkeit. Im Bewerbungsgespräch um einen neuen Job solltest du daher weder deine Arme noch die Hände hinter dem Kopf verschränken. In zurückgelehnter Haltung bedeutet diese Pose anderen Menschen gegenüber sogar grenzenlose Souveränität – nicht gerade passend für die Situation eines Vorstellungsgesprächs. Auch allzu überschwängliche Gesten machen keinen guten Eindruck, weil diese Art der Körpersprache Oberflächlichkeit und manchmal sogar Aggressivität ausstrahlt.

Wichtig ist: Deine Hände sollten während der Kommunikation auf jeden Fall sichtbar sein. Versteck sie nicht unter dem Tisch oder in den Hosentaschen. Achte auch darauf, in welcher Höhe sich deine Hände befinden: Gesten oberhalb der Taille werden als positiv empfunden. Versuche unnötige Gesten wie Fingertrommeln, dich an der Nase zu kratzen oder an deinen Haaren herumzuzupfen, zu vermeiden. Achte auch auf die Haltung deiner Hände: Ineinander gefaltete Hände lassen dich überlegen wirken. Sind sie zum Spitzdach geformt, demonstrieren sie Überheblichkeit. Das Reiben der Hände suggeriert Selbstzufriedenheit. Liegt der Finger an der Nase, ist das ein Zeichen für Konzentration.

Ein Blick sagt mehr als tausend Worte

Die Augen gelten als Spiegel der Seele. Augen können lächeln, Freude ausstrahlen, zustimmen und fragen. Blickkontakt wirkt aber auch manchmal ungewollt ablehnend oder zeigt Zweifel. Wenn du häufig blinzelst, strahlst du Unruhe aus. Blickkontakt halten hingegen zeigt, dass du aufmerksam und an Themen interessiert bist. Aber übertreib es bei den Bemühungen um einen Job mit deiner Körpersprache nicht. Ein zu langer Blick kann als Anstarren interpretiert werden – dein Gegenüber kann das als aufdringlich und unhöflich empfinden. Lass deine Augen also immer mal wieder abschweifen. Vermeide jedoch während des Dialogs oder einer Präsentation ständig auf den Boden zu schauen oder den Blickkontakt komplett abzubrechen. Ein häufig zu Boden gesenkter Blick und suchende Augen, hochgezogene Augenbrauen oder demonstratives Wegsehen sind Zeichen für Unsicherheit und Ignoranz.

Manchmal sitzen dir im Bewerbungsgespräch auch mehrere Personaler gegenüber. Dann gilt es, bei deinen Antworten alle Teilnehmer nacheinander anzusehen und anzusprechen. Und das nach Möglichkeit ganz natürlich, damit nicht der Eindruck entsteht, du würdest ein Tennismatch verfolgen. Zum Schluss kehrst du mit dem Blick zu der Person zurück, die die Frage gestellt hat. Das Wichtigste dabei: Lächeln! Ein natürliches aufgeschlossenes Lächeln gilt als Türöffner, mit dem man Sympathien gewinnt. Auch Lachen ist erlaubt, wenn es echt ist und von Herzen kommt. Ein wahrhaftes Lachen erkennt man an den hochgezogenen Wangen und Fältchen um die Augen.

Manchmal sitzen im Bewerbungsgespräch auch mehrere Personaler. Dann gilt es, bei deinen Antworten nacheinander mit allen Teilnehmern Blickkontakt aufzunehmen und sie anzusprechen. Nach Möglichkeit solltest du für dein Gegenüber ganz natürlich auftreten, damit nicht der Eindruck entsteht, du würdest ein Tennismatch verfolgen. Zum Schluss kehrst du mit dem Blick zu der Person zurück, die die Frage gestellt hat. Das Wichtigste, um mit deiner Bewerbung zu überzeugen: Lächeln! Das natürliche aufgeschlossene Lächeln eines Menschen gilt als Türöffner, mit dem du Sympathien gewinnst und klare positive Signale in der Kommunikation setzt. Auch Lachen ist erlaubt, wenn es echt ist, von Herzen kommt und nicht nur der Karriere dient. Das wahrhafte Lachen eines Menschen erkennst du an hochgezogenen Wangen und Fältchen um die Augen.

Perfekte Körpersprache und Gesten im Sitzen

Da Bewerbungsgespräche meistens im Sitzen stattfinden, hier ein paar Tipps für dich:

  • Sitz entspannt, nicht zu lässig und nicht zu steif. Sich in den Stuhl lümmeln ist tabu und wirkt unhöflich.
  • Setz dich so hin, dass du einen Großteil der Sitzfläche einnimmst. Versuche aufrecht zu sitzen, anstatt auf der Kante hin- und herzurutschen.
  • Deine Aussage wirkt stärker, wenn du sie gezielt mit den Händen unterstreichst. Bleib dennoch mit den Augen bei deinem Gegenüber.
  • Lehn dich beim Zuhören leicht nach vorne, beim Reden etwas nach hinten. So vermittelst du deinem Gegenüber durch Körpersprache Interesse und Engagement.
  • Pass deine Sitzhaltung der deines Gesprächspartners an, indem du deine eigenen Gesten behutsam angleichst. Profis sprechen vom Spiegeln der Körpersprache. Mit dieser Technik lassen sich einfach und schnell Vertrauen und Sympathien herstellen.

Natürlich wollen wir alle wissen, welche Gesten für Personaler besonders wichtig sind. Laut einer Umfrage vom Career-Builder gibt es acht Signale der Körpersprache, die den Ausgang der Kommunikation unabhängig von Themen negativ beeinflussen und deine Bewerbung ins Aus katapultieren können. Zu diesen Gesten von Menschen gehören:

  • Fehlender Blickkontakt (67 Prozent)
  • Fehlendes Lächeln (38 Prozent)
  • Herumzappeln (33 Prozent)
  • Schlaffe Körperhaltung (33 Prozent)
  • Schlaffer Händedruck (26 Prozent)
  • Arme verschränken (21 Prozent)
  • Mit den Haaren spielen oder im Gesicht rumfummeln (21 Prozent)
  • Mit den Händen fuchteln (9 Prozent)

Beobachte die Körpersprache deines Gegenübers

Die Augenlider schlagen seltener, der Blick schweift öfter mal ab, dein Gegenüber wechselt häufig die Sitzposition? Alles Zeichen dafür, dass sich euer Gesprächspartner langweilt. Um den Job zu bekommen, sind von dir jetzt Spontanität und ein kühler Kopf gefragt. Lass dich von der Körpersprache deines Gegenübers nicht aus der Bahn werfen, sondern versuche ihn wieder in deinen Bann zu ziehen. Gibt es einen Flipchart im Raum? Dann stehe bei der nächsten Gelegenheit auf, schreibe deine Antwort in drei Stichpunkten darauf oder erkläre den Zusammenhang zwischen zwei Themen. Das unterbricht die Monotonie des Gesprächs. Außerdem kannst du versuchen, während der Diskussion Gemeinsamkeiten auszumachen. Ähnliche Interessen schaffen eine vertrauensvolle Basis und tragen zum guten Gefühl bei, auf einer Wellenlänge zu sein. Ist das erst mal geschafft, ist das schon die halbe Miete deiner Bewerbung und der neue Job hoffentlich in greifbare Nähe gerückt – deiner Körpersprache sei Dank!

Lesetipp: Faszination Körpersprache: Was wir ohne Worte alles sagen – von Beate Weingardt

Redaktion: Melanie Pölking mit Karrierebibel

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