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#KarriereTippsAusHollywood – House of Cards

Im Sommer 2016 erschien auf Netflix die vierte Staffel von House of Cards. Die Politserie rund um die US-amerikanische Präsidentschaft dreht sich um ein zentrales Thema: Macht. Wie man an sie gelangt, wie man sie für seine Interessen nutzt und wie man sie behält und mehrt – das sind die Lieblingsthemen des Hauptprotagonisten Francis „Frank“ Underwood, gespielt von Oskar-Preisträger Kevin Spacey.
Frank Underwood aus House of Cards

Um Macht zu gewinnen, nutzt Underwood äußerst skrupellose und heimtückische, aber auch ebenso faszinierende Wege und Mittel - ganz zum Vergnügen des Zuschauers. Ein charakteristisches Stilelement der Serie ist dabei das Durchbrechen der sogenannten vierten Wand – Frank Underwood wendet sich direkt an die Zuschauer und gibt zahlreiche Erklärungen, Kommentare und Ratschläge in Bezug auf Führung, Management und das Durchsetzen der eigenen Interessen. Diese Ratschläge solltest du natürlich nicht für bare Münze nehmen, Underwood lügt, betrügt und mordet. Doch es wäre nicht #KarriereTippsausHollywood, wenn es nicht einige wertvolle Lektionen gäbe, die wir von dem machtgierigen Politiker lernen können.

Lass dich nicht von Rückschlägen aufhalten

Pragmatismus ist eine der herausragenden Charaktereigenschaften von Frank Underwood. Im Politzirkus hat er immer wieder mit herben Rückschlägen zu kämpfen. Als Underwood in der ersten Staffel der Serie erfährt, dass er nicht den ihm zugesicherten Posten als Außenminister in der Administration unter Präsident Walker erhalten würde, hält er sich nicht lange mit Enttäuschung oder Frustration auf. Stattdessen akzeptiert er die neue Situation und beginnt sofort, neue Pläne zu schmieden und Strategien zu entwickeln. Dank zahlreicher Intrigen und Manipulationen wird er schließlich am Ende der Staffel sogar zum Vizepräsidenten ernannt.

Auch im Berufsleben kann es immer wieder zu Situation kommen, die man weder vorhersehen noch beeinflussen kann. Das kann frustrierend sein, da man kann nicht auf alle Aspekte der Arbeit selbständig einwirken kann, selbst wenn man sich viel Mühe gibt und einen guten Job macht. In derartigen Momenten ist es sehr hilfreich, sich nicht lange mit persönlichen Befindlichkeiten oder Enttäuschung aufzuhalten. Oft ergeben sich aus vermeintlichen Rückschlägen neue, ungeahnte Möglichkeiten. Es lohnt sich, einen kühlen Kopf zu bewahren und Ausschau nach der nächsten Chance zu halten.

Hol dir einen Karriere-Wingman

Ich liebe diese Frau. Ich liebe sie mehr als Haie Blut lieben
Frank Underwood über Claire Underwood

Die Partnerschaft von Claire und Frank Underwood zeichnet sich nicht nur durch ein gehöriges Maß an Hassliebe und Zwietracht aus, sondern auch durch den absoluten Willen zweier Partner, es gemeinsam an die politische Spitze zu schaffen. In ihrer Partnerschaft nutzen Claire und Frank immer wieder ihre Kontakte, um sich gegenseitig zu unterstützen. Sie schmieden gemeinsam Pläne und initiieren ausgetüftelte Vorstöße, um ihren Einfluss in Washington zu vergrößern. Weder Claire noch Francis möchten dabei persönlich auf eine bestmögliche individuelle Karriere verzichten, was zwar zu zahlreichen Machtkämpfen innerhalb der Beziehung führt, aber sie auch immer wieder dazu zwingt, Lösungen zu finden, aus denen sie Beide als Gewinner hervorgehen.

Dein persönlicher Karriere-Wingman (oder -Wingwoman) kann dich weit über deinen Berufseinstieg hinaus fördern und fordern. Wenn ihr euch gegenseitig Feedback gebt, Erfahrungen austauscht und in der gleichen Branche tätig seid, können sowohl dein Wingman als auch du langfristig und unternehmensübergreifend davon profitieren.

Verzettel dich nicht in Kleinigkeiten

So, kein Schmerz mehr.
Frank Underwood

Gleich zu Beginn der ersten Folge von House of Cards, tötet Francis Underwood mit bloßen Händen einen Hund, der von einem Auto angefahren wurde. Oder, um es mit Francis’ Worten zu sagen: „Es gibt zwei Arten von Schmerzen. Der Schmerz, der einen stärkt und sinnlosen Schmerz. Der Schmerz, der nur Leid mit sich bringt. Ich bin nicht sehr geduldig, wenn etwas sinnlos ist. Momente wie diese erfordern jemanden, der handelt, der das Unangenehme übernimmt, das Notwendige.“

Dank der schauspielerischen Leistung von Kevin Spacey wird direkt in diesem ersten Auftritt von Frank Underwood klar, dass er sich von Kleinigkeiten und Nebenkriegsschauplätzen nicht aufhalten lässt. Mit hoher Effizienz und Unerbittlichkeit verfolgt er seine ambitionierten Ziele. Gerne nimmt er dafür Anstrengung und Leid in Kauf, jedoch nur, wenn ihn das auch wirklich voranbringt.

Gerade für Menschen mit hoher beruflicher Verantwortung hält Frank Underwood hier eine wichtige Lektion bereit: In Führungspositionen ist es wichtig, sich nicht ständig in operativen klein-klein zu verlieren. Mit zunehmender beruflicher Verantwortung müssen Berufstätige lernen, Aufgaben zu delegieren. Wer hier nicht loslassen kann, verliert den Blick für die wirklich wichtigen Themen und entscheidenden Projekte.

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