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Karriere als Durchschnittsstudent

Sarah Grewing 15.07.2016
Durchschnittliche oder schlechte Noten im Studium: Was nun? Viele Studenten können nicht mit Top-Noten glänzen. Ein Problem? Ja. Aber eines, für das es Lösungen gibt. Sechs Ansätze, mit denen du schlechte Noten ein Stück weit ausgleichen und trotzdem deine Karriere starten kannst.
Karriere als Durchschnittsstudent

1. Deine Bewerbung

Große Unternehmen werden geradezu überschwemmt von Bewerbungen. Studenten, die aus ihrem Studium durchschnittliche oder schlechte Noten mitbringen, gehen da schnell unter oder werden früh aussortiert. Sorge dafür, dass deine Bewerbung heraussticht! Die heute üblichen Online-Bewerbungen bieten dir dazu viele Möglichkeiten. Wie wäre es mit einer schicken Grafik, anstelle eines klassischen Lebenslaufs? Oder einem Video, in dem du dich nach deinem Bachelor oder Master persönlich vorstellst? Anregungen und Tools findest du hier.

2. Praxiserfahrung im Studium

Auch wenn du es aus deinem Studium nicht mehr hören kannst: Wissen sammeln über Praxiserfahrung ist das A und O! Dabei gilt: Für eine gute Karriere geht Qualität vor Quantität. Praktika oder Werkstudententätigkeit in deiner Wunschbranche verschaffen dir einen umfassenden Einblick sowie nützliche Praxiserfahrung – und können durchschnittliche oder schlechte Noten ein Stück weit ausgleichen. Ein dickes Plus bringen zudem Aktivitäten, die Studenten  außerhalb der Uni sammeln, wie ehrenamtliches Engagement, Vereinstätigkeiten, Fortbildungen, Wettbewerbe und so weiter.

3. Sprachen

Gute Sprachkenntnisse sind ein großes Plus, nicht nur an der Uni, sondern vor allem in einer globalisierten Wirtschaft. Englisch ist heutzutage obligatorisch, wahrscheinlich auch in deinem Studium. In Zukunft spielen zudem Spanisch, Mandarin-Chinesisch und Japanisch in der Wirtschaft eine immer größere Rolle. Nimm also die kostenlosen Sprachkurse wahr, die an vielen Unis angeboten werden! Dieses Wissen noch im Studium zu erwerben ist mit mehr Lernen verbunden, aber das lohnt sich in jedem Fall. Denn ein Sprachenzertifikat wertet deine Unterlagen ungemein auf – perfekt für jeden, der eine Karriere anstrebt, obwohl er durchschnittliche oder schlechte Noten mitbringt.

4. Auslandsaufenthalte / Reisen 

Idealerweise vertiefst du deine Sprachkenntnisse bei einem längeren Auslandsaufenthalt – egal ob während eines Auslandssemesters, Praktikums oder sozialer Arbeit. Neben guten Sprachkenntnissen beweist du dadurch noch andere Kompetenzen, wie Selbstständigkeit und Organisationstalent. Falls ein Auslandssemester/-job für dich bzw. an deiner Uni nicht infrage kommt, dann reise! Auch so kannst du lernen, dein Know-how zu vermehren. Zudem kann es nie schaden, den eigenen Horizont zu erweitern und andere Kulturen kennenzulernen – und vielleicht ergibt sich beim nächsten Vorstellungsgespräch dadurch ein interessantes Gesprächsthema.

5. Persönliche Kontakte

Ebenso häufig beschworen wie Praxiserfahrung – und ebenso gut: Networking schon im Studium! Die eine oder andere schlechte Note mag so später etwas weniger schwer wiegen. Diverse Studien belegen, dass 40 Prozent der Jobs in Deutschland über Beziehungen vermittelt werden, bei Führungspositionen sogar rund 70 Prozent. Doch Netzwerken will auch von Studenten gelernt sein. Unsere ehemalige Praktikantin Kim hat im Blog zusammengefasst, was du beachten solltest.

6. Alternativen 

Kleine Unternehmen und Exoten: Schau dich rechtzeitig vor deinem Bachelor in deiner Region um. Gibt es vielleicht kleinere Unternehmen, die interessante Positionen anbieten und bei denen die Bewerber nicht Schlange stehen? Oder halte Ausschau nach einer Karriere in Exoten-Jobs. Auch das könnte eine Antwort auf deine Frage nach einem möglichen Einstieg sein. Vielleicht sucht ein Unternehmen, das eigentlich in einer ganz anderen Branche tätig ist, nach Absolventen deines Faches – und schaut dabei nicht nur auf die Abschlussnoten. Die Konkurrenz um den Job ist hier sicher kleiner.

Master: Für eine Karriere mit durchschnittlichen Noten sicher nicht der logische nächste Schritt. Dennoch: Wenn du mit deinen Bachelornoten nicht zufrieden bist und wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt erwartest, denke über ein Masterstudium nach. An vielen Unis gibt es zulassungsfreie Masterstudiengänge, für die du nur den Abschluss eines grundständigen Studiums (Bachelor, Magister oder Master) nachweisen musst. So kannst du dich nach deinen Interessen spezialisieren – und nimmst eine große Chance wahr, am Ende doch noch mit besseren Noten in die Karriere zu starten.

Mehr Tipps zu deinem #JobEinstieg findest du hier:

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