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Kann es im Nahen Osten wieder Frieden geben? Darf die internationale Gemeinschaft zulassen, dass der Iran das Potenzial erlangt, Atomwaffen herzustellen? Wie gestaltet unsere Generation die Zukunft des europäischen Kontinents? Ein Gastbeitrag von careerloft-Mitglied Alexander Pyka.

Von Jura und Politik

IFAIR-Diskussionpanel
Das IFAIR-Diskussionpanel

Wie viele Andere, haben mich die Fragen der internationalen Politik schon immer fasziniert. In meinem Jurastudium fiel die Entscheidung daher leicht, sich im Schwerpunkt auf Völker- und Europarecht zu konzentrieren. Doch gerade in diesem Bereich endet eine rein rechtliche Betrachtung schnell an den Grenzen der politischen Entscheidungen internationaler Akteure. Mit derartigen Fragen hatten wir uns aber nie beschäftigt. Im Sommer 2010 habe ich mich daher entschlossen eine Sommerakademie der Studienstiftung zu besuchen. Es ging um die Zukunft der europäischen Außenpolitik.

Europawissenschaftler, Politikstudenten, Juristen bis zu Physikern – wir kamen aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen und profitierten von unseren unterschiedlichen Kenntnissen und Ansichten. Ich traf engagierte und spannende junge Leute und wir diskutierten bis tief in die Nacht. Nach einer Woche war alles viel zu schnell wieder vorbei. Wie kam es eigentlich, dass wir uns noch nie zuvor getroffen hatten? Schnell waren wir uns einig, dass wir es nicht dabei belassen wollten.

So war die Idee zur „Young Initiative on Foreign Affairs and International Relations (IFAIR)“ geboren. Mit einer kleinen Gruppe aus fünf Studenten hatten wir uns das Ziel gesetzt eine Plattform zu schaffen, auf der junge Leute mit gemeinsamem Interesse an internationalen Beziehungen zusammenkommen. Wir wollten eine Brücke schlagen zwischen Praxis und Wissenschaft, aber auch zwischen den verschiedenen Fachrichtungen.

„Think“, „Learn“ and „Act“

Mehr als drei Jahre später hat sich IFAIR weit entwickelt. In unserer ersten Säule „Think.“ bieten wir auch heute noch ein Forum, Beiträge über aktuelle Themen der internationalen Beziehungen zu verfassen und mit anderen zu diskutieren. Hier schreiben hauptsächlich Studenten, aber auch etablierte Persönlichkeiten wie der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz finden sich unter den mittlerweile mehr als 170 Beiträgen. Über unsere monatlichen Kolumnen bei „The European“ oder dem „Diplomatischen Magazin“ erreichen wir daneben eine breite Öffentlichkeit.

Immer öfter kam dabei die Frage: Was muss ich eigentlich tun, wenn ich mich auch nach dem Studium im Beruf mit derartigen Fragen auseinandersetzen will? So bildete sich unsere zweite Säule: „Learn.“ Dort versuchen wir, mit Skill-Workshops entscheidende Kompetenzen aufzubauen sowie  Orientierung und Kontakte bei der Berufsfindung zu geben.

Das Team von IFAIR
Alexander Pyka und sein Team

Von hieran war der Weg nicht mehr weit auch endlich selbst Hand anzulegen. Junge Persönlichkeiten sind oft nur Zuschauer, wenn es um internationale Beziehungen geht. IFAIR setzt sich dafür ein, junge Persönlichkeiten zu Gestaltern zu machen. Gleichzeitig wollen wir weg von festen Strukturen und staubigen Ortsgruppen. Unsere Lebensläufe setzen sich aus kleinen Projekten zusammen, oft in aller Welt und mit begrenztem Zeithorizont. In unserer dritten Säule „Act.“ schaffen wir daher die Möglichkeit, sich über einem begrenzten Zeitraum für ein konkretes Thema in den Internationalen Beziehungen einzusetzen.

Aktive Politikberatung

Mehr als 100 Mitglieder hat dieses Konzept bisher überzeugt. In unserem letzten Projekt haben wir neun Doktoranden von Bulgarien bis Vietnam in einer innovativen Online-Konferenz konkrete Empfehlungen für die Entwicklung der Beziehungen zwischen der EU und ASEAN erarbeitet. Die Empfehlungen wurden am 10. Februar auf einer Abschlussveranstaltung in Berlin dem amtierenden Botschafter Indonesiens übergeben. Für unsere Projekte arbeiten wir mit Institutionen vom Auswärtigen Amt bis zur BMW-Stiftung Herbert Quandt zusammen.

Gerade 2014 ist dabei für junge Menschen ein entscheidendes Jahr. Europa wählt ein neues Parlament und unsere Generation ist aufgerufen, ihren Interessen eine Stimme zu geben. In diesem Kontext organisiert IFAIR eine Reihe von Veranstaltungen – darunter als gemeinsamer Partner der London School of Economics, SciencePo Paris und Hertie-School of Governance in Berlin eine Konferenz in Rom.

Wir möchten dich einladen, mitzumachen! Schreibe einen Artikel für IFAIR.eu, werde Mitglied und bereite dich auf deinen Berufseinstieg vor oder engagiere dich in einem unserer Projekte.