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Jobwechsel – Chance oder Risiko?

Sarah Grewing 13.03.2014
So ein Jobwechsel, egal ob zwischen zwei verschiedenen Firmen oder firmenintern innerhalb der Abteilungen, ist meistens ein kompliziertes Unterfangen und erfordert gute Argumente, Timing und Fingerspitzengefühl.

Erst Abschied, dann Jobwechsel

Neben den zahlreichen Vorteilen, die ein Jobwechsel mit sich bringen kann, birgt dieser aber auch einige Risiken. Einige Fragen solltest du dir stellen, bevor du einen internen oder externen Wechsel angehst. Wenn die Entscheidung dann zugunsten einer beruflichen Veränderung gefallen ist, gilt es, sich angemessen von ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten zu verabschieden. Lies hier, wie.

Handle nicht im Affekt! Grundlegend solltest du erst einmal genau analysieren, warum du gerade jetzt über einen Jobwechsel nachdenkst. Häufig hat dieser Gedanke Ursachen, die sich auch anders beheben lassen. Bist du unzufrieden mit der Tätigkeit selbst, mit gewissen Aufgaben, den Arbeitsbedingungen, den Kollegen oder dem Arbeitgeber? Vielleicht entspringt dein Wunsch nach beruflicher Veränderung aber auch einer generellen Unzufriedenheit, die etwa das Resultat von privaten oder gesundheitlichen Gegebenheiten ist, und du erhoffst dir dadurch eine allgemeine Verbesserung.

Hast du all dies berücksichtigt und kommst zu dem Schluss, dass in deiner Situation ein Jobwechsel – ob intern oder extern – die richtige Entscheidung ist, dann kannst du den Jobwechsel in Angriff nehmen. Doch auch dabei gibt es einiges zu beachten.

Was stört dich bisher?

Zunächst solltest du dir darüber klar werden, was genau dich an deiner derzeitigen Arbeit stört und wie deine zukünftige berufliche Tätigkeit, der Arbeitsplatz oder das gegebenenfalls neue Unternehmen idealerweise aussehen sollten. Am besten machst du dir dazu auch Notizen, denn diese können dir im wichtigen nächsten Schritt helfen: Das Gespräch mit dem Vorgesetzen. Bevor du nämlich Nägel mit Köpfen machst, solltest du unbedingt deinen Vorgesetzten über deine Unzufriedenheit informieren. Zum einen, weil dieser nicht durch den Flurfunk von deinen Plänen erfahren sollte. Zum anderen könnt ihr möglicherweise gemeinsam Lösungswege erarbeiten, wie etwa eine Versetzung innerhalb des Unternehmens oder die weitere Vorgehensweise im Falle einer Kündigung.

Falls dein derzeitiger Arbeitgeber keine Möglichkeit der internen Versetzung sieht oder es schlicht keine entsprechende vakante Position gibt, wirst du deine Karriere jedoch außerhalb des Unternehmens vorantreiben müssen. (Ist dir das schon vorher bewusst, solltest du dich mit Äußerungen bezüglich einer Kündigung solange zurückhalten, bis du tatsächlich einen neuen Job in Aussicht hast.) Nun heißt es, die Fühler nach passenden Angeboten ausstrecken: Stellenanzeigen wälzen, Informationen über Unternehmen einholen und Kontakte nutzen. Da du deine Vorstellungen vom neuen Job bereits festgehalten hast, kann deine Suche zudem viel gezielter erfolgen. Besonders wichtig ist, dass du deinen Freundes- und Bekanntenkreis von deinen Plänen erzählst, denn sie können dir vielleicht den einen oder anderen Kontakt vermitteln oder zumindest die Ohren für dich offen halten.

Wenn es dann soweit ist und du deinen Arbeitsplatz verlässt, heißt es: Haltung bewahren! Jetzt ist sicher nicht die Zeit, bisher aufgestautem Ärger Luft zu machen. Sorge für eine optimale Übergabe deiner Bereiche und Aufgaben an die Kollegen und pflege die alten Kontakte auch nach dem Wechsel.

Insgesamt gibt es Vor- und Nachteile sowohl bei einem internen als auch bei externen Jobwechsel. Einige davon haben wir hier für dich zusammengefasst:

Bevor du also in einer Kurzschlussreaktion kündigst, schlafe erst einmal über deine Entscheidung und rede mit Freunden, Familie und vertrauensvollen Kollegen über deine Situation.

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