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Jobtitel - Was sie bedeuten und wie wichtig sie sind

Manche englischen Berufsbezeichnungen sind verwirrend, wir klären auf

Katja Mayer 04.02.2013
Vielleicht ist dir der Name deiner neuen Position so ziemlich egal, es kommt ja auf den Inhalt der Aufgabe an. Das stimmt, allerdings hat der Jobtitel direkten Karrierebezug. Der Name sollte erkennbar machen, was sich dahinter verbirgt und auch gut klingen, denn in deinem Lebenslauf wird diese Position erwähnt werden.
Jobtitel
Der Jobtitel sollte erkennbar machen, was sich dahinter verbirgt - und gut klingen.

Die Internationalisierung vieler Konzerne führt dazu, dass in den Stellenanzeigen immer öfter englische Berufsbezeichnungen auftauchen. Das ist prima, weil Berufsbilder so international vergleichbar werden und Bewerber wissen, was die Tätigkeit mit sich bringt und welche Kenntnisse für den Job vorausgesetzt werden. Zumindest theoretisch.

In der Praxis sorgen die Anglizismen eher für Verwirrung, weil die Bedeutung vieler Berufsbezeichnungen entweder unklar ist – oder komplett erfunden. Nicht viel mehr als Wortschminke, um einen ansonsten öden Job wenigstens im Titel aufzupeppen. Oder weißt du beispielsweise auf Anhieb, was ein First Level Supporter den ganzen Tag macht oder wofür der Junior Internal Auditor zuständig ist? Falls nicht, solltest du weiterlesen. Wir verraten dir heute, was sich hinter einigen englischen Berufsbezeichnungen verbirgt – in alphabetischer Reihenfolge:

Jobtitel von A bis W

Accountant: Der Buchhalter dokumentiert und bucht Geschäftsvorfälle, analysiert Finanzdaten und erstellt Abschlüsse.

Administration / Central Services Manager: Er ist fürs grundlegende Funktionieren des Unternehmens verantwortlich. In dieser Funktion sorgt er für Wartung, Instandhaltung und Bereitstellung benötigter Ressourcen.

Analyst: Seine Aufgaben: Steuerung, Budgetierung und Berichtswesen. Dabei gilt es, Schwachstellen zu erkennen, um die Rentabilität des Unternehmens zu steigern.

Applications / Electronics / Mechanical Engineer: Er kümmert sich darum, neue Anwendungen und Komponenten zu entwickeln und zu testen. Daneben berät er den Außendienst in technischen Fragen.

Approvals Manager: Er prüft, ob Produkte Gesundheitsrisiken für den Menschen enthalten.

Auditor: Er führt Wirtschaftsprüfungen durch, um etwa die Leistungsfähigkeit der Kontrollsysteme oder die Zweckmäßigkeit der Arbeitsabläufe zu bewerten.

Jobtitel
Loftikant Philipp spielt Jobtitel-Bingo.

Central Logistics Manager: Seine Aufgabe ist die Optimierung der logistischen Abläufe anhand von Marketingvorhersagen, Auftragsinformationen und Materialplänen.

Controller: Er verantwortet die betriebswirtschaftliche Unternehmensplanung, das Berichtswesen und die Kostenrechnung und berät bei Unternehmensentscheidungen.

Design Engineer: Er leitet den Prototypenbau.

District Manager: Der Außendienstmitarbeiter setzt die Vertriebskonzeption um, schöpft Marktpotenziale aus und leitet Kundenwünsche ins Marketing weiter.

GMP Compliance Manager: Seine Aufgabe ist die Festsetzung von Normen und Standardverfahren zur Vermeidung von Qualitätsmängeln.

Human Resources Manager: Der Personalchef nimmt Einstellungen und Entlassungen vor, führt Mitarbeitergespräche und ist für die Personalentwicklung zuständig.

Industrial Engineering Manager: Er optimiert den Einsatz von Anlagen, Materialien und Personal und macht so die Betriebsabläufe wirtschaftlicher.

Key Account Manager: Er betreut Schlüsselkunden, vor allem Großabnehmer, und sorgt durch Beratung und Beziehungspflege dafür, dass sie dem eigenen Unternehmen treu bleiben.

Legal Affairs Manager: Der juristische Berater berät über Rechte und Pflichte, prüft Verträge und Vereinbarungen und sorgt für den Schutz des Eigentums.

Logistics Engineer: Sein Job ist es, die Abläufe nicht nur zu gewährleisten, sondern sie hinsichtlich Effektivität und Wirtschaftlichkeit zu optimieren.

Maintenance Superintendent: Ihm ist die Abteilung Wartung und Instandhaltung unterstellt.

Manufacturing / Production Manager: Der Betriebsleiter plant, leitet und koordiniert die Fertigung, um Termintreue, Qualität und sparsame Ressourcenverwendung zu gewährleisten.

Marketing Analyst: Er untersucht Marktsituation, Mitbewerberdichte, Verbraucherverhalten und Markttendenzen, um Marketing-Strategien entwickeln zu können.

Marketing Communications Manager: Sein Job ist, die Bekanntheit der Produkte oder Leistungen des Unternehmens zu steigern – durch Werbekampagnen, Pressearbeit und so weiter.

Marketing Manager: Er entwickelt Marketingstrategien und -konzepte für seine Produktgruppe und gibt Zielvorgaben für den Warenabsatz.

Market Research Manager: Er untersucht die Marktbedingungen als Grundlage der Absatzpolitik des Unternehmens, hält Kontakt zu Händlern und  ist für die Kundenbindung verantwortlich.

Operations Manager: Als Verantwortlicher der Betriebsabteilung prüft er Kosten- und Finanzberichte und ist für die Umsetzung der Unternehmensziele verantwortlich.

Plant Manager: Der Werksleiter verantwortet die Fertigungsprozesse. Dabei berücksichtigt er Unternehmensziele, Marktnachfrage und Werkskapazität.

Process Engineer: Der Prozessingenieur ist für Kosteneffizienz des Produktionsbetriebs, optimale Anlagenauslastung und Ressourcen schonende Maschinennutzung zuständig.

Product Manager: Seine Aufgabe ist es, ein bestimmtes Produkt zu vermarkten, die Aktivitäten der Mitbewerber zu beobachten und gegebenenfalls darauf zu reagieren.

Jobtitel
Englische Jobtitel machen Berufsbilder international vergleichbar .

Production Controller / Expediter / Scheduler: Er plant und kontrolliert Produktionsmenge und -abläufe.

Production Planning Manager / Supervisor, Process Planner: Er ist für die Fertigungsplanung zuständig.

Public Affairs / Communications Manager: Der leitende Öffentlichkeitsarbeiter sorgt fürs positive Produkt- und Unternehmensimage in der Öffentlichkeit – vor allem bei den Kunden.

Quality Assurance Director / Manager: Er entwickelt, implementiert und koordiniert Programme zur Vermeidung von Fehlern und stellt damit die Produktqualität sicher.

Quality Control Manager: Seine Aufgabe ist die Qualitätskontrolle. Er stellt sicher, dass die gefertigten Produkte tatsächlich den geforderten Standards entsprechen.

Regulatory Affairs Manager: Er sorgt dafür, dass die Firmenprodukte den geltenden Gesundheitsnormen entsprechen.

Research and Development (R&D) / Product Development Director / Manager: Seine Zuständigkeit ist die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens.

Sales Manager: Er koordiniert den Vertrieb, indem er Verkaufsgebiete, -quoten und -zielsetzungen festlegt und personell besetzt, Groß- und Einzelhändler zu Verkaufs- und Werbetechniken berät und die Verkaufspolitik bestimmt.

Sales Agent / Associate / Representative: Er verkauft Waren und Dienstleistungen an Unternehmen und Großhändler – entweder vom Büro aus oder beim Kunden vor Ort.

Sales Engineer: Er verkauft chemische, mechanische und elektromechanische Dienstleistungen und besitzt dafür Ingenieurwissen und betriebswirtschaftliche Kenntnisse.

Technical Director / Manager: Der technische Direktor plant den technischen Betrieb und leitet die Arbeiten der Servicetechniker.

Technical Services Manager: Er organisiert den Kundendienst und betreut Kunden bei der Verwendung der gelieferten Produkte und Materialien.

Treasurer: Der Schatzmeister überwacht Zahlungsverpflichtungen und macht Vorschläge zur Verwendung von Überschüssen oder zur Kapitalbeschaffung.

Warehouse Distribution Manager: Er leitet das Vertriebslager und sorgt für die Abwicklung der Kundenaufträge.

Wir hoffen, dass dir unsere Erklärungen weiterhelfen und du dich von nun an im Dschungel der englischen Berufsbezeichnungen zurechtfindest.