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IT-Consultant – zwischen Management und Entwicklung

Beraten, konzipieren, umsetzen

Heute hilfst du bei der Entwicklung einer neuen Sicherheitssoftware für das sichere Onlinebezahlen, morgen optimierst du eine Cloud-Infrastruktur und nächste Woche präsentierst du der Geschäftsführung erste Ergebnisse – Alltag, für IT-Berater, denn sie sind Schnittstelle zwischen Managern, Entwicklern und Ingenieuren. IT-Consultants müssen sich immer wieder auf neue Projekte einlassen. Eine spannende Herausforderung für Berufsstarter, die gerne einen Blick über den berühmten Tellerrand werfen und sich (noch) nicht auf eine Richtung in der Informatik festlegen möchten.
#JobEinstieg Teil 9
#JobEinstiegIT: Was macht eigentlich ein IT-Consultant?

Analysieren, beraten, umsetzen – Aufgaben als IT-Consultant

Die Aufgaben eines IT-Consultants sind vielfältig: Er berät und unterstützt Unternehmen aller Branchen bei Planung, (Weiter-)Entwicklung oder Neueinführung von Systemlösungen. So beinhaltet der Job als IT-Consultant die Analyse der Unternehmensprozesse, die Abbildung dieser Prozesse in einer IT-Struktur sowie die Qualitätskontrolle. Sie identifizieren Mängel sowie Schwachstellen, kalkulieren Kosten, entwickeln individuelle IT-Lösungen und führen diese im Unternehmen ein. Kurz gesagt: Sie optimieren.

Für die technische Umsetzung stellen IT-Berater ein System aus Hard- und Softwarekomponenten zusammen, das allen Anforderungen des Kunden gerecht wird. Während der gesamten Projektdauer sind sie vor allem Vermittler und Ansprechpartner für die verschiedenen Bereiche, die am Projekt beteiligt sind. Nach der Umsetzung oder Implementierung schulen sie zudem die Mitarbeiter des Auftraggebers. In manchen Fällen kann es auch vorkommen, dass sie einen Kunden langfristig unterstützen und beispielsweise für die kontinuierliche Wartung des Systems verantwortlich sind.

Voraussetzungen für den Job als IT-Consultant

Um als IT-Consultant zu arbeiten, solltest du ein abgeschlossenes Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Betriebswirtschafslehre (BWL) vorweisen. (Übrigens: Die Deutsche Telekom bietet zusammen mit der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) ein duales Masterstudium der Wirtschaftsinformatik an.) Im besten Fall hast du schon während deines Studiums Praktika absolviert und erste praktische Erfahrungen in dem Bereich gesammelt. Gängige Programmiersprachen, wie C, C++, C# (C Sharp), Java, JavaScript PHP und SQL sollten dir geläufig sein.

Alternativ zum Studium kannst du aber auch eine Ausbildung zum Fachinformatiker absolvieren und anschließend als IT-Consultant einsteigen. Darüber hinaus bietet die Industrie- und Handelskammer (IHK) eine Ausbildung zum geprüften IT-Berater an, mit der du anschließend ebenfalls in den Consulting-Beruf einsteigen kannst. Diese Berufsbezeichnung ist gesetzlich geschützt.

Neben fachlichen Skills solltest du grundsätzlich offen für neue Dinge sein und Spaß daran haben, dich immer wieder auf neue Auftraggeber und Projekte einzulassen – Routine gibt es im Consulting nicht. Du musst im Team arbeiten können und darfst kein Lampenfieber haben, wenn es darum geht, dein Fachchinesisch verständlich zu präsentieren. Außerdem solltest du keine Angst vor Zahlen haben sowie dich in Geschäftsabläufe und Unternehmensprozesse hineindenken können.

Einstiegschancen als IT-Consultant

Die Nachfrage nach IT-Spezialisten ist hoch: Laut dem Digitalverband Bitkom gibt es in Deutschland rund 51.000 offene IT-Stellen. Die Chancen für Informatiker sind also äußerst gut.

Generell arbeiten IT-Consultants immer da, wo ihre Expertise benötigt wird. Klassische Arbeitgeber sind Systemhäuser aber auch  Unternehmensberatungen mit einem IT-Schwerpunkt. Größere Unternehmen haben in der Regel eine eigene IT-Abteilung, die auch die Beratung übernimmt, sogenannte Inhouse Beratungen. Die Aufgaben von Inhouse-Consultants sind meistens identisch mit denen von externen IT-Consultants. Daneben besteht ebenfalls die Möglichkeit, als Freiberufler zu arbeiten.

Gehalt als IT-Consultant

Das Gehalt hängt von verschiedenen Faktoren ab: Branche, Spezialisierung, Bundesland, Berufserfahrung und Unternehmensgröße spielen eine Rolle. Generell können sich IT-Berater zu den Besserverdienern am Arbeitsmarkt zählen. Laut den Experten des Personaldienstleistungsunternehmens Robert Half, liegt das Einstiegsgehalt als IT-Consultant bei etwa 41.000 Euro im Jahr. Je nach Unternehmen und Größe sind sogar etwas mehr als 48.000 Euro drin, wenn du dich in der Gehaltsverhandlung entsprechend positionierst.

Mit zunehmender Berufserfahrung steigt auch das Gehalt: Nach drei Jahren auf bis zu 48.000 Euro, nach fünf sind es sogar bis zu 63.500 Euro. Faustregel: Je größer das Unternehmen, desto höher die mögliche Gehaltssteigerung. Ab zehn Jahren im Berater-Job ist ein Verdienst von 86.000 Euro und mehr möglich. Übrigens: Hessen ist die Top-Adresse für ITler und lockt mit den höchsten Gehältern. In Süddeutschland und Nordrheinwestfalen kannst du ebenfalls mit einem höheren Einkommen rechnen als im Rest der Republik.

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